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Tour de France 2022 - Jonas Vingegaard fürchtete Drama wie 2020 um Primoz Roglic: "Steckte in unseren Köpfen"
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Publiziert 23/07/2022 um 20:51 GMT+2 Uhr
Wout van Aert und Jonas Vingegaard lagen sich in den Armen: Der Mann im Grünen Trikot feierte im Einzelzeitfahren seinen dritten Etappensieg bei der Tour de France. Der Mann in Gelb verteidigte die Gesamtführung souverän. "Wouts Tränen zeigen, wie nah wir uns stehen. Jeder freut sich mit jeden, ich freue mich auch über Wouts Sieg", sagte Vingegaard. Die Stimmen zur 20. Etappe der Tour de France.
Jonas Vingegaard (l.) und Grischa Niermann
Fotocredit: Getty Images
Am Ende der 20. Etappe feierten sie gemeinsam: Wout van Aert und Jonas Vingegaard dominierten das abschließende Zeitfahren.
Während der Belgier seinen dritten Etappensieg bei der Tour de France 2022 feierte, verteidigte der Däne vor der letzten Etappe souverän das Gelbe Trikot.
"Wouts Tränen zeigen, wie nah wir uns stehen. Jeder freut sich mit jeden, ich freue mich auch über Wouts Sieg. Wir sind Freunde, wie Brüder", sagte ein emotionaler Vingegaard.
Die Stimmen zur 20. Etappe der Tour de France:
Wout van Aert (Jumbo - Visma / Etappensieger und Grünes Trikot): Ich bin sehr emotional. Diese Tour ist sehr speziell für uns als Team. Das ist echt ein Traumszenario, was heute wieder passiert ist. Jonas ist so stark, aber auch ein guter Kerl. Ich danke all meinen Teamkollegen und den Betreuern für diese drei Wochen. Ich bin schon extrem müde, habe wieder alles gegeben und ich will Rennen gewinnen. Ich hoffte auf den Sieg, aber auch, dass Jonas sein Trikot behält. Er hat so ein großes Herz, das ist echt ein spezieller Tag. Das Zeitfahren war schnell, aber du musstest dir was aufheben für das Finale mit den Anstiegen. Ich habe mich gut gepaced und konnte im Finale noch zulegen. Es war schon ein sehr spezielles Ambiente ins Ziel da rauf. Ein großartiger Tag.
Jonas Vingegaard (Jumbo - Visma / Etappenzweiter und Gelbes Trikot): Das bedeutet mir alles. Es ist unglaublich, ich finde fast keine Worte dafür. Das ist das größte Ding im Radsport und wir haben es gewonnen. Ich wusste, dass meine zwei Mädchen auf der Ziellinie warteten. Das hat mir viel bedeutet. Seit dem letzten Jahr habe ich immer daran geglaubt, dass ich es kann. Nun ist es passiert. Es ist ein befreiendes Gefühl und ich bin so stolz. Was vor zwei Jahren passiert ist, das steckte noch in unseren Köpfen. Wir wollten nicht, dass das nochmals passiert. Wir wollten auch ein gutes Tagesergebnis erzielen. Das ganze Team ist unglaublich und Wouts Tränen zeigen, wie nah wir uns stehen. Jeder freut sich mit jeden, ich freue mich auch über Wouts Sieg. Wir sind Freunde, wie Brüder.
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Tränen nach packendem Finale: Große Emotionen bei Vingegaard
Quelle: Eurosport
Tadej Pogacar (UAE Team Emirates / Gesamtzweiter): Es wird morgen noch ein guter Tag und ich habe nach den drei Wochen viel Motivation mitgenommen für nächstes Jahr. Ich habe viel dazugelernt und wir können uns als Team noch verbessern. Ich freue mich schon auf die neuen Herausforderungen.
Maximilian Schachmann (Bora -hansgrohe / Etappenneunter): Ich bin überrascht. Ich wollte schauen, wie es geht, und dann richtig voll zu fahren oder 95 Prozent. Ich habe mich am Anfang schon gut gefühlt überarschenderweis. Und an der Zwischenzeit hatte ich nur 30 Sekunden Rückstand, obwohl ich da noch was im Tank hatte. Und ab da habe ich voll durchgezogen. Die letzten Tage lief es immer besser und heute hat sich das Schnellfahren so gut angefühlt wie lange nicht mehr und das gibt mir Motivation und Selbstbewusstsein für das, was noch kommt.
Nils Politt (Bora - hansgrohe / Etappenzwölfter): Das Zeitfahren bin ich vom Kopf her relativ locker angegangen, ich wollte einfach schauen, wie es geht, bin relativ gut losgefahren und haben an der ersten Zwischenzeit gesehen, dass ich nur 14 Sekunden hinter Ganna war. Dann hat Torsten Schmidt aus dem Auto gesagt: Fahre einfach mal weiter, und ziehe weiter durch. Ich habe einen ganz guten Rhythmus gefunden und konnte den bis zum Ziel halten. Der Asphalt war rau, dennoch ganz angenehm zu fahren. Viele langgezogene Kurven, in die man nicht reinschauen konnte. Ich habe keinen Recon gemacht, denn 40 Kilometer vor dem Zeitfahren ist nicht optimal. Ich habe es bevorzugt, ein bisschen länger zu schlafen heute.
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"Fit fährt er unter die ersten Drei": Bora-Boss zieht Tour-Fazit
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Stefan Bissegger (EF Education - EasyPost): Ich konnte vom Start weg nichts im Radio hören, dann musste ich wegen einem Schaltproblem mein Rad wechseln, aber ich konnte keinerlei Anweisungen hören, deshalb habe ich mich entschieden rauszunehmen. Auf dem Ersatzrad hatte ich keine Trinkflasche.
Marco Haller (Bora - hansgrohe): Ein Kurs, der nicht super gut rollt, dennoch habe ich versucht, es zu genießen. Viele Leute an der Strecke, die Sonne scheint, es gibt Schlimmeres. An die Hitze ist man fast schon gewöhnt. Für die Leute, die auf ein Ergebnis fahren, ist es eine Herausforderung. Es ist ein technisch schwerer Kurs, man darf keinen schlechten Tag habe, es muss alles passen.
Jonas Rutsch (EF Education - EasyPost): Es war ganz locker, ich bin nicht gestürzt, das war mein größtes Ziel heute. Ich kannte die Strecke nicht, habe aber von meinen Teamkollegen gehört, dass es ziemlich technisch ist und ich lieber etwas früher bremse als zu spät. Ich habe nämlich keine Lust, morgen mit einem Verband nach Paris zu fahren. Die Zeit war mir heute zweitrangig. Champs Elysees werden wir nochmal Radrennen fahren.
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Highlights: Van Aert und Vingegaard veredeln Traum-Tour für Jumbo
Quelle: Eurosport
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