Tour de France: Tadej Pogacar ratlos nach Klatsche im Zeitfahren gegen Jonas Vingegaard - Slowene hofft jetzt auf Regen

Tadej Pogacar wollte auf der 16. Etappe im einzigen Zeitfahren der Tour de France Jonas Vingegaard das Gelbe Trikot entreißen - daraus wurde aber nichts. Statt die zehn Sekunden auf den führenden Dänen aufzuholen, verlor der Slowene weitere 1:38 Minuten und damit vielleicht schon die Tour. Auch ein Radwechsel am Fuße des Berges brachte nichts. Entsprechend ratlos wirkte Pogacar im Ziel.

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Quelle: Eurosport

Völlig entkräftet, mit tiefen Augenringen und leerem Blick rollte Tadej Pogacar in Combloux über den Zielstrich des 22,4 Kilometer langen Einzelzeitfahrens der Tour de France. Dass er gegen Jonas Vingegaard eine herbe Pleite erleben würde, war da schon klar.
Dass es 1:38 Minuten Zeitverlust sein würden, stand wenig später fest: Vingegaard hätte ihn beinahe eingeholt. "Ich hätte heute nicht mehr machen können", gab Pogacar in der Mixed Zone zu, wo er sich als Träger des Weißen Trikots selbst nach diesem schlechten Tag den Medien stellen musste.
Etwas ratlos hatte er Minuten zuvor gewirkt, als er hinter der Bühne saß und sich mit seiner Verlobten Urska Zigart unterhielt. Immerhin: Sie brachte ihn schon wieder etwas zum Lachen.
"Ich habe alles gegeben heute, vielleicht war es nur nicht mein bester Tag", grübelte Pogacar vor den Kameras anschließend weiter.

Tour de France: Pogacar wirkt ratlos

"Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich im zweiten Teil nicht gut gefühlt. Trotzdem bin ich recht solide gefahren und dachte, dass es okay ist. Zuerst habe ich die Zeit von Wout van Aert gehabt und war wirklich happy, an der ersten Zwischenzeit 20 Sekunden vor ihm zu sein. Aber dann habe ich gegen Jonas viel verloren. Das war ein bisschen ein Schock."
Vor allem die schiere Größe seines Rückstandes auf den Dänen setzte Pogacar offensichtlich zu. Bei 1:38 Minuten Zeitverlust war auch die Diskussion ob des Vor- oder Nachteils durch einen Radwechsel von der Zeitfahrmaschine aufs Bergrad am Fuß der Steigung von Combloux hinfällig.
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Quelle: Eurosport

"Zu wechseln war für mich besser, weil ich auf dem Straßenrad besser draufsitze. Aber das hat auch nur ein paar Sekunden ausgemacht und keine große Rolle gespielt", meinte Pogacar und blickte aufs große Ganze, die 1:48 Minuten Rückstand in der Gesamtwertung.

Pogacar hofft auf Marie-Blanque-Effekt

"Ich habe natürlich auf weniger gehofft – eigentlich habe ich sogar gehofft, heute Gelb zu tragen", gestand er und versuchte dann den Schalter aufs positive Vorausblicken umzulegen:
"Ich hoffe, dass es wie nach der Marie Blanque-Etappe in der ersten Woche ist. Dann habe ich morgen wieder gute Beine", grinste Pogacar in Erinnerung an die beiden Tage in den Pyrenäen, als er am Marie Blanque erst chancenlos gegen Vingegaard war, dem Dänen tagsdrauf in Cauterets-Cambasque aber wegfuhr und 28 Sekunden zurückgewann.
"Es ist definitiv noch nicht vorbei, besonders wenn es morgen regnet. Dann kann ich versprechen, dass es interessant wird. Es kommen noch zwei sehr harte Etappen, ich denke die beiden härtesten dieser Tour. Also kann noch alles passieren. Jeder kann einen schlechten Tag haben. Es ist nicht einfach, zwei Minuten oder etwas weniger aufzuholen. Aber wir werden es versuchen", sagte Pogacar.
Auch sein Teamchef José Antonio "Matxin" Fernandez versprach am Eurosport-Mikrofon den Gegenangriff: "Es gibt noch Chancen bis Paris und das ist auch die DNA unseres Teams. Wir werden sicher noch was probieren."
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Quelle: Eurosport

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