Tour de France: Jonas Vingagaard bietet Tadej Pogacar auf erster Alpenetappe Paroli - Sekundenfight der Stars

Der Sekundenfight der Stars um den Sieg bei der Tour de France ging auf der 14. Etappe am Samstag weiter: Jonas Vingegaard bot Tadej Pogacar beim Ritt über fünf Bergwertungen in den Alpen Paroli. Die Attacke des Slowenen am letzten Anstieg konnte der Däne mit etwas Verzögerung kontern und damit sein Gelbes Trikot verteidigen. Den Etappensieg holte sich der Spanier Carlos Rodriguez vom Team Ineos.

Highlights: Attacken-Festival zwischen Pogacar und Vingegaard in den Alpen

Quelle: Eurosport

Am extrem schweren letzten Anstieg der 152 Kilometer, dem gefürchteten Col de Joux Plane (HC) attackierte Pogacar 3,7 Kilometer vor dem Gipfel und riss eine Lücke zum Tour-Titelverteidiger. Doch Vinegaard ließ sich nicht wirklich abschütteln und schloss nach zwei Kilometern "Tauziehen" wieder zu seinem Herausforderer auf.
Im Kampf um die Bonussekunden an der Bergwertung wurde ein erster Antritt Pogacars von einem unachtsamen Motorrad ausgebremst - und Vingegaard schlug auf 1691 Metern Höhe den Rivalen mit dessen eigenen Waffen und sicherte sich dort im Sprint die acht Bonussekunden, Pogacar blieben fünf Sekunden Bonifikation.
"Ich wollte noch ein letztes Mal vor dem Pass attackieren. Ich habe alles reingelegt, dann bewegten sich die Motorräder nicht. Ich habe da eine Patrone verschwendet. Aber es ist, wie es ist. Wir werden es wieder versuchen", so Pogacar.
In der gefährlichen Abfahrt hinunter ins Tagesziel gingen die Stars kein Risiko ein, wodurch Rodriguez aufschließen, sich absetzen und dem Solo-Sieg entgegenfahren konnte.
Im Sprint um die Plätze und Zeitgutschriften hinter ihm lag diesmal Pogacar vor Vinegaard. Damit wuchs der Abstand zwischen den beiden in der Endabrechnung des Tages um eine Sekunde auf zehn Sekunden an.
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Ausgebremst! Motorrad kommt Pogacar bei Angriff in die Quere

Quelle: Eurosport

Kampf um Tour-Podium wird zum Krimi

Rodriguez sorgte nicht nur für den zweiten Etappensieg für Ineos in Serie, sondern kletterte auch auf den dritten Rang der Gesamtwertung. Mit 4:43 Minuten Abstand zum Gelben Trikot liegt er nun eine Sekunde vor Bora-Kapitän Jai Hindley, der 1:46 Minute hinter dem Tagessieger Sechster wurde - trotz eines Sturzes (s.u.) zum Etappenstart.
"Nach dem Sturz hatte ich Schmerzen. Ich denke nicht, dass es was Ernstes ist, eher muskulär. Aber es war schmerzhaft, besonders wenn ich aus dem Sattel ging, also alles andere als optimal. Aber was will man machen, das gehört halt dazu. Unter diesen Umständen bin ich mit dem Tag eigentlich ganz zufrieden", resümierte er.
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Weil sich die Giganten belauern: Rodríguez nutzt Chance zum Etappensieg

Quelle: Eurosport

Hindleys deutscher Teamkollege Emanuel Buchmann wurde 13. (+9:14) im Tagesklasemment und liegt in der Gesamtwertung jetzt auf Platz 13 (+21:21).
Der dritte Platz auf dem Tour-Podium wird ähnlich umkämpft sein wie das Gelbe Trikot - hinter Rodriguez und Hindley hat auch Adam Yates (+5:20) das Podest noch im Visier, dahinter klafft bereits eine größere Lücke. Der Österreicher Felix Gall verbesserte sich um fünf Plätze auf den neunten Rang und sprach im Ziel am Eurosport-Mikrofon davon, er habe "solche Schmerzen gehabt" und sei nur noch froh gewesen, "bei Hindley am Hinterrad bleiben zu können".
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Attacke auf Gelb! Pogacar greift am Col de Joux Plane an

Quelle: Eurosport

Jumbo lässt Ausreißern keine Chance

Team Jumbo-Visma hatte zuvor der Etappe bis weit in den letzten Anstieg hinein den Stempel aufgedrückt: Mit voller Mannschaftsstärke kontrollierte die Mannschaft die Fahrt über die ersten vier Anstiege der Etappe - selbst eine große und stark besetzte Ausreißergruppe konnte sich nie wirklich absetzen.
Mit Nils Politt und Simon Geschke waren dort auch zwei Deutsche vertreten, aber gegen den Zug des niederländischen Rennstalls hatten die Angreifer keine Chance.
Der Italiener Giulio Ciccone sammelte zumindest an den ersten Bergwertungen und dem Zwischensprint Punkte und Preisgelder, mehr aber war nicht zu holen. Vingegaard übernahm durch seinen Sieg am Joux Plane das Bergtrikot vom punktglleichen Neilson Powless,

Massensturz sorgt für Neutralisation

Überschattet wurde die Etappe von schweren Stürzen: Ein Massensturz von rund 25 Fahrern nach wenigen Kilometern sorgte dafür, dass das Rennen sogar lange neutralisiert wurde - denn alles medizinische Personal war durch die Versorgung der betroffenen Fahrer gebunden.
Drei Fahrer mussten die Etappe wegen dieses Crashes aufgeben, darunter von den Spitzenfahrern Louis Meintjes aus Südafrika, der 13. im Klassement.
Viele andere nahmen die Etappe mit zerfetzter Rennkleidung und großen Verbänden wieder auf. Der Australier Hindley war auch betroffen, kam aber glimpflich davon.
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Massensturz erzwingt Neutralisierung: Chaos kurz nach Start

Quelle: Eurosport

Tour-Aus für Bardet nach Crash

Kurz darauf folgte der nächste Sturz, der u.a. das Aus für Frankreichs Hoffnungsträger Romain Bardet brachte. Er hatte am Start noch auf Platz 12 der Gesamtwertung gelegen, doch eine Gehirnerschütterung ließ eine Weiterfahrt nicht zu.
Insgesamt mussten sieben Fahrer die 110. Tour de France auf der 14. Etappe verlassen.
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Aus für Bardet: Sturz wirft Frankreichs Star aus dem Rennen

Quelle: Eurosport

Am Sonntag geht es mit der nächsten Alpenetappe weiter, diesmal sogar mit einer Bergannkunft, bevor am Montag der zweite Ruhetag der Rundfahrt ansteht.
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Stage 15 profile and route map: Les Gets les portes du soleil - Saint-Gervais Mont-Blanc

Quelle: Eurosport

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