Tour de France 2025: Bryan Coquard bricht sich Finger an der Verpflegung - kämpft weiter und gibt Rundfahrt auf

Nachdem er sich bei einer misslungenen Verpflegungsaktion auf der 12. Etappe der Tour de France einen Bruch am Ringfinger der rechten Hand zugezogen hatte, konnte Bryan Coquard (Cofidis) das Rennen nach längerer Behandlung zunächst fortsetzen. Doch der Teamkollege von Emanuel Buchmann wird die Frankreich-Rundfahrt nach dem Bergzeitfahren im Rahmen der 13. Etappe nach Peyragudes verlassen.

Coquard kämpft mit gebrochenem Finger im Bergzeitfahren

Quelle: Eurosport

"Das ist mein letzter Start bei dieser Tour. Ich will das Beste aus diesem Anstieg machen", sagte Coquard vor dem Start der 13. Etappe gegenüber Eurosport. "Ich kann mit der rechten Hand nicht bremsen, also kann ich nur die Vorderbremse benutzen. Wenn ich bliebe, wäre ich nur eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Es geht um die Sicherheit der anderen und um meine eigene", so der Sprinter, der als bestes Ergebnis einen siebten Platz am Ende der 8. Etappe in Laval verbuchen konnte. 
Wie Coquard weiter mitteilte, steht zu Wochenanfang eine Operation am verletzten Finger an. Gleich nach der Tour wird der 33-Jährige heiraten, den Ehering will er dann an der linken Hand tragen.
Der Franzose beschrieb die kuriosen Umstände seienr Verletzung beim französischen Fernsehen "TV2": "Ich wollte eine Musette für meinen Leader mitnehmen, mit Eis und Trinkflaschen. Ich kann ihn nicht mehr biegen und konnte so hinten nicht mehr bremsen. Es war ein sehr schlimmer Tag."
Coquard wird die Tour de France bei acht Teilnahmen erst zum zweiten Mal nach 2021 vorzeitig verlassen. Obwohl er einige Spitzenergebnisse wie zweite Etappenplätze bei den Austragungen 2015 und 2016 einfuhr - damals musste er sich nur den deutschen Assen André Greipel und Marcel Kittel geschlagen geben - blieb ihm bisher ein Sieg beim größten Radrennen der Welt versagt.
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Unglückliche Tour für Coquard

In den vergangenen beiden Jahren reichte es noch zu jeweils dritten Plätzen in der Punktewertung. 2025 geriet Coquard vor allem wegen seiner unglücklichen Aktion auf der 3. Etappe in die Schlagzeilen, als er am Zwischensprint 60 Kilometer vor dem Ziel mit dem Belgier Laurenz Rex (Intermarché-Wanty) kollidierte, aus dem Pedal rutschte und so den Sturz von Jasper Philipsen (Alpecin-Deceuninck) auslöste, der anschließend mit mehreren Knochenbrüchen im Grünen Trikot aufgeben musste.
Nach der Etappe bestrafte ihn die UCI-Jury wegen "irreguläres Sprintens" mit einer Geldstrafe von 500 Schweizer Franken, dem Abzug von 13 Zählern in der Punktewertung sowie einer Gelben Karte.
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Mit Highspeed durch die Pyrenäen: Onboard auf der 12. Etappe

Quelle: Eurosport


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