Tour de France 2024 - Katastrophen-Start für letztjährigen Sprint-König Jasper Philipsen: "Koche innerlich"

Vier Etappensiege und das Grüne Trikot: Für Jasper Philipsen hätte die Tour de France im vergangenen Jahr kaum besser laufen können. Auch diesmal gilt der 26-Jährige vom Team Alpecin-Deceuninck als der Mann, den es in den Massensprints zu schlagen gilt. Doch ein Sturz machte dem Belgier auf der dritten Etappe einen Strich durch die Rechnung - und kostete ihm wichtige Punkte im Kampf um Grün.

Massensturz im Finale: Philipsen crasht vor Sprint

Quelle: Eurosport

Rund drei Kilometer vor dem Ziel in Turin, der ersten "richtigen" Sprintankunft dieser Tour, war Philipsen "mit mindestens sechzig Stundenkilometern auf dem Boden aufgeschlagen." Das schilderte der Alpecin-Profi im Interview mit der belgischen Zeitung "Het Nieuwsblad".
Vor ihm Fahrer waren gestürzt, er habe nicht mehr ausweichen können.
Immerhin: "Glück" habe er gehabt, betonte Philipsen. Die Straße sei gut asphaltiert gewesen, der Schaden folglich "nicht allzu schlimm, wenn man die Umstände bedenkt".
Und so ärgerte sich der wohl schnellste Profi im Peloton statt über Verletzungen insbesondere über seine verpasste Chance, im Kampf um das Sprintertrikot wichtige Zähler zu sammeln.

Auch van der Poel im Pech

Nicht nur für ihn selbst, sondern für Alpecin-Deceuninck insgesamt sei es "kein guter Tag" gewesen, bilanzierte Philipsen. Denn auch für seinen besten und wichtigsten Anfahrer, Weltmeister Mathieu van der Poel, war der Massensprint in Turin aufgrund eines doppelten Reifenschadens bereits frühzeitig beendet.
"Ich koche innerlich ein bisschen, aber so ist der Radsport und das gehört dazu", sagte Philipsen mit Blick auf die aus Teamsicht gebrauchte Etappe: "Aber zum Glück gibt es noch Chancen."
Die nächste nämlich wartet bereits am Mittwoch. In Saint-Vulbas ist die Zielankunft wieder auf die schnellen Männer im Hauptfeld zugeschnitten - so wie Philipsen, den Sprint-König des Vorjahres.

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