Tour de France 2024 - Tadej Pogacar holt sich in Bologna das Gelbe Trikot, Ausreißersieg für Franzose Kevin Vauquelin

Kévin Vauquelin hat auf der 2. Etappe als Ausreißer für den zweiten französischen Tagessieg bei der 111. Tour de France gesorgt. Der Fokus im Finale des 199 Kilometer langen Teilstücks von Cesenatico nach Bologna lag aber auf dem Kampf ums Gelbe Trikot, das sich Tadej Pogacar krallte. Der Slowene hatte in der steilen Rampe von San Luca attackiert und nur Jonas Vingegaard konnte folgen.

Vauquelin holt Tagessieg, Giganten erstmals im Duell - Highlights

Quelle: Eurosport

Pogacar (UAE Team Emirates) und Vingegaard (Visma-Lease a Bike) rissen auf dem Weg hinauf zur Wallfahrtskirche von San Luca 14 Kilometer vor dem Ziel aus dem Hauptfeld aus und hängten zunächst alle Kontrahenten im Kampf um den Tour-Sieg ab.
Nach der Abfahrt hinunter zum Ziel kamen auf dem Schlusskilometer aber Remco Evenepoel (Soudal-Quick-Step) und Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) von hinten nochmal heran und verloren dadurch keine Zeit.
"Ich bin froh, in Gelb zu sein. Ich habe viele Jungs leiden sehen. Die Etappe war gut genug, um meine Beine und die meiner Konkurrenten zu testen. Ich habe es geschafft, meine Konkurrenten explodieren zu lassen. Jonas war sehr stark, aber es war eine gute 2. Etappe. Für mich ist das eine Bestätigung, dass ich gut in Form bin", sagte Pogacar im Ziel. "Dass Remco wieder aufgeschlossen hat, war nicht überraschend für mich."
Auch Vingegaard war mit Verlauf und Ausgang der Etappe zufrieden: "Als Tadej antrat, bin ich mitgegangen. Ich bin froh, dass ich das geschafft habe und schon so weit bin. Ich habe es ehrlich gesagt nicht erwartet. Mein Ziel für die ersten Tage war, gut anzukommen und keine Zeit zu verlieren. Das hat heute super geklappt", so der Titelverteidiger aus Dänemark.

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Tadej Pogacar im Gelben Trikot nach der 2. Etappe der Tour de France.

Fotocredit: Getty Images

Das Quartett kam 2:21 Minuten nach Tagessieger Vauquelin über den Zielstrich, der für den ersten Grand-Tour-Etappensieg seines Teams sorgte und sich ebenfalls in der Steigung von San Luca von seinen letzten Begleitern aus der zehnköpfigen Spitzengruppe des Tages abgesetzt hatte.
"Ich konnte meinen Sieg erst im letzten Moment genießen, ich habe ständig nach meinem Vorsprung gefragt und was ich tun sollte. Ich habe oft davon geträumt, sowas zu schaffen. Zunächst wollte ich an der Tour teilnehmen und dass ich jetzt einen Sieg geholt habe, macht mich unglaublich glücklich", strahlte Vauquelin im Sieger-Interview.
Etappenzweiter wurde 36 Sekunden hinter ihm Jonas Abrahamsen (Uno-X), der sein Bergtrikot verteidigte und auch das Grüne Trikot am Sonntag übernahm.
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Ekstase in Bologna: Vauquelin holt nächsten französischen Tagessieg

Quelle: Eurosport

Pogacar, Vingegaard, Evenepoel und Carapaz holten in Bologna 21 Sekunden auf die nächste Gruppe heraus, in der Red-Bull-Bora-hansgrohe-Kapitän Primoz Roglic und 19 weitere Fahrer saßen – darunter auch das Gelbe Trikot von Romain Bardet (dsm-firmenich-PostNL). Der Franzose, der am Samstag die Auftaktetappe gewonnen hatte, musste seine Gesamtführung daher an Pogacar weiterreichen.
Pogacar führt die Tour de France nach der 2. Etappe vor Evenepoel, der nun das Weiße Trikot des besten Nachwuchstrikots trägt, Vingegaard und Carapaz an, die alle in derselben Sekunde liegen. Bardet hat nun sechs Sekunden Rückstand und ist Gesamtfünfter, Maxim van Gils (Lotto-Dstny), Egan Bernal (Ineos Grenadiers), Pello Bilbao (Bahrain Victorious), Tom Pidcock (Ineos Grenadiers) und Giulio Ciccone (Lidl-Trek) komplettieren mit je 21 Sekunden Rückstand zu Gelb die Top Ten.
Mit demselben Rückstand sind auch Roglic und seine Red-Bull-Helfer Aleksandr Vlasov und Jai Hindley sowei der Österreicher Felix Gall (Decathlon-AG2R) noch im Rennen um die Gesamtwertung.
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"Hätte richtig schief gehen können": Zuschauerin plötzlich im Weg

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Bevor in Bologna und im Anstieg zur Wallfahrtskirche von San Luca das Finale eröffnet worden war, verlief das zweite Teilstück eher ruhig. Schon kurz nach dem Start löste sich eine elfköpfige Spitzengruppe aus dem Feld, deren in der Gesamtwertung gefährlichste Fahrer bereits 15 Minuten Rückstand aufs Gelbe Trikot hatten, und setzte sich auf den ersten 70 Kilometern bis auf rund acht Minuten ab.
Im ersten der sechs kategorisierten Anstiege – allesamt nur zur 3. oder 4. Kategorie gehörend – ließ sich Bram Welten (dsm-firmenich-PostNL) vorne zurückfallen, um sein Team im Peloton zu unterstützen. Vor allem weil Sprinter Fabio Jakobsen wie am Vortag in den Anstiegen wieder Probleme bekam, war das nötig. In den Hügeln rund um Imola wurde das Tempo im Hauptfeld durch Visma – Lease a Bike, Ineos Grenadiers und UAE Team Emirates deutlich erhöht und der Abstand zur Spitze schmolz schnell auf 5:30 Minuten zusammen.

Van Aert und Jorgenson stürzen

Doch als 90 Kilometer vor Schluss, zurück in der Poebene, der Zwischensprint in Dozza erreicht wurde, verringerte man hinten wieder die Schlagzahl, nachdem es zu einem Sturz von Wout van Aert, Matteo Jorgenson (beide Visma-Lease a Bike) und Laurens De Plus (Ineos Grenadiers) gekommen war, und die Lücke ging schnell wieder weiter auf. 70 Kilometer vor dem Ziel hatten die zehn Spitzenreiter mehr als neun Minuten Vorsprung und es sah aus, als würden sie den Tagessieg nun unter sich ausmachen können.
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"Das tut weh": De Plus und van Aert stürzen vor Zwischensprint

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Auf den letzten 60 Kilometern allerdings erhöhte das Hauptfeld den Druck in den Hügeln um Bologna wieder. Am Bergpreis der 3. Kategorie in Motecalvo 48 Kilometer vor Schluss zerfiel das Feld und es standen nur noch sechs Minuten auf der Uhr, während die Sprinter Mark Cavendish und Fabio Jakobsen wie am Vortag erneut abgehängt wurden.
In Bologna erreichten die Spitzenreiter die erste Passage des bis zu 19 Prozent steilen Anstiegs zur Wallfahrtskirche von San Luca (1,9 km bei 10,8 %) mit noch 3:40 Minuten Vorsprung und die Gruppe begann erstmals, sich zu attackieren. In der Abfahrt zurück nach Bologna aber rollten alle zehn wieder zusammen und dort löste sich eingangs der 18,8 Kilometer langen Schlussrunde Oliveira, Abrahamsen und Vauquelin.
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Plötzlich tritt Pogacar an - nur Vingegaard kann folgen

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Im zweiten und letzten Anstieg von San Luca ließ Vauquelin dann seine letzten beiden Begleiter stehen und fuhr von da an allein dem Sieg entgegen. Knapp vier Minuten dahinter bereitete Adam Yates mit hohem Tempo den Angriff seines Kapitäns Pogacar vor, und als der dann auf den letzten 500 Metern vor der Kuppe losmarschierte, konnte ihm nur Vingegaard folgen.
Das Duo arbeitete in der Abfahrt gut zusammen, nahm unten in Bologna angekommen aber etwas Zug heraus. Dadurch konnten Evenepoel und Carapaz nochmal herankommen und auch die nächste Gruppe kam von zwischenzeitlich 35 Sekunden Rückstand nochmal auf 21 Sekunden heran.
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Stage 3 profile and route map: Plaisance - Turin

Quelle: Eurosport


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