Tour de France 2025: Dänemark leidet nach dem Zeitfahr-Debakel mit Jonas Vingegaard - UAE-Boss Mauro Gianetti überrascht

Beim ersten Einzelzeitfahren der diesjährigen Tour de France erlebte Jonas Vingegaard ein Debakel. Der Däne, der große Ambitionen auf seinen dritten Tour-Triumph hat, verlor auf seinen schärfsten Widersacher, Tadej Pogacar, 1:05 Minuten. "Das Ergebnis passt zu meinen Beinen, sie haben sich nicht gut angefühlt", sagte ein geknickter Vingegaard. Sein Heimatland leidet mit dem 28-Jährigen.

Highlights: Vingegaard kassiert Ohrfeige im Duell mit Pogacar

Quelle: Eurosport

"Vingegaard von Pogacar platt gemacht", schrieb das dänische Boulevardblatt "B.T." in Dänemark, die Tageszeitung "Berlingske" sprach von einem "schweren Schlag". Und bei "Ekstrabladet" hieß es: "Vingegaard zertrümmert!"
Sein Landsmann Bjarne Riis, Tourchampion von 1996, ahnte schon beim Betrachten der ersten Live-Bilder, dass Vingegaard (Visma-Leas a Bike) nicht in Topform sein kann.
"Er bewegt sich alle fünf Sekunden im Sattel. Er sitzt und springt und hat ein Kraftproblem. Es könnte ein schlechter Tag sein. Etwas, das seinen Rücken belastet, eine schlechte Position", so Riis.
Ausgerechnet Pogacar nahm Vingegaard in Schutz. "Er ist der Leichteste von uns Dreien, daher ist ein Zeitfahren auf so einer flachen Strecke nicht ideal für ihn ", sagte der Slowene mit Blick auf ihn selbst und Tagessieger Remco Evenepoel. In der Gesamtwertung liegt Vingegaard bereits 1:13 Minuten hinter Pogacar.

UAE-Boss Gianetti vom Vingegaards Einbruch überrascht

Seine schwache Leistung im Zeitfahren am Mittwoch überraschte auch Pogacar-Boss Mauro Gianetti. "Es ist kein Geheimnis, dass Vingegaard normalerweise im Zeitfahren viel stärker ist. Aber er hatte offensichtlich keinen sehr guten Tag", sagte der UAE-Teamchef.
Von einer ersten kleinen Vorentscheidung wolle er aber nichts wissen: "Es ändert nicht viel. Es ist nur ein Tag, nicht die ganze Tour. Unser Polster ist gut, aber wir haben Jonas schon großartige Dinge auf anderen Etappen machen sehen, also müssen wir fokussiert bleiben."
Durch Vingegaards Rückstand werde sich die Renndynamik der Tour früh verändern, glaubt Gianetti. "Wir erwarten, dass Visma und Vingegaard auf der 6. Etappe attackieren."
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Quelle: Eurosport



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