Rolf Aldag traut Emanuel Buchmann Tour-Podium zu - aber fordert: "Mehr Risiko"

Emanuel Buchmann kann bei der Tour de France "ganz, ganz vorne mitfahren" - davon ist Radsport-Insider Rolf Aldag überzeugt. Doch er fordert auch "mehr Risiko" vom Gesamtvierten der Frankreich-Rundfahrt 2019. Der Ex-Profi und langjährige Sportliche Leiter vieler Top-Teams traut Buchmann in Zukunft bei der Tour "sicherlich ein Podium zu", bis zu einem Gesamtsieg sei es "aber immer ein weiter Weg".

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Fotocredit: Eurosport

Im Exklusiv-Interview mit Eurosport plädiert Aldag für "realistische Einschätzungen" im Umgang mit Buchmann:
Mit Blick auf die Tour 2019 hätte sich Aldag beim Rundfahrt-Kapitän von Bora-hansgrohe aber etwas mehr Offensivgeist gewünscht:
Das konkrete Beispiel für Aldag ist dabei die verkürzte letzte Bergetappe nach Val Thorens. "Das war so ein Ding: Von hinten kam nichts mehr, Alaphilippe war abgehängt. Da hätte ich mir einfach ein bisschen mehr Risiko gewünscht von "Emu". Einfach zu sagen: Ich versuch's, ich kann nichts verlieren! Ich fahre zu früh los - zu früh im Sinne von taktisch macht's noch keinen Sinn, loszufahren - aber er wird denen vorne nicht wirklich gefährlich, die müssen jedoch viel investieren, um einen so starken Rennfahrer wie ihn zurückzuholen. Und selbst wenn er einbricht, wenn er drei Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt und abgehängt wird, verliert er niemals so viel Zeit, dass er seinen Platz in der Gesamtwertung noch abgibt."
Insgesamt ist Aldag aber vom großen Potential Buchmanns überzeugt und glaubt daran, dass der 27-Jährige in den kommenden Jahren noch für viele Topresultate sorgen wird:
Das komplette Video-Interview mit Rolf Aldag gibt es in Kürze bei Eurosport.de!
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