"Es gibt keine Garantie, dass ich noch eine Tour gewinnen kann. Das weiß ich, aber es bleibt mein Ziel. Das ist es, was mich antreibt, 100 Prozent zu geben", bekräftigte Froome.
"Darauf werde ich weiter hinarbeiten, bis offensichtlich wird, dass es nicht mehr möglich ist. Das ist es, was mich jeden Tag aufs Rad treibt. So lange ich Fortschritt in meiner Arbeit sehe, werde ich daran glauben, dass es noch erreichbar ist und weiter daran arbeiten."
Froome erklärte, dass er in seiner täglichen Arbeit immer weiter vorankomme und auch Fortschritte mache, die für Außenstehende wohl überhaupt nicht erkennbar seien.
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Doch er selbst bemerke sie und werde darin auch durch seine Leistungsdaten bestätigt.

Juni 2021 der wahre Startschuss für Froomes Rückkehr

"In meiner Entwicklung Dinge zu sehen, die sonst niemand wirklich sieht, motiviert mich. Ich habe mein rechtes Bein stärker und stärker werden sehen und meine Zahlen immer näher an das herankommen, wo sie sein sollten", so Froome, der auch betonte, sehr dankbar und froh zu sein, noch eine zweite Chance als Radprofi bekommen zu haben.
Und dann erklärte der 36-Jährige, dass er seit dem Sommer 2021 erst wieder an dem Punkt sei, an dem er sich als geheilt bezeichnen könne.
"Im Juni hatte ich das Gefühl, die Verletzungen hinter mir gelassen zu haben. Diesen Moment sehe ich als Nullpunkt auf meinem Weg zurück. Vorher war ich im Negativbereich, weil mein rechtes Bein einfach nicht da war, wo es sein sollte", sagte Froome.
Der Juni 2021 sei also so etwas wie der eigentliche Startpunkt des Wiederaufbaus seiner Leistungsfähigkeit. "Ich bin immer noch im Kraftraum und bei der Reha, aber mein Fokus liegt jetzt wieder mehr auf dem Rad und dabei, meine Rennform wieder aufzubauen."

Italienische Herbstrennen als Motivationsspritze

Tatsächlich konnte man den Briten in der zweiten Jahreshälfte 2021 wieder etwas stärker sehen, als zuvor. Bis zum Sommer war Froome vollkommen chancenlos in Wettkämpfen und auf Social Media wurden diejenigen Stimmen immer lauter, die ihn abschrieben. Doch Froome ließ sich nicht entmutigen, und im Oktober schaffte er es bei Mailand-Turin beispielsweise sogar, sich im vorderen Feld zu behaupten, als Quick-Step das Rennen an der Windkante zerriss. Anschließend unterstützte er Michael Woods im Finale in die Superga hinein.
"Ich habe noch immer einen weiten Weg vor mir, aber ich war auch wieder vorne dabei, anstatt immer nur hinten ums Überleben zu kämpfen", zog Froome auch aus dieser Erfahrung neue Hoffnung für die Zukunft. Der Brite wähnt sich also weiterhin auf dem richtigen Weg und glaubt fest daran, wieder der Alte werden zu können – auch wenn die Reise dahin sehr, sehr lang ist.
Doch die Frage ist: Selbst wenn er wieder nahe an seine Leistungsfähigkeit von 2018 herankommen sollte, ist das in Zukunft noch genug, um gegen all die jungen Supertalente um Tour-Sieger Tadej Pogacar zu bestehen? "Es ist nicht so, dass das neue Level der jungen Kerle 20 Prozent höher ist, als alle anderen. Die älteren Jungs sind noch in ihrer Nähe. Also ist es für mich logisch, dass ich mich mit ihnen messen kann, wenn ich zu meinem alten Level zurückfinde", meinte Froome selbstbewusst.
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