Am schwersten der fünf Anstiege des Tages, einer Bergwertung der 2. Kategorie mit bis zu 18% Steigung, wurde 25 Kilometer vor dem Ziel bei den Ausreißer wie auch aus dem Hauptfeld heraus attackiert und erbittert um jede Sekunde gekämpft.
Der von seinem Sturz schwer gezeichnete Primoz Roglic verlor dabei den Anschluss an die anderen Podiumskandidaten, während Ineos-Kapitän Richard Carapaz dort in die Attacke ging und sich von Tadej Pogacar absetzte, am Ende aber wieder gestellt wurde.
Van der Poel und Wout Van Aert kamen in der ersten kleinen Verfolgergruppe hinter dem Tagessieger ins Ziel und bauten damit ihre Spitzenpositionen in der Gesamtwertung deutlich aus, sie nahmen den Topfavoriten in der Gesamtwertung heute 3:25 Minuten ab. Nur 32 Fahrer kamen in der Gruppe rund um Pogacar ins Ziel in Le Creusot, darunter auch die Bora-Profis Emanuel Buchmann und Wilco Keldermann.
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"Es war eine richtig schwere Etappe, die Tage in den Bergen werden jetzt spannend", sagte Buchmann.
"Viele Fahrer wollten in die Fluchtgruppe, es war ein bisschen wie im Krieg. Ich musste alles geben, um das Gelbe Trikot zu verteidigen. Es war ein brutaler Tag", sagte van der Poel nach immens fordernden 249,1 km und fünfeinhalb Stunden zwischen Vierzon und Le Creusot.

Tour: Roglic rutscht im Klassement ab

Roglic büßte auf sie 3:48 Minuten ein und fiel in der Gesamtwertung auf Platz 33 zurück (+9:11). Keldermann ist jetzt 14. (+5:31), Buchmann 27. (+8:06). Einen großen Sprung machte der Toursieger von 2014, Vincenzo Nibali, der nun als Sechster 4:12 hinter dem "maillot jaune" liegt, aber lediglich 29 Sekunden hinter Pogacar, der nur noch Fünfter ist (+3:43).
Die große Frage für die verbleibenden 14 Etappen ist nun, wie die Profiteure des Tages die heute gewonnen Minuten werden verteidigen können - die Tour hat auf jeden Fall mächtig neue Spannung bekommen, nachdem sie Pogacar schon fast versprochen schien.

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Tour, 7. Etappe: Windkante sprengt das Feld

Auf der mit fast 250 Kilometern längsten Etappe dieser Tour de France 2021 setzte sich in der ersten Rennstunde auf der Windkante eine starke Gruppe mit 29 Fahrern ab, die den Tagesabschnitt bestimmen sollte und die verbleibenden Favoriten im Hauptfeld mächtig unter Druck setzte.
Mit Van der Poel im Gelben Trikot, Belgiens Meister Van Aert, Ex-Toursieger Nibali, dem Österreicher Patrick Konrad, Simon Yates oder auch Mark Cavendish im Grünen Trikot war die Gruppe extrem gut besetzt und erarbeitete sich zwischenzeitlich über sieben Minuten Vorsprung.

"Die Luft brennt!" Gruppe mit van der Poel sprengt Peloton

Cavendish baute durch den Sieg am Zwischensprint seine Führung in der Punktewertung klar aus, Mohoric übernahm das Bergtrikot von Ide Schelling (Bora).
Das Team von Topfavorit Tadej Pogacar musste stundenlang alleine die Verfolgungsarbeit leisten, um den Abstand in Grenzen zu halten und ließ dabei viel Kraft vor den anstehenden Härtetests: Denn am Wochenende wartet am Samstag die erste Bergetappe in den Alpen und Sonntag die erste Bergankunft dieser Tour im Wintersportort Tignes.
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