Tour de France: Tadej Pogacars Verlobte enthüllt Aufgabe-Wunsch des Slowenen - "Er wollte in Pyrenäen einfach nur heim"
Tadej Pogacar hätte die Tour de France fast in der ersten Rennwoche in den Pyrenäen schon verlassen - das hat seine Verlobte jetzt enthüllt. Im Gespräch mit der niederländischen NOS gestand Urska Zigart, dass der Mitfavorit nach der 5. Etappe mit dem Gedanken gespielt hatte, aus der 110. Frankreich-Rundfahrt auszusteigen. "Er sagte: Ich will einfach nur heim", so die 26-Jährige.
szenen"Ich bin am Ende": Dramatische Szenen um Pogacar
Quelle: Eurosport
Der Grund für Pogacars plötzlichen Plan war der Crash von Zigart, die an jenem Tag beim Giro d'Italia der Frauen gestürzt war und das Rennen hatte aufgeben müssen.
Die Slowenin ist selbst Radprofi im Team Jayco AlUla und hatte auf der 6. Etappe der Rundfahrt in Italien einen schweren Sturz, bei dem sie sich eine Gehirnerschütterung zuzog und auch die Deutsche Antonia Niedermaier aus dem Rennen riss. Pogacar, der von dieser Nachricht nach der 5. Tour-Etappe der Tour de France überrascht wurde, habe spontan den Wunsch ausgesprochen, nach Hause und an ihre Seite zurückzukehren.
Für den zweifachen Toursieger war sein erster Auftritt in den Pyrenäen am selben Tag enttäuschend verlaufen, über eine Minute hatte er auf Jonas Vingegaard am ersten Duell im Hochgebirge verloren.
Aufgeben kam aber für Zigart nicht in Frage, sie rückte ihrem langjährigen Partner den Kopf zurecht: "Du gehst nicht nach Hause - das ist die Tour!", habe sie ihm am Telefon gesagt. Pogacar erklärte im Interview kurz darauf, dass der Sturz "eine traurige Nachricht, viel trauriger als ein Zeitverlust von 50 Sekunden oder einer Minute" sei.
Pogacar zeigte nach dem Schreckmoment am folgende Tour-Tag eine Trotzreaktion: Er gewann die Bergankunft in den Pyrenäen in Cauterets-Cambasque als Solist und holte 24 Sekunden auf Vingegaard heraus. Damit war das Sekunden-Duell um das Gelbe Trikot wieder eröffnet - bis das Zeitfahren und die Königsetappe in den Alpen das Rennen für den Titelverteidiger vom Jumbo-Team entschieden.
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Tour de France : stage 06 Tadej Pogacar Attack
Quelle: Eurosport
Sturzfolgen behindern Pogacar noch immer
Zigart berichtete im Gespräch mit NOS auch, dass Pogacar von seiner Sturzverletzung vom Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich im April noch immer behindert werde. Dort hatte sich der Slowene einen Handbruch zugezogen, der seine Tour-Vorbereitung beeinflusste und ihn weiter einschränkt. "Das ist in den Medien kein Thema mehr, aber er hat noch etwas Schmerzen und spürt es die ganze Zeit. Seine Bewegungsfreiheit ist wieder so, dass er sprinten kann", doch seine Flexibilität im Handgelenk sei noch nicht wieder auf dem Niveau der gesunden Hand.
Für sie sei deshalb am Wichtigsten, dass Pogacar "gesund nach hause komme" - auch wenn sie nicht besonders Angst habe. "Ich will nur nicht, dass er in den Abfahrten etwas riskiert - die normalen Sorgen, die man hat, wenn der Liebste mit 100 kmm/h unterwegs ist"
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Vingegaard calls Pogacar 'best bike rider in the world' despite Tour collapse
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