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Tour de France 2023: Emanuel Buchmann peilt erfolgreiches Comeback in Frankreich an - Deutscher träumt vom Podium
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Publiziert 14/12/2022 um 14:41 GMT+1 Uhr
Emanuel Buchmann kehrt 2023 zur Tour de France zurück. Das Team Bora-hansgrohe plant fest mit dem besten deutschen Rundfahrer - seinen Anspruch auf die Kapitänsrolle hat er jedoch verloren. Drei Jahre voller Pleiten, Pech und Pannen haben Buchmanns Karriereplan zurückgeworfen. Trotz der Helferrolle gibt er seinen lang ersehnten Traum von Podium bei der Rundfahrt nicht auf.
Emanuel Buchmann
Fotocredit: Getty Images
Der legendäre Col du Tourmalet in den Pyrenäen, der mächtige Vulkan Puy de Dome im Zentralmassiv, das feierliche Finale in Paris - die Tage bis zu den Höhepunkten der nächsten Tour de France zählt Emanuel Buchmann schon jetzt. "Ich bin voll motiviert. Die Tour ist das größte Radrennen, da will man am Start stehen", sagte der deutsche Radprofi.
Knapp 200 Tage sind es bis zum Beginn der 110. Ausgabe der Großen Schleife. Beim Grand Depart im Baskenland wird auch Buchmann nach einem Jahr Pause wieder dabei sein. Das Team Bora-hansgrohe plant fest mit dem besten deutschen Rundfahrer - seinen Anspruch auf die Kapitänsrolle hat er jedoch verloren.
Drei Jahre voller Pleiten, Pech und Pannen haben Buchmanns Karriereplan zurückgeworfen. "Es lief wenig zusammen", sagte Buchmann. Stürze und Krankheiten bremsten den hochbegabten Kletterer in den entscheidenden Momenten aus. Rückschlag reihte sich an Rückschlag. An den Erfolg des vierten Platzes bei der Tour 2019 konnte er nie anknüpfen. "Es war ein bisschen zum Verzweifeln", sagte Buchmann.
2023 soll alles anders werden. "Das nächste Jahr wird ein wichtiges für mich", sagte Buchmann. Eine sorgenfreie Saison wünscht sich der 30-Jährige. Eine, in der er in Top-Form in Frankreich am Start steht. "Wenn ich sehe, dass ich bei den Besten dabei bin, wäre das einfach mal wieder ein schönes Gefühl", so Buchmann. Was dabei am Ende herauskommt? "Das muss man schauen."
Buchmann als Edelhelfer für Hindley vorgesehen
Eine Top-10-Platzierung? Ein Etappensieg? Möglich ist beides. Bei Bora ist Buchmann als Co-Kapitän zunächst allerdings als Edelhelfer für den Australier Jai Hindley eingeplant. Der Giro-Champion soll für das beste deutsche Team nach dem Tour-Podest greifen. Schon bei der Italien-Rundfahrt harmonierte das Duo bestens. Hindley gewann, Buchmann wurde trotz fehlender Bestform Siebter.
Für Buchmann sei die unterstützende Rolle grundsätzlich kein Problem - und laut Sportdirektor Rolf Aldag eher ein Vorteil. "Er wird ganz bestimmt seine Chancen bekommen. Wir glauben weiter an ihn", betonte Aldag.
Die Tour ist voller Unwägbarkeiten. Darin liegt Buchmanns Chance. Formschwäche, Krankheiten, Stürze oder Defekte können Träume platzen lassen - die neuen Stars wie Tadej Pogacar oder Tour-Champion Jonas Vingegaard sind davon nicht ausgenommen. Das Duo scheint unbezwingbar, "aber die müssen auch erstmal durchkommen", sagte Buchmann. Kaum einer weiß das besser als er.
Rund sieben Monate sind es bis zum Finale auf den Champs-Elysees. Auf dem Weg dorthin hält Buchmann an seinem Traum fest: "Es gibt ja auch ein paar Leute, die mit über 30 das erste Mal bei der Tour auf dem Podium gestanden haben. Da wäre ich nicht der erste und einzige."
Beispiele in der jüngeren Vergangenheit finden sich genug. Die Briten Bradley Wiggins (2012) und Geraint Thomas (2018) wurden mit 32 sogar erstmals Tour-Sieger.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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