Sonderseite Tour de France 2020

PETER SAGAN (30/Bora-hansgrohe)

Tour de France
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26/08/2020 AM 13:07

Zum ersten Mal in seiner Karriere fährt der dreimalige Weltmeister ohne Saisonsieg zur Tour - und dies ist nicht nur der Corona-Ausfallflut geschuldet. War 2019 für den Radsport-Rockstar schon ein durchwachsenes Jahr, lief 2020 noch weniger zusammen, die alte Spritzigkeit fehlt.

Weil er es aber immer noch sehr ansehnlich auch die höchsten Tour-Berge hinauf schafft, Sagan damit fast bei jedem Sprint mitmischen wird, kann es trotzdem wieder zu Grün reichen. Und Sagan muss auch liefern, um sein horrendes Salär bei Bora-hansgrohe zu rechtfertigen.

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WOUT VAN AERT (25/Jumbo-Visma)

Der dreimalige Cross-Weltmeister ist mittlerweile der bessere Sagan. Erst seit dem Vorjahr fährt der Belgier verstärkt auf der Straße und räumt mächtig ab. 2019 gewann Van Aert schon eine Tour-Etappe, ehe er nach einem bösen Sturz beim Zeitfahren in Pau ausschied und sogar um die Fortsetzung seiner Karriere bangen musste.

Mittlerweile ist Van Aert aber wieder hergestellt und seit dem Restart kaum zu stoppen: Mailand-Sanremo und die Strade Bianche gewann er ebenso wie das Punktetrikot bei der Dauphiné - Van Aert ist der Topfavorit auf Grün.

Wout van Aert

Fotocredit: Getty Images

CALEB EWAN (26/Lotto-Soudal)

Die australische "Pocket Rocket" ist der Mann für die klassischen Massensprints - von denen es zum Leidwesen des 1,65 m kleinen Kraftpakets bei der Tour 2020 nicht allzu viele gibt. Aufgrund ausgewiesener Bergschwäche ist Ewan im Kampf um Grün - auch wenn er 2019 hinter Sagan in dieser Wertung Zweiter wurde - nur Außenseiter.

Caleb Ewan of Australia

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ELIA VIVIANI (31/Cofidis)

Bei Sky und Quick Step spielte Viviani meist die zweite Geige, gewann erst 2019 im reifen Alter seine erste Tour-Etappe. Bei Cofidis ist nun aber alles auf den blitzschnellen und vor allem ausgebufften Italiener ausgerichtet.

Elia Viviani - 2020

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ALEXANDER KRISTOFF (33/UAE-Team Emirates)

Bei Katjuscha war der Norweger einst eine Macht, in den vergangenen Jahren sprintete der dreimalige Tour-Etappensieger aber zumeist der Musik hinterher. Der 33-Jährige will nun mit aller Macht zeigen, dass der Lack noch nicht ab ist.

Alexander Kristoff vinder på Champs Elysees

Fotocredit: Eurosport

UND DIE DEUTSCHEN...?

Diese waren in der vergangenen Dekade eine Institution bei den Sprints der Tour de France. Doch davon ist wenig geblieben: André Greipel ist mit 38 nur noch Außenseiter, John Degenkolb gehört nicht mehr zur Weltspitze der Spurter, Marcel Kittel hat seine Karriere beendet, und Pascal Ackermann darf die Tour erneut nicht fahren.

Etappenerfolge im Sprint oder das Grüne Trikot sind schlicht nicht realistisch. Überraschungspotenzial hat zumindest 1,99-m-Hüne Max Walscheid (NTT Pro Cycling) bei seinem Tour-Debüt.

(SID)

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