Tour de France: Jonas Vingegaard mit klaren Antworten zu Doping-Fragen - Sieger bezieht eindeutig Position
Die Doping-Frage stellt sich jedem Sieger der Tour de France unvermeidlich, besonders wenn man die schnellste Austragung der Geschichte mit seinem Team dominiert hat. Jonas Vingegaard hat jetzt eindeutig Position zu kritischen Vermutungen bezogen. Der Däne vom Jumbo-Rennstall zeigt dabei im Interview mit der französischen "L'Équipe" Verständnis für die Zweifel mancher Fans und Fachleute.
Siegerehrung: "Vingegaard"-Sprechchöre auf den Champs-Élysées
Quelle: Eurosport
Die Verdächtigungen "stören mich nicht", sagte Vingegaard, denn er wisse um die dunkle Vergangenheit des Radsports und wie dieser "noch vor 15 Jahren funktioniert habe. Da kann ich verstehen, dass man sich Fragen stellt."
Doch es habe einen Wandel gegeben: "Unser Sport hat sich verändert", betont der 25-Jährige und versichert: "Was meine Mannschaft angeht, lege ich die Hand für jeden meiner Teamkollegen ins Feuer. Wir sind zu 100% sauber."
Vingegaard erklärt seine Position im Anschluss ausführlich: "Ich bin 1996 geboren - in dem Jahr, in dem Bjarne Riis gewann. Ich weiß, dass Dänemark eine Dopinggeschichte hat, wie viele andere Länder übrigens auch - fast alle letztlich. Aber das ist nicht meine Geschichte."
"Ich weiß, was ich tue, was mein Team tut und deshalb habe ich komplettes Vertrauen in meine Mannschaftskameraden. Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass sie nicht betrügen", erläutert er.
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Quelle: Eurosport
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Für Vingegaard ist es eine Grundsatzfrage, den Radsport sauber zu betreiben, betont er: "Als ich begonnen habe, darüber nachzudenken, Radprofi zu werden, war die Bedingung dazu, nichts Verbotenes zu tun. Wenn die Voraussetzung gewesen wäre, irgendwas zu nehmen, um Profi sein zu können - dann hätte ich es nicht getan und wäre es nicht geworden. Ich hätte in diesem Fall lieber etwas anderes gemacht, einen anderen Beruf."
Abschließend verweist er mit Blick auf die kollektive Dominanz der Jumbo-Mannschaft auf die individuelle Klasse des Tour-Aufgebots: "Man muss sich nur mal anschauen, wer in unserem Team ist: Es gibt keine andere Mannschaft, die auf dem Papier so stark ist wie diese acht Fahrer." Sechs Etappensiege und der Gewinn von vier Sonderwertungen lassen zumindest in den abschließenden Gesamtklassements der Tour keine Frage daran, welcher Rennstall diese drei Wochen beherrscht hat.
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