Tour de France: Taktik von Tadej Pogacars Team UAE bei 13. Etappe in der Kritik - "Das war's nicht wert"

Die Taktik von Tadej Pogacars Team auf der 13. Etappe der Tour de France warf bei Fans wie Fachleuten Fragen auf. Der enorme Einsatz wurde mit minimalem Zeitgewinn belohnt, acht Sekunden seines Rückstandes machte der Slowene gegenüber Jonas Vinegaard im Gelben Trikot gut. Zu wenig angesichts des Aufwands, den die sieben Helfer Pogacars dafür betreiben mussten, so Eurosport-Experte Bernie Eisel.

"Einsatz von UAE war zu hoch": Experte Eisel analysiert 13. Etappe

Quelle: Eurosport

"Das war's nicht wert", fasste es der Österreicher im Velo Club nach der Bergankunft am Grand Colombier zusammen. Es sei zwar ein "Nadelstich" im auch psychologischen Duell Pogacars mit Vingegaard gewesen, doch der "erhoffte Etappensieg" sprang am Ende nicht heraus. Gleichzeitig wurde der Abstand zum maillot jaune nur um acht Sekunden verringert (vier Sekunden Zeitgutschrift für den dritten Etappenplatz verdoppelten die Lücke, die der Slowene auf den letzten Metern ersprinten konnte).
Im extrem engen Duell um den Toursieg kann selbstverständlich am Ende jede Sekunde zählen und Pogacars Seite kann darauf verweisen, dass die Differenz in der Gesamtwertung fast halbiert wurde. Das Verhältnis von Aufwand und Ertrag stimmte dabei aber für Eisel nicht. "Ich weiß nicht, warum sie so viel investiert haben. Die ganze UAE-Mannschaft wird für die geleistete Arbeit bezahlen", warnt er mit Blick auf die anstehenden beiden schweren Alpenetappen am Wochenende. Sein Fazit: "Der Einsatz war zu viel für das, was sie herausgeholt haben."
Die Etappe am französischen Nationalfeiertag habe Pogacar besser gelegen als Vinegaard, das sei allen Beteiligten bewusst gewesen, erinnerte Eisel. Seine Chance am unrhythmischen HC-Anstieg bis auf 1.501 Meter Höhe habe der Herausforderer genutzt, während Jumbo eher auf die Alpenpässe am Samstag und Sonntag setze, wo mehrere schwere Steigungen pro Tag auf die Fahrer warten.
Für Eisel, der als Profi bei Team Sky an drei Tour-Gesamtsiegen beteiligt war, müssen schon am Samstag bei der letzten Bergwertung der 14. Etappe, dem gefürchteten Col de Joux Plane, "bei allen die Karten auf den Tisch". Eine Atempause im epischen Fight um den Triumph bei der 110. Tour wird es weiter nicht geben, weder für die Stars noch für ihre Helfergarden.
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Quelle: Eurosport

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