Tour de France: Sprinter Phil Bauhaus muss auf Königsetappe seine erste Frankreich-Rundfahrt aufgeben

Phil Bauhaus wird bei seiner ersten Tour de France das Finale auf den Champs Elysees in Paris am kommenden Sonntag verpassen. Der 29 Jahre alte Sprinter vom Team Bahrain Victorious stieg am Mittwoch auf der 17. Etappe nach Courchevel aus dem Rennen aus. Er verließ das Rennen am zweiten schweren Anstieg der Königsetappe, dem Cormet de Roselend in den Alpen.

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Quelle: Eurosport

Phil Bauhaus trat ein letztes Mal in die Pedale, dann rollte der deutsche Radprofi langsam aus und stieg völlig entkräftet vom Rad.
Müde und gezeichnet von den Strapazen der Tour de France entschied sich Bauhaus auf der Königsetappe am Mittwoch nach Courchevel schweren Herzens zur Aufgabe.
Der Traum von Paris - geplatzt. Das große Sprintfinale auf den Champs Elysees am kommenden Sonntag findet ohne den Deutschen statt.
"Die Beine werden nicht besser. Als Sprinter leidet man mehr", hatte Bauhaus zuletzt gesagt. In den Alpen wurden die Beine zu schwer. Er verließ das Rennen am zweiten schweren Anstieg des Tages, dem Cormet de Roselend, nach rund 60 Kilometern.

Bauhaus überzeugte mit Leistung

Als prägende Momente seiner ersten Frankreich-Rundfahrt werden ihm aber andere Erinnerungen im Gedächtnis bleiben.
Hinter Bauhaus liegen seit dem Grand Depart im spanischen Bilbao zweieinhalb turbulente Wochen, in denen er sich auf der großen Bühne des Radsports einen Namen gemacht hat.
Sportlich überzeugte Bauhaus. Dreimal landete er in den Massensprints unter den Top 3. Einmal reichte es zum zweiten Platz.
Ohne den alles überragenden vierfachen Etappensieger Jasper Philipsen aus Belgien hätte Bauhaus vermutlich selbst jubeln dürfen. Der gebürtige Bocholter bewies taktische Reife, kaum ein anderer Fahrer positionierte sich bei den Massenankünften besser.

Arndt: "Er ist im Kreis der Weltbesten angekommen"

Für Wirbel hatte der Profi vom Team Bahrain Victorious in der ersten Woche auch abseits der Etappen gesorgt.
Zwischenzeitlich verweigerte Bauhaus den Mitarbeitern der "ARD" Interviews. Grund war ein Beitrag der ARD-Dopingredaktion zum Tour-Start, in dem unter anderen das Bauhaus-Team kritisch beleuchtet worden war.
Bauhaus fühlte sich in die Doping-Ecke gedrängt, ein klärendes Gespräch glättete die Wogen.
Aufmunternde Worte dürfte Bauhaus nach seinem Ausstieg von Kumpel und Teamkollegen Nikias Arndt erhalten. "Phil", hatte dieser nach den ersten starken Auftritten von Bauhaus gesagt, "ist im Kreis der Weltbesten angekommen." Daran ändert auch seine Aufgabe in den Alpen nichts.
(SID)
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Quelle: Eurosport

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