Tour-de-France-Feinschliff: Jonas Vingegaard, Tadej Pogacar, Primoz Roglic und Co. im letzten Höhentrainingslager

Die Generalprobe für die Tour de France ist vorbei: Der Schlagabtausch zwischen Tadej Pogacar, Jonas Vingegaard und Remco Evenepoel beim Críterium du Dauphiné ging an den slowenischen Tour-Titelverteidiger. Direkt im Anschluss erarbeiten sich die Favoriten auf den Gesamtsieg der Großen Schleife den Feinschliff im Höhentrainingslager in Frankreich - und testen schon mal die entscheidenden Anstiege.

Highlights: Lipowitz hält Evenepoel auf Schlussetappe in Schach

Quelle: Eurosport

"Es ist ein harter Anstieg und außerdem sehr unregelmäßig." So lautete das Fazit von Evenepoel, nachdem er den Col de la Loze im Trainingslager erklommen hatte. Der Anstieg stellt sich den Fahrern am Ende des 18. Teilstücks entgegen, der Königsetappe über 171,5 Kilometer und 5.500 Höhenmeter.
"Ich glaube, es wird die längste Etappe der gesamten Tour", fügte er vom höchsten Punkt aus in einem Interview auf Instagram mit "Courchevel Outdoor Sports" an. "Mit dem Col du Glandon und dem Col de la Madeleine als Vorgeschmack wird es eine schöne, aber harte Etappe."
Die 18. Etappe von Vif auf den Col de la Loze ist einer von zwei extrem harten Tagesabschnitten in den Alpen, der in der dritten Woche die Tour entscheiden könnte. Kein Wunder also, dass sich alle Tour-Favoriten in der Vorbereitung an diesem Anstieg die Klinke in die Hand geben.
Einen Tag vor Evenepoel, der gemeinsam mit seinen Teamkollegen Max Schachmann und Valentin Paret-Peintre den Anstieg besichtigte, fuhr eine Delegation von Visma-Lease a Bike die gleiche Strecke ab. Neben Vingegaard waren auch Wout van Aert, Giro-Sieger Simon Yates, Sepp Kuss, Matteo Jorgenson, Victor Campenaerts und Edoardo Affini unter der Führung von Teammanager Grischa Niermann dabei - mit anderen Worten: fast das gesamte Tour-Aufgebot.

Roglic nach Giro-Ausfall ebenfalls im Trainingslager

Vingegaard, Evenepoel und auch Primoz Roglic weilen zum abschließenden Höhentrainingslager vor der Tour im Skiort Tignes. Auch Roglic fuhr bereits den Col de la Loze ab - 2020 fuhr er an dieser Stelle im Gelben Trikot hinter Miguel Angel Lopez auf Platz zwei über die Ziellinie und sah wie der sichere Tour-Sieger aus.
Tadej Pogacar überflügelte seinen Landsmann beim Bergzeitfahren an der Planche des Belles Filles wenige Tage später und schnappte Roglic den Sieg noch weg.
picture

Das Profil der 18. Etappe der Tour de France 2025

Fotocredit: From Official Website

Der Slowene musste nach seinem sturzbedingten Aus beim Giro d'Italia nach eigener Aussage Antibiotika nehmen, kann sein Vorbereitungsprogramm für die Grand Boucle aber wohl trotzdem wie geplant durchführen.
Pogacar selbst weilt für den Feinschliff in Isola 2000 - genau wie im Vorjahr. Er ist daher der einzige der Topfavoriten, die in den vergangenen Tagen noch nicht am Col de la Loze gesichtet wurden. An diesem Anstieg - wenn auch von einer anderen Seite - musste er 2023 eine der größten Niederlagen seiner Karriere einstecken, als er bereits geschwächt völlig einbrach und mehr als fünf Minuten auf den späteren Tour-Sieger Vingegaard verlor.
picture

Bardet blickt exklusiv auf Karriere zurück: Das waren meine Highlights

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung