Tour de France 2022 - So lief die 8. Etappe: Ausreißer chancenlos - Van Aert siegt in Lausanne vor Matthews

Wout Van Aert hat sich im ansteigenden Finale von Lausanne keine Blöße gegeben und souverän die 8. Etappe der Tour de France vor Michael Matthews gewonnen. Der Belgier im Grünen Trikot vollendete damit nach 186 Kilometern die harte Arbeit seines Teams, das mit Nathan van Hooydonck den ganzen Tag Tempo gemacht hatte, um die Ausreißer nicht weit weg zu lassen. Tagesdritter wurde Tadej Pogacar.

Tour de France Stage 8 profile and route map: Dole – Lausanne

Quelle: Eurosport

Als Ziel haben sich die Streckenplaner das Olympiastadion herausgepickt. Der Weg dahin führt über die Schlusssteigung zur Côte du Stade Olympique (3. Kategorie), die 4,6 Kilometer lang und durchschnittlich 4,8 Prozent steil ist. Die Zielgerade ist rund 700 Meter lang, mit einer rund dreiprozentigen Steigung jedoch moderat - allerdings hat ein Kilometer auch 12% Steigung vorzuweisen.
In der Gesamtwertung hat Tadej Pogacar durch seinen zweiten Etappensieg bei der Bergankunft in den Vogesen seine Führung leicht ausgebaut, aber die Hauptdarsteller waren die deutschen Ausreißer - was Hoffnung für den heutigen Tag macht: Denn Fahrer wie Lennard Kämna, Simon Geschke, Georg Zimmermann oder Nils Politt haben gute Chancen auf diesem Kurs.
Die 8. Tour-Etappe im Liveticker:

Van Aert der Stärkste - Sieg vor Matthews und Pogacar

Wout Van Aert hat die stärksten Beine und setzt sich in einem sehr, sehr schweren Finale im Bergaufsprint vor Michael Matthews durch. Tadej Pogacar ist zwischen beiden etwas eingeklemmt und wird Dritter vor Andreas Kron.

1 km - UAE zieht den Sprint an

McNulty und Majka lösen Konrad ab und führen das Feld den letzten Kilometer hinauf. Pogacar lauert dahinter vor Vingegaard und Van Aert sowie Matthews und Vlasov. Das sind wohl die Siegkandidaten hier in Lausanne. Insgesamt weiterhin rund 30 Mann vorne.

2 km - Noch immer Konrad!

Patrick Konrad nummt das Feld auseinander. Da sind nur noch rund 30 Mann vorne beisammen. Der Österreicher fährt ein beeindruckendes Tempo und sorgt dafür, dass kaum mehr schnelle Männer dabei sind - hauptsächlich Kletterer, plus Van Aert und Matthews.

3,5 km - Konrad führt Feld an Wright vorbei

Das war's mit der Flucht von Fred Wright. Der Brite wird vom Hauptfeld gestellt, in dem jetzt Patrick Konrad (Bora - hansgrohe) vor dem UAE-Duo Rafal Majka und Tadej Pogacar Tempo macht.

5 km - 20 Sekunden sind übrig

Wright führt weiterhin. Aber er bringt nur noch 20 Sekunden mit in die Schlusssteigung am Olympiastadion von Lausanne. Es geht jetzt zwei Kilometer bei rund fünf Prozent bergan. Dann einen Kilometer leicht bergab und nochmal 1,5 Kilometer zum Ziel bergauf - mit bis zu 12 Prozent kurz vor der Flamme Rouge!

8 km - Cattaneo nimmt die Beine hoch

Es hat keinen Sinn mehr, merkt Mattia Cattaneo, und hat wohl plötzlich auch keine Lust mehr, sich zu quälen. Der Italiener nimmt die Beine hoch und lässt Fred Wright alleine weiterziehen. Eine halbe Minute Vorsprung hat der aufs Hauptfeld noch.

13 km - Favoritenteams rücken vor

Der Abstand der Spitze schrumpft auf 40 Sekunden, während im Hauptfeld jetzt nicht mehr nur BikeExchange - Jayco und Jumbo - Visma für Matthews und Van Aert Tempo bolzen, sondern auch die Teams der Klassementfahrer vorrücken. Ineos Grenadiers, UAE Team Emirates und Co. wollen ihre Kapitäne aus dem Stress raushalten.

20 km - 1:05 - die Chancen der Ausreißer schrumpfen

Das Hauptfeld rauscht immer näher an die Spitze heran. So gut Cattaneo und Wright auch weiterhin zusammenarbeiten, ihre Chancen hier durchzukommen sind gering.

30 km - 1:25 Minuten noch für das Duo

Wir nähern uns dem Genfer See und bei Cossonay wird es jetzt wieder flacher. Das Hauptfeld hat der Spitze in der Abfahrt mehr als eine halbe Minute abgenommen - und die Jagd geht weiter!

38 km - Cattaneo & Wright kämpfen um ihren Vorsprung

Wir rauschen die lange Abfahrt in Richtung Lausanne herunter und das Hauptfeld ist rasend schnell. Klar: Die große Gruppe hat auf guter Straße einen Windschattenvorteil gegenüber dem Duo an der Spitze. Doch Cattaneo und Wright haben trotzdem noch 1:45 Minuten übrig.

48 km - Doppeltes Pech für Pinot

Thibaut Pinot erwischt es gleich zweimal innerhalb von zwei Minuten: Erst hängt er sich mitten im Feld am Hinterrad eines Kollegen auf und stürzt. Dann ist er gerade wieder unterwegs, da übersieht er einen Betreuer von Trek-Segafredo, der gerade einen Verpflegungsbeutel anreicht und fährt ihm direkt in die Hand. Sieht bitter aus - wie ein Schlag ins Gesicht. Aber Pinot kann weiterfahren.

49 km - 3. Bergpreis: Cattaneo vor Wright

Mattia Cattaneo holt sich nach dem zweiten auch den dritten Bergpreis des Tages und somit einen weiteren Punkt im Kampf ums Gepunktete Trikot. Übernehmen kann er das aber heute nicht. Der Italiener hat drei Zähler und könnte, selbst wenn er die Etappe gewinnt, nur noch zwei Punkte einsammeln. Magnus Cort Nielsen trägt das beliebte Leibchen mit weiterhin elf Zählern.

55 km - Frison zurück im Hauptfeld

Das Hauptfeld liegt inzwischen wieder etwas mehr als zwei Minuten hinter den beiden Spitzenreitern Cattaneo und Wright - und beschleunigt jetzt ebenfalls nochmal richtig. BikeExchange - Jayco schickt Unterstützung zu Christopher Juul-Jensen nach vorne und versucht den Abstand wieder zu verkürzen. Dabei wird nun auch Frison eingeholt.

62 km - Frison muss abreißen lassen

Frederik Frison kann das Tempo der deutlich leichteren Cattaneo und Wright hier im Jura nicht mehr mitgehen. Der 1,94 Meter große und 84 Kilogramm schwere Belgier lässt seine beiden Begleiter allein weiterfahren.

68 km - Cattaneo gibt Kommando: Gas geben!

Mattia Cattaneo hat mit einer Handbewegung an seine beiden Begleiter das klare Kommando gegeben: Jetzt beschleunigen wir nochmal! Sofort geht die Lücke zum Hauptfeld nochmal auf. Offensichtlich haben sich auch die drei Ausreißer heute einige Reserven zurückgehalten.

77 km - Nur noch eine Minute

Das Peloton rückt oben auf dem Jura-Hochplateau am Lac des Rousses jetzt auf nur noch 65 Sekunden an die Spitze heran. Es bleibt jetzt 30 Kilometer lang flach, dann kommt noch ein Anstieg der 4. Kategorie und darauf folgt eine sehr lang gezogene Abfahrt über rund 30 Kilometer. Das dürfte der Grund sein, warum man die Spitze nicht zu weit weg lassen will. Denn das Ziel kommt heute schneller, als die Kilometerzahl vermuten lässt.

85 km - Cattaneo vor Frison an der Cote de Rousses

Der zweite Bergpreis ist mit dem 3.-Kategorie-Anstieg zur Cote des Rousses geschafft - und oben rollt diesmal Mattia Cattaneo zuerst über die Linie. Das Peloton ist nur noch 1:30 Minuten zurück.

92 km - Abstand geht in Stufen abwärts

Das Rennen plätschert momentan vor sich hin. Im Hauptfeld hat man alles unter Kontrolle und spielt mit dem Vorsprung der Ausreißer. In Stufen ging es bislang runter: Von 3:15 auf 2:45, wo die Lücke lange blieb. Dann runter auf 2:15, wo sie auch lange blieb und jetzt sind wir auch schon seit 15 Kilometern bei knapp unter zwei Minuten.

104 km - Die Spitze verliert Boden

Der Abstand zwischen dem Ausreißer-Trio und dem Hauptfeld ist schon jetzt auf unter zwei Minuten gefallen. Es sieht momentan nicht so aus, als käme diese Gruppe durch.

111 km - Frison holt ersten Bergpunkt des Tages

Nach Wright am Sprint ist es Frison am Bergpreis, der in der Spitzengruppe als erstes über den Strich rollt. Der Belgier holt den einen Punkt, den es an der Cote du Maréchet (4. Kategorie) gibt.

118 km - 2:45 Minuten - die Leine ist kurz

Jumbo - Visma und BikeExchange - Jayco wollen ganz offensichtlich nicht, dass die Ausreißer heute durchkommen. Die Teams von Van Aert und Matthews halten den Abstand zur Spitze in Grenzen und momentan recht konstant bei 2:45 Minuten. Den Job erledigen für sie Nathan van Hooydonck (Jumbo - Visma) und Christopher Juul-Jensen (BikeExchange - Jayco). Sie teilen sich die Führungsarbeit.

123 km - O'Connor nicht zu beneiden

Der Vorjahresvierte Ben O'Connor (Ag2r Citroen) ist einer der bemitleidenswertesten Fahrer hier im Peloton. Seit seinem Sturz auf dem Kofpsteinfplaster am Mittwoch kämpft der Australier jeden Tag um den Anschluss ans Peloton. Heute ist er schon vom Start weg ganz hinten unterwegs und sitzt ständig an letzter Position - aber: Er ist zumindest noch im Rennen.

139 km - Zwischensprint: Philipsen nimmt Van Aert zwei Punkte ab

Fred Wright holt die 20 Punkte am Zwischensprint. Doch darum kämpfen musste der Londoner nicht. Das Ausreißertrio rollt einfach nur über die Linie: Wright vor Frison und Cattaneo.
Ganz anders im Hauptfeld: Dort belauern sich Wout Van Aert und Fabio Jakobsen sowie Jasper Philipsen lange und bekommen den Spurt dann von Christophe Laporte richtig angezogen. Philipsen holt Platz vier und somit 13 Punkte, Van Aert als Fünfter elf Zähler vor Laporte und Jakobsen. Van Aert hat jetzt 214 Punkte, Jakobsen 149, Pogacar 108 und Philipsen 102.

150 km - 3:20 Minuten für das Ausreißer-Trio

Cattaneo, Frison und Wright liegen inzwischen 3:20 Minuten vor dem Hauptfeld, in dem momentan Jumbo - Visma und BikeExchange - Jayco das Tempo bestimmen. Klar: Wout Van Aert (Jumbo - Visma) und Michael Matthews (BikeExchange - Jayco) sind bei einer Ankunft wie der heutigen in Lausanne die Top-Favoriten auf den Tageserfolg.

159 km - Vermaerke gibt auf

Kevin Vermaerke ist nach dem Massensturz nicht mehr aufs Rad gestiegen. Jetzt wird vermeldet, dass der 21-jährige US-Amerikaner die Tour aufgegeben hat. Die Ausreißer liegen derweil 2:55 Minuten vor dem Hauptfeld.

164 km - Glück für die Spitze

Durch die Aktion von UAE geht der Vorsprung der drei Ausreißer sofort von 20 Sekunden auf 1:20 Minuten hoch. Und damit steht mit Wright, Frison und Cattaneo wohl nun doch die Gruppe des Tages.

166 km - UAE bremst Peloton ein

Tadej Pogacar und sein Team sind wieder zurück im Hauptfeld und die komplette Mannschaft fährt sofort links am Straßenrand ganz nach vorne durch. Dann gestikuliert George Bennett und lässt das ganze Team nebeneinander fahren. Klares Signal: UAE bremst jetzt das Hauptfeld ein, um auf die anderen Gestürzten zu warten.

168 km - Viele Kapitäne im Konvoi

Nicht nur Pogacar, Sagan, Schachmann und Quintana sind prominente Namen, die durch den Sturz Boden verloren haben. Auch Groupama - FDJ mit David Gaudu sind hinten oder Geraint Thomas (Ineos Grenadiers), Romain Bardet (Team DSM) und mehr.

170 km - Peloton wartet nicht

Viel Zeit zum Warten hat man im Hauptfeld momentan nicht. Denn der Sturz kam, als mit Hochgeschwindigkeit hinter den drei Ausreißern hergejagt wurde. Das Rennen war voll im Gang und deshalb wird auch auf den Mann im Gelben Trikot nicht gewartet. Pogacar hat aber sein ganzes Team hinten bei sich im Fahrzeug-Konvoi und kommt trotzdem recht schnell zurück.

176 km - Massensturz mit dem Gelben!

Es kracht heftig mitten im Peloton! Ein DSM-Fahrer bremst, Taco van der Hoorn berührt ihn und kann sich gerade noch auf dem Rad halten, aber hinter ihm hängt sich Kevin Vermaerke (Team DSM) auf und kommt hart zu Fall. Nairo Quintana (Arkéa - Samsic) stürzt über den US-Amerikaner und dann fliegen massenweise Räder durch die Luft. Mit am Boden sind auch Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) und Max Schachmann (Bora - hansgrohe) sowie Peter Sagan (TotalEnergies).
Bis auf Vermaerke scheinen aber alle schnell weiterfahren zu können. Er wird an der Schulter untersucht.
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Gelb am Boden! Heftiger Massensturz mit Pogacar und Schachmann

Quelle: Eurosport

177 km - Trio hat 20 Sekunden

Mattia Cattaneo (Quick-Step Alpha Vinyl), Fred Wright (Bahrain Victorious) und Frederik Frison (Lotto Soudal) haben sich zu dritt vom Feld abgesetzt und 20 Sekunden Vorsprung herausgefahren. Das Tempo im Hauptfeld ist aber weiter sehr hoch. Das muss noch nicht die Gruppe des Tages sein.

13:20 Uhr - Start frei!

Die 8. Etappe hat begonnen und die Flagge ist gefallen. Natürlich geht es ausgangs von Dole direkt wieder in die Offensive. Magnus Cort Nielsen (EF Education - EasyPost) ist im Bergtrikot der Erste, der es versucht.

Tour-Liveticker: Zwei Fahrer positiv auf Corona

Die 109. Tour de France hat ihre ersten Coronafälle im Fahrerfeld. Der französische Radprofi Geoffrey Bouchard (AG2R-Citroen) und der Norweger Vegard Stake Laengen aus dem UAE-Team des Titelverteidigers Tadej Pogacar wurden vor dem Start der 8. Etappe von Dole nach Lausanne positiv auf COVID-19 getestet. Der 30 Jahre alte Bouchard und Stake Laengen (33) wurden umgehend von ihren Teams isoliert.

Tour de France - 8. Etappe ab 13:20 Uhr im Liveticker

Nach dem Start in Dänemark und dem Abstecher nach Belgien kommt die Tour de France 2022 nun heute am Samstag in die Schweiz. Vom Start in Dôle geht es durch den Jura, über vier Anstiege und an den Genfer See.
Wir sind hier vom Start an bis zur Zielankunft am "Stade Olympique" in Lausanne im Liveticker dabei!
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Tour de Fance 2022: Das Profil der 8. Etappe

Fotocredit: ASO

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Tour-de-France-Strecke: Der komplette Kurs mit allen 21 Etappen

Quelle: ASO

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