Eurosport
Tour de France: Jasper Philipsen wehrt sich gegen Sprintzug-Kritik - Schuld an Sturz von Fabio Jakobsen abgewiesen
Von
Publiziert 05/07/2023 um 10:42 GMT+2 Uhr
Die Sprint-Finals der dritten und vierten Etappe der Tour de France sorgten im Peloton für viel Gesprächsstoff. Der zweimalige Tagessieger Jasper Philipsen und sein Sprintzug von Alpecin-Deceuninck wurden für ihr Vorgehen auf den letzten Metern der beiden Etappen kritisiert. Philipsen will von einer etwaigen Schuld am Sturz von Fabio Jakobsen nichts wissen - und verweist auf die Härte des Sports.
Chaos auf der Rennstrecke: Philipsen triumphiert in hektischem Finale
Quelle: Eurosport
Will man in keine gefährliche Situation kommen, sollte man sich nicht mit Jasper Philipsen und Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck) anlegen.
Nach Wout Van Aert (Jumbo-Visma) bekamen auf der 4. Etappe dieses Mal Fabio Jakobsen (Soudal-Quick-Step) und Biniam Girmay (Intermarché-Circus-Wanty) zu spüren, was passiert, wenn man dem Alpecin-Sprintzug zu nah kommt.
"Der Sturz von Jakobsen war das Resultat eines Duells zwischen ihm und Philipsen. Ein Duell wo es darum ging: Du oder Ich! Und dann hat es halt Jakobsen erwischt", analysierte der Sportdirektor von Bora-hansgrohe, Rolf Aldag, gegenüber "Radsport-News.com".
Später noch wurde Mathieu van der Poel auf den letzten Platz seiner Gruppe relegiert, nachdem er Girmay zur Seite geschubst hatte, um im Finale Platz für seinen Sprinter zu schaffen. Philipsens Aktion vom Vortag, als die Jury mehrere Minuten beraten musste, ob der Belgier überhaupt den Sieg zugesprochen bekommen sollte, nachdem er Van Aert in Richtung der Gitter drängte, passt ins Bild.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/07/04/3738107-76052073-2560-1440.jpg)
Analyse zum Sprint von Nogaro: "Chapeau, Alpecin - Deceuninck!"
Quelle: Eurosport
Philipsen weist Schuld von sich
"Stürze können passieren", meinte Philipsen dann in der Pressekonferenz trocken und erklärte zuerst: "Fabio hat eine Lücke gesucht. Er war eingezwängt und dann waren auch ein paar Ellbogen involviert. Er kam zu Sturz. Das ist blöd, aber du musst dich auch selbst beschützen."
Auf eine genauere Nachfrage, ob es nicht eventuell sein Ellbogen gewesen sein könnte, wollte er nicht zu sehr eingehen. Jakobsens Landsmann Danny van Poppel, direkt am Hinterrad des Europameisters, behauptete dies zumindest gegenüber dem niederländischen Fernsehen.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/07/05/3738325-76056428-2560-1440.jpg)
Stürze, Hektik, Sprintsieg: Onboard im Finale auf der Rennstrecke
Quelle: Eurosport
"Es ist ein gefährlicher Sport, aber man will niemanden zu Sturz bringen. Auch ich will einen fairen Sprint", sagte Philipsen. An dessen letzten Satz schien sich sein Anfahrer aber nicht so zu halten, als er Girmay zur Seite stieß.
Sportlich hätten es sowohl Philipsen als auch van der Poel nicht nötig, sich solcher Mitteln zu bedienen. Beim Gedanken an das Duo, welches in diesem Jahr bei Paris-Roubaix die Plätze eins und zwei belegte, rückt auch unweigerlich der Sturz von John Degenkolb (DSM-Firmenich) wieder ins Gedächtnis, der dort nach einem Zusammenstoß mit ihnen zu Fall kam.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/04/09/3681592-74921773-2560-1440.jpg)
"Das darf doch nicht wahr sein!" Degenkolb stürzt an der Spitze
Quelle: Eurosport
Das könnte Dich auch interessieren: Bauhaus nach wildem Sprintfinale bestraft - Aus für zwei Fahrer
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/07/04/3738053-76050988-2560-1440.jpg)
Voigt sicher: "Werden van der Poel noch in Spitzengruppe sehen"
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung