Tour de France: Lennard Kämna bei 7. Etappe auf letzten Metern abgefangen - Tadej Pogacar holt Bergankunft

Drama auf den letzten Metern der 7. Etappe bei der Tour de France: Lennard Kämna lag bis zur 24 Prozent steilen Rampe auf den letzten 100 Metern an der Super Planche des Belles Filles als Solist an der Spitze, musste dann aber zusehen, wie Tadej Pogacar im Gelben Trikot seinen zweiten Tagessieg feierte. Zweiter wurde zeitgleich Jonas Vingegaard vor Teamkollege Primoz Roglic (+0:12 Sekunden).

Dramatisches Finale: Kämna verliert Sieg auf den letzten Metern

Quelle: Eurosport

Kämna fuhr 14 Sekunden nach Pogacar als Vierter des Etappenklassements über den Zielstrich.
"Es ist super schade, aber ich kann mir nichts vorwerfen. Ich hätte keine Sekunde schneller fahren können", sagte der 25-Jährige.
"Ich bin meinen Rhythmus hochgefahren, bin nicht eingebrochen. Aber wenn es so steil wird, dann sind halt 10 Sekunden schnell zugefahren. Toll war das Gefühl auf dem Gravel nicht", beschrieb er das steile Finale auf der unasphaltierten Rampe.
"Ich hätte mir gewünscht, das Ziel wäre früher gewesen. Ich habe kaum den Funk verstanden, da die Zuschauer so laut waren am Straßenrand. Ich habe gemerkt, dass der Vorsprung ab einem bestimmten Moment deutlich kleiner wurde. Da wusste ich: Es wird eng!"
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Tour-Highlights, 7. Etappe: Kämna fehlen 100 Meter zur Krönung

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Tour de France: Pogacar baut Führung aus

Hinter dem Deutschen belegte zeitgleich Geraint Thomas (Ineos Grenadiers) den fünften Tagesrang vor David Gaudu (Groupama - FDJ / + 0:19) und Enric Mas (Movistar / + 0:21) sowie Romaind Bardet (Team DSM / + 0:21) und Adam Yates (Ineos Grenadiers / + 0:29).
In der Gesamtwertung führt Pogacar durch seinen erneuten Sieg jetzt mit 35 Sekunden Vorsprung auf Vingegaard und 1:10 Minuten vor Thomas sowie 1:18 Minuten vor dessen Teamkollege Yates.
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"Stoff für die Geschichtsbücher" - die Analyse des Kämna-Dramas

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"Es war sehr schwierig, vor allem am Ende als Jonas attackierte. Er war so stark, aber ich habe mir gesagt, dass meine Jungs den ganzen Tag für mich gearbeitet hatten und daher musste ich bis zur Ziellinie pushen. Meine Familie hat dort gewartet. Es ist ein spezieller Tag", sagte der Etappensieger im Gelben Trikot und erklärte auch, warum:
"Wir haben einen Hilfsfond für die Krebsvorsorge gegründet. Ich trage daher heute auch spezielle Schuhe. Und ich bin stolz darauf, dass ich diesen Sieg heute erzielt habe." Die Mutter von Pogacars Partnerin Urska Zigart war im Frühjahr an Krebs gestorben.
Doch auch sportlich sei es nach wie vor wichtig, betonte Pogacar, weitere Zeit auf seine Kontrahenten herauszuholen. "Jonas ist einer der stärksten Kletterer, wenn nicht der stärkste der Welt. Er fährt gut", lobte der Slowene seinen dänischen Herausforderer, der in der steilen Schlussrampe zuerst an Kämna vorbeigezogen war. "Ein bisschen Zeit zu gewinnen ist immer gut, aber im Radsport gibt es keinen Vorsprung, der genug ist.

Bora - hansgrohe gleich doppelt geschlagen

Einen sportlichen Tiefschlag musste das deutsche Team Bora - hansgrohe neben dem schmerzhaft knapp verpassten Tagessieg vor allem in der Gesamtwertung hinnehmen. Denn Kapitän Aleksandr Vlasov konnte im sieben Kilometer langen Schlussanstieg früh nicht mehr folgen und büßte 1:39 Minuten ein. Er ist 2:41 Minuten hinter Pogacar jetzt nur noch Gesamtzwölfter.
Nachdem es zu Rennbeginn lange gedauert hatte, bis die zunächst elf- und später zehnköpfige Spitzengruppe des Tages stand, saßen schließlich mit Kämna sowie seinem Teamkollege Max Schachmann und Simon Geschke (Cofidis) drei Deutsche in ihr.
Das Trio riss das Rennen in den Vogesen in der zweiten Rennhälfte dann an sich und war auch noch am Fuß des sieben Kilometer langen Schlussanstiegs unter den ersten Fünf. In der Anfahrt zum Berg sorgte Schachmann mit Tempoarbeit dafür, dass das Hauptfeld nicht zu nah kam, bevor dann zunächst Geschke und anschließend auch Kämna attackierten.
Fünf Kilometer vor Schluss war Kämna schließlich allein an der Spitze und hatte noch etwas mehr als eine Minute Vorsprung. Als er den geschotterten Schlusskilometer erreichte, war noch rund eine halbe Minute übrig.
Doch in den bis zu 24 Prozent steilen Rampen dieser letzten 200 Meter hatte er nichts mehr entgegenzusetzen, als hinter ihm Vingegaard attackierte.
Der Däne zog in der letzten Kurve an ihm vorbei und nur Pogacar konnte dem Dänen noch bis zum Zielstrich folgen, um ihn dort dann noch zu übertrumpfen.
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Peinlicher Fauxpas: Pogacar startet mit der falschen Sattelhöhe

Quelle: Eurosport

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