Tour de France 2023: Deutsche Starter in der Übersicht - Geschke, Politt, Degenkolb, Buchmann in Frankreich dabei
Die deutschen Starter bei der Tour de France 2023 in der Übersicht: Simon Geschke, Nils Politt, John Degenkolb und Emanuel Buchmann führen das kleine, aber starke Aufgebot bei der 110. Frankreich-Rundfahrt an. Hingegen fehlen mit Lennard Kämna, Pascal Ackermann oder Maximilian Schachmann einige der besten deutschen Profis bei der am 1. Juli startenden dreiwöchigen Jagd auf Etappensiege.
Eine Attacke wie aus dem Lehrbuch: Politts Finale in Nimes
Quelle: Eurosport
Nikias Arndt wird mit seiner Erfahrung aus über einem Jahrzehnt als Profi bei Bahrain eine zentrale Rolle im Teamgefüge einnehmen. Der 31-Jährige ist zum fünften Mal bei der Tour und zum 13. Mal bei einer dreiwöchigen Rundfahrt dabei - bei Giro und Vuelta gewann er jeweils schon eine Etappe, bei der Tour war er als Zweiter schon ganz nah dran - und noch immer ist der Routinier sprintschnell und gerade aus Spitzengruppen heraus gefährlich. Zuletzt musste Arndt aber den furchtbaren Schock des Todes seines Teamkollegen Gino Mäder bei der Tour de Suisse verkraften, die sie gemeinsam bestritten.
Phil Bauhaus kommt mit 28 Jahren zu seiner Tour-Premiere für das Team Bahrain, Lohn für seine konstanten Leistungen in den Sprints dieser Saison. Siege bei WorldTour-Rennen wie Dauphiné, Tirreno-Adriatico und Polen-Rundfahrt haben in den vergangenen Jahren seine Klasse gezeigt, nun kann er sich auf der größten Bühne bewähren. Den Giro d'Italia und die Vuelta a Espana hat er schon in Angriff genommen, der Start zur Frankreich-Rundfahrt rundet seine Bilanz ab. In Italien fehlte im Vorjahr nur wenig zu einem Etappensieg, allerdings ist die Konkurrenz bei der "grande boucle" nochmals größer.
Emanuel Buchmann bestreitet für Bora-hansgrohe seine bereits siebte Tour de France - und dies wie 2015 im deutschen Meistertrikot. Nachdem er im Vorjahr dem Giro d'Italia (7. der Gesamtwertung) den Vorzug gab, wird er als Edelhelfer für den australischen Giro-Sieger 2022, Jai Hindley, ins Rennen gehen. Eigene Ambitionen aufs Klassement hat der Tour-Vierte von 2019 dabei diesmal nicht. Der 30-jährige Kletterspezialist zeigte bei der Tour-Generalprobe als 19. der Dauphiné rechtzeitig aufsteigende Tendenz, aber auch noch Luft zur absoluten Topform.
John Degenkolb ist mit 34 Jahren und seiner neunten Tour-Teilnahme der erfahrenste Deutsche im Starterfeld. Beim Team DSM wird er mit seiner Erfahrung das Aufgebot um Sprinter Sam Welsford (Australien) und Bergspezialist Romain Bardet (Frankreich) als "Capitaine de Route" führen. Der Etappensieger des prestigeträchtigen Teilstücks nach hat in dieser Saison ein Podium bei jenem Kopfsteinpflaster-Klassiker, den er , nur durch Pech bei einem unverschuldeten Sturz verpasst.
Nils Politt kommt als neuer Deutscher Zeitfahrmeister zur Tour, auch wenn die Zeitfahretappe in den Alpen kein für ihn ideales Profil aufweist. Aber dem 29-Jährigen bieten sich auf anderen Tagesabschnitten Chancen auf einen Ausreißersieg wie bei der Tour 2021 in Nîmes. Daneben wird der tempoharter Rheinländer bei seiner siebten Tour einmal mehr wichtige Rollen als Teamplayer bei Bora übernehmen.
Georg Zimmermann startet für den Intermarché-Rennstall mit 25-Jahren bereits in seine dritte Tour de France. Dabei wird er als vielseitiger Helfer für seine afrikanischen Kapitäne Biniam Girmay und Louis Meintjes gefragt sein, doch der Augsburger kann auch auf eigene Chancen hoffen. Dass er auf schwerem Terrain glänzen kann, bewies er erst im Juni bei der Dauphiné mit seinem Etappensieg bei der Bergankunft auf der 6. Etappe.
Simon Geschke, der bei der Tour de France 2022 die Fans mit seinem packenden Kampf ums Bergtrikot begeisterte, ist von seinem französischen Cofidis-Rennstall ebenso offiziell nominiert worden. Der 37-Jährige wird als als Edelhelfer von Gesamtwertungs-Kapitän Guillaume Martin im Einsatz sein, ein neuerlicher Angriff auf das Bergtrikot dürfte damit schwierig werden (im Vorjahr stieg Martin vorzeitig aus und eröffnete Geschke damit unerwartete Freiheiten). Bei seiner 11. Tour könnte Geschke aber auf einzelnen Etappen freie Fahrt bekommen - und dann wäre ein Coup wie 2015 möglich.
Tour de France: Kämna nicht am Start
Nicht am Start bei der Tour de France 2023 sind hingegen aus deutscher Sicht u.a. Lennard Kämna, der nach seiner Premiere als Kapitän Giro d'Italia diesmal nicht das Double in Angriff nimmt, Maximilian Schachmann, für den der Start zu früh käme und Pascal Ackermann - für den Sprinter und Giro-Etappensieger ist in der Helferriege um Tour-Mitfavorit Tadej Pogacar bei UAE kein Platz.
Die Teampräsentation des Tour-Starterfeldes findet am Donnerstag, den 29. Juni, statt (Livestream bei discovery+). Über etwaige kurzfristige Änderungen halten wir Euch hier natürlich auf dem Laufenden.
Das könnte Dich auch interessieren: Tour-Startliste: Teams und Fahrer kompakt - Froome nicht nominiert
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/10/27/3479786-70942888-2560-1440.jpg)
Tour-Strecke: Der Kurs mit allen 21 Etappen von Bilbao nach Paris
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-501de6cc-5a93-472f-ba7e-2a32bf0eb94e-68-310-310.jpeg)