Tour de France 2025: Florian Lipowitz, Emanuel Buchmann, Nils Politt und Co. - die deutschen Fahrer in der Übersicht

Bei der Tour de France 2025 sind zehn deutsche Radprofis am Start - mit ganz unterschiedlichen Stärken und Ambitionen. Vom Hoffnungsträger in der Gesamtwertung über Top-Sprinter bis zu Etappenjägern als Ausreißer und Edelhlefer für die Kapitäne ist alles dabei. Wir blicken auf die Chancen von Florian Lipowitz, Emanuel Buchmann, Nils Politt, Phil Bauhaus & Co. bei der 112. Frankreich-Rundfahrt.

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Quelle: Eurosport

Zehn deutsche Radprofis aus neun Teams gehen bei der 112. Tour de France an Start - zwei mehr als im Vorjahr.
Die Augen richten sich vor allem auf den neuen Rundfahrt-Hoffnungsträger Florian Lipowitz, der sein Debüt bei der Großen Schleife feiert.
Emanuel Buchmann träumt vom ersten Etappensieg, die Sprinter Phil Bauhaus und Pascal Ackermann auf einen Sprint ins Gelbe Trikot. Wir beleuchtet die Chancen der Deutschen und liefern die wichtigsten Daten, Infos und Statistiken.

Florian Lipowitz

1. Tour-Teilnahme
geb. 21. September 2000 in Laichingen
Größte Erfolge: 2. Platz Gesamtwertung Paris-Nizza (2025), 3. Platz Gesamtwertung Critérium du Dauphiné (2025), 7. Platz Gesamtwertung Spanien-Rundfahrt (2024), 3. Platz Gesamtwertung Tour de Romandie (2024)
Profisiege: 3
Bisherige Teams: Tirol KTM Cycling Team (2020 bis 2022), Red Bull-Bora-hansgrohe (seit 2022)
Tour-Check: Lipowitz ist der deutsche Shootingstar und die größte deutsche Rundfahrt-Hoffnung seit Emanuel Buchmann. Der frühere Biathlet glänzt vor allem in den Bergen und besticht durch eine herausragende Form. Ein Etappensieg sowie ein Top-10-Ergebnis bei der Tour-Premiere sind möglich. Die Chancen hängen aber auch davon ab, welche Freiheiten Lipowitz an der Seite von Platzhirsch Primoz Roglic erhält.
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Florian Lipowitz beim Critérium du Dauphiné

Fotocredit: Getty Images

Nils Politt

9. Tour-Teilnahme
geb. am 6. März 1994 in Köln
Beste Tour-Platzierung: 50. (2021)
Größte Erfolge: Etappensieger Tour de France (2021), Sieger Deutschland-Tour (2021), 2. Platz Paris-Roubaix (2019), 3. Platz Flandern-Rundfahrt (2024), Deutscher Meister Straßenrennen (2022), Deutscher Meister Zeitfahren (2023, 2024)
Profisiege: 8
Bisherige Teams: Team Stölting (2013 bis 2015), Katusha/Katusha-Alpecin (2016-2019), Israel Start-up! Nation (2020), Bora-hansgrohe (2021 bis 2023), UAE Emirates-XRG (seit 2024)
Tour-Check: Politt ist im Tour-Team von Titelverteidiger Tadej Pogacar eine unverzichtbare Größe. Der passionierte Tempo-Bolzer soll für den Weltmeister die flachen bis mittelschweren Abschnitte kontrollieren. Eigene Ambitionen kann Politt nicht verfolgen.
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Nils Politt (l.) und Tadej Pogacar

Fotocredit: Imago

Emanuel Buchmann

8. Tour-Teilnahme
geb. am 18. November 1992 in Ravensburg
Beste Tour-Platzierung: 4. (2019)
Größte Erfolge: 4. Platz Gesamtwertung Tour de France 2019, 3. Platz Gesamtwertung Criterium du Dauphine (2019), deutscher Meister Straßenrennen (2015, 2023), Etappensieger Baskenland-Rundfahrt (2019)
Profisiege: 5
Bisherige Teams: Rad-net Rose Team (2013 bis 2014), Bora-Argon 18/Bora-hansgrohe (2015 bis 2024), Cofidis (seit 2025)
Tour-Check: Buchmann hat zur laufenden Saison einen Neuanfang beim Team Cofidis gewagt, fährt dort mit weniger Druck und mehr Freiheiten. An seine Traum-Tour von 2019 dürfte Buchmann nicht mehr herankommen. In einer Fluchtgruppe in den Bergen ist ihm der ersehnte erste Tour-Tageserfolg aber zuzutrauen.
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Emanuel Buchmann im Cofidis-Trikot 2025

Fotocredit: Getty Images

Georg Zimmermann

5. Tour-Teilnahme
geb. am 11. Oktober 1997 in Augsburg
Beste Platzierung: 43. (2022)
Größte Erfolge: Deutscher Meister Straßenrennen (2025), Etappensieger beim Criterium du Dauphine (2023), Etappensieger Tour de l'Ain (2021), Gesamtsieg Giro d'Abruzzo (2025), 4. Gesamtplatz Deutschland-Tour (2022), (2021)
Profisiege: 4
Bisherige Teams: Felbermayr-Simplon Wels (2016 bis 2017), Tirol KTM Cycling (2018 bis 2019), CCC (2020), Intermarché-Wanty-Gobert Materiaux/Intermarché-Wanty (seit 2021)
Tour-Check: Der kletterstarke Allrounder reist als neuer deutscher Meister mit jeder Menge Selbstvertrauen an - und wird davon profitieren, dass sein Team keinen Klassementfahrer mitnimmt, sondern nur auf Etappensiege aus ist. 2023 war Zimmermann dicht dran, in diesem Jahr soll es klappen. Wenn er den Sprung in die richtige Gruppe schafft, ist ihm ein Tageserfolg zuzutrauen.
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Georg Zimmermann im Trikot des deutschen Meisters

Fotocredit: Imago

Phil Bauhaus

3. Tour-Teilnahme (2023 und 2024 aufgegeben)
geb. am 8. Juli 1994 in Bocholt
Größte Erfolge: Etappensieger Criterium du Dauphine (2017), Etappensieger Polen-Rundfahrt (2021, 2022), Etappensieger Tirreno-Adriatico (2022 und 2024), Etappensieger Tour Down Under (2023), Sieger Saudi Tour 2020
Profisiege: 22
Bisherige Teams: Team Stölting (2013 bis 2014), Bora-Argon 18 (2015 bis 2016), Team Sunweb (2017 bis 2018), Bahrain Victorious (seit 2019)
Tour-Check: Bauhaus ist ein konstanter Sprinter, wartet aber noch auf den ganz großen Erfolg. Zwei Mal schon war er bei der Tour Etappenzweiter, zwei Mal reichte es zum dritten Platz. Ein Etappensieg wäre der Höhepunkt seiner Karriere. Gegen die Top-Stars wie Tim Merlier, Jasper Philipsen oder Jonathan Milan ist Bauhaus aber nur Außenseiter.
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Phil Bauhaus

Fotocredit: Getty Images

Pascal Ackermann

2. Tour-Teilnahme
geb. am 17. Januar 1994 in Kandel
Beste Platzierung: 112. (2024)
Größte Erfolge: Etappensieger Giro d'Italia (2/2019 und 2023), Punktewertung Giro d'Italia (2019), Etappensieger Vuelta a Espana (2/2020), Sieger Eschborn-Frankfurt (2019), deutscher Meister Straßenrennen (2018)
Profisiege: 41
Bisherige Teams: Rad-Net Rose (2013 bis 2016), Bora-hansgrohe (2017 bis 2021), UAE Team Emirates (2022 bis 2023), Israel-Premier Tech (seit 2024) - 2. Tour-Teilnahme - Beste Platzierung: 112. (2024)
Tour-Check: Ackermann galt lange als legitimier Nachfolger der Sprint-Stars André Greipel und Marcel Kittel, das Niveau der beiden erfolgreichen Etappenjäger erreichte er aber nie ganz. Ackermann wurde häufig von Verletzungen zurückgeworfen, zuletzt stürzte er beim Critérium du Dauphiné. Für den erhofften Tour-Etappensieg gilt wie für Phil Bauhaus: Die Konkurrenz ist im Normalfall wohl zu stark.
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Pascal Ackermann für Israel-Premier Tech zur Tour

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Maximilian Schachmann

4. Tour-Teilnahme
geb. 9. Januar 1994 in Berlin
Beste Platzierung: 45. (2022)
Größte Erfolge: Gesamtsieg Paris-Nizza (2020, 2021), Deutscher Meister Straßenrennen (2019, 2021), Etappensieg Giro d'Italia (2018), Etappensieg Paris-Nizza (2020), 3. Platz Lüttich-Bastogne-Lüttich (2018)
Profisiege: 16
Bisherige Teams: Thüringer Energie Team (2013), Development Team Giant-Shimano (2014), AWT-GreenWay (2015), Klein Constantia (2016), Quick-Step Floors (2017 bis 2018), Bora-hansgrohe (2019 bis 2024), Soudal Quick-Step (seit 2025)
Tour-Check: Der starke Allrounder feiert nach drei Jahren sein Tour-Comeback. Seit seiner Rückkehr ins Quick-Step-Team nähert sich Schachmann seiner alten Stärke. Auf eigene Rechnung dürfte er aber kaum fahren können, seine Dienste sind vor allem als Helfer für Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel gefragt.
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Maximilian Schachmann

Fotocredit: Imago

Jonas Rutsch

3. Tour-Teilnahme
geb. 24.01.1998 in Erbach
Beste Platzierung: 55. (2021)
Größte Erfolge: 6. Platz Paris-Roubaix (2025), Gesamt-8. Tour de Luxemburg (2019), 6. Etappenplatz Tour de Suisse (2021)
Profisiege: 0
Bisherige Teams: Lotto-Kern Haus (2017 bis 2020), EF Education-EasyPost (2020 bis 2024), Intermarché-Wanty (seit 2025)
Tour-Check: Der 1,97 m große Allrounder hat die Tempohärte, um in Fluchtgruppen eine gute Rolle zu spielen. Vor allem dürfte Rutsch aber als Helfer gefragt sein. Der Fokus liegt dabei auf Sprinter Biniam Girmay.
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Jonas Rutsch

Fotocredit: Getty Images

Niklas Märkl

1. Tour-Teilnahme
geb. 3. März 1999 in Queidersbach
Größte Erfolge: Sieger Youngster Coast Challenge (2019), 2. Platz Junioren-Weltmeisterschaft Straßenrennen (2016)
Profisiege: 0
Bisherige Teams: Development Team Sunweb, Picnic PostNL (seit 2021)
Tour-Check: Der Debütant wird als klassischer Helfer seine Dienste leisten, vor allem als Anfahrer für Sprinter Tobias Lund Andresen. Märkl hat bereits ein extrem straffes Rennprogramm in den Beinen, fuhr unter anderem im Mai den Giro d'Italia. Eigene Ambitionen dürfte er nicht verfolgen.
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Niklas Markl bei der 77. Tour de Romandie

Fotocredit: Getty Images

Marius Mayrhofer

1. Tour-Teilnahme
geb. am 18. September 2000 in Tübingen
Größte Erfolge: Sieger Cadel Evans Great Ocean Road Race (2023), deutscher Junioren-Meister Straßenrennen (2017), Etappensieger Boucles de la Mayenne (2025)
Profisiege: 2
Bisherige Teams: Development Team Sunweb/DSM (2019 bis 2021), Picnic PostNL (2022 bis 2023), Tudor Pro Cycling Team (seit 2024)
Tour-Check: Die Tour ist Mayrhofers dritte große Landesrundfahrt. Im Sprint-Leadout soll sich der Debütant einbringen, ansonsten ist er als Helfer gefragt. Für den erhofften Etappensieg hat das Team prominenterere Fahrer im Aufgebot.
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Marius Mayrhofer

Fotocredit: Getty Images

(SID)
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Vingegaard exklusiv: "Muss besser als vor zwei Jahren sein"

Quelle: Eurosport


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