Kaden Groves schreibt mit Solo im Regen als Ausreißer Geschichte bei der Tour de France: Sprinter jubelt in Pontarlier

Überraschendes Ende der für Ausreißer maßgeschneiderten 20. Etappe der Tour de France: In Pontarlier jubelte mit Kaden Groves einer der Sprintstars des Pelotons - allerdings als Solist. Der Australier hatte sich in die Spitzengruppe des Tages gekämpft, wurde 16 Kilometer vor dem Ziel der welligen Etappe von seinen letzten beiden Begleitern ziehen gelassen und siegte nach 184 Kilometern.

Highlights: Groves nutzt Uneinigkeit seiner Kollegen aus

Quelle: Eurosport

Der 26-jährige Australier gewann nach sieben Etappen bei der Vuelta und zwei Etappen des Giro nun auch erstmals bei seiner Tour-Premiere: Als 114. Fahrer der Radsport-Geschichte kann er nun Erfolge bei allen dreiwöchigen Rundfahrten vorweisen.
Groves sorgte für den nächsten Sieg des Alpecin-Teams nach den Etappensiegen seiner bereits aus der 112. Tour de France ausgeschiedenen Mannschaftskameraden Jasper Philipsen und Mathieu van der Poel.
"Es sind so viele Emotionen gerade", sagte der Tagessieger unter Tränen im Ziel, "es ist so viel Druck bei der Tour - immer diese Frage, ob man es auch hier schafft." Ein Kindheitstraum sei aber nicht wahr geworden, gestand Groves, denn "ich habe erst ziemlich spät mit dem Radsport angefangen".
Auf den Plätzen zwei und drei hinter Groves landeten die Niederländer Frank van den Broek (Picnic) und Pascal Eenkhoorn (Soudal) mit knapp einer Minute Rückstand.
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Sprinter gewinnt als Solist: Groves feiert Überraschungs-Coup

Quelle: Eurosport

Tour-Gesamtwertung: Jegat in Top Ten

Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) verteidigte seinen dritten Gesamtrang vor dem Finale in Paris ebenso wie Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) das Gelbe Trikot.
"Es war ein superharter Tag und sein superschnelles Rennen", berichtete Lipowitz im Eurosport-Interview, "ich bin froh, jetzt im Ziel zu sein und stolz darauf, wie das Team heute gefahren ist."
Einen Wechsel innerhalb der Top Ten gab es aber dennoch: Der Franzose Jordan Jegat (TotalEnergies) zählte auch zu den Ausreißern des Tages und verbesserte sich so von Rang elf um eine Position. Leidtragender war der Australier Ben O'Connor, die Tempoarbeit seines Jayco-Rennstalls reichte nicht aus, um den Rückstand des Feldes ausreichend zu verringern. Exakt 7:04 Minuten hinter Groves und 6:04 Minuten nach Jegat kam das Peloton ins Ziel.
In den erfolgreichen Ausreißergruppen des Tages waren keine deutschen Profis vertreten, dafür aber auch nicht unter den mehreren Sturzopfern auf nasser Strecke. Besonders übel erwischte Spaniens Meister Ivan Romeo (Movistar), der sich großflächige Schürfwunden zuzog.
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Tränen bei Sieger Groves: "So viele Emotionen"

Quelle: Eurosport

Tour-Finale auf neuer Strecke: Spannung in Paris

Am Sonntag steht zum Abschluss der 112. Tour de France die Schlussetappe in Paris an - erstmals seit Jahrzehnten mit einer neuen Streckenführung auf den letzten Kilometern: Es wird wie bei Olympia 2024 über den Anstieg am Montmartre gehen, bevor die Etappe auf den Champs-Elysées endet.
Lipowitz trennen nur noch die letzten 132,5 Kilometer nach Paris von der ersten Podestplatzierung eines Deutschen seit dem zweiten Rang von Andreas Klöden 2006. Die Nachwuchswertung hatte zuletzt Ex-Tour-Sieger Jan Ullrich 1998 gewonnen, die damals aber ohne Sondertrikot geführt wurde. Lipowitz ist damit der erste deutsche Fahrer seit Dietrich Thurau vor 48 Jahren, der das Weiße Trikot nach Paris tragen wird.
Exakt 1:03 Minuten Vorsprung auf Onley nimmt Lipowitz mit auf den überwiegend flachen Weg in die französische Hauptstadt. Es ist unwahrscheinlich, dass er diesen Vorteil in seiner aktuellen Verfassung noch hergeben wird.
Das gilt auch für Tadej Pogacar, der seinen vierten Gesamtsieg einfahren wird. Der slowenische Titelverteidiger musste keine Attacken seines Dauerrivalen Jonas Vingegaard (Visma-Lease a bike) parieren, angesichts seines Vorsprungs von 4:24 Minuten auf den Dänen ist ihm das Gelbe Trikot so gut wie sicher. Das Berg-Jersey ist Pogacar (UAE Emirates-XRG) bereits nicht mehr zu nehmen, sofern er in Paris ins Ziel kommt. Das gilt auch für den Italiener Jonathan Milan (Lidl-Trek) und das Grüne Sprintertrikot.
(mit SID)
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"Schade!" Greipel mit klarer Meinung zum neuen Tour-Finale in Paris

Quelle: Eurosport


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