Die Zuschauerin hatte auf der 1. Etappe der Tour de France am 26. Juni 2021 durch ihr vom Straßenrand ins Fahrerfeld hineinragenden Pappschild mit der Aufschrift "Allez Opi Omi" einen folgenschweren Massensturz verursacht, als Tony Martin diesem nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte.
Dabei verletzten sich viele Fahrer, zwei von ihnen mussten das Rennen direkt im Anschluss aufgeben, darunter der deutsche Profi Jasha Sütterlin.
Wenige Tage danach hatte sich die Französin den Behörden gestellt und im Verfahren am 14. Oktober ihr großes Bedauern über die Folgen ihrer Aktion geäußert. Ihr Anwalt Julien Bradmetz sagte, seine Klientin habe bereits seit Jahren eine fragile Persönlichkeit
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Während die Tour-Veranstalter ihre Klage gegen die Zuschauerin zurückgezogen hatte, war die Fahrervereinigung CPA als Nebenklägerin im Verfahren vertreten und erhielt 500 Euro Schadensersatz sowie einen symbolischen Euro zugesprochen.
Der Anwalt der CPA zeigte sich mit der Entscheidung zufrieden: "Ziel war es nicht, aus der Emotion heraus eine unverhältnismäßige Strafe zu erzielen, sondern verstehen zu geben, dass man sich so am Straßenrand nicht verhält. Es handelt sich um Prävention."
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