Florian Lipowitz nähert sich auf Etappe 13 dem Podium der Tour de France, Tadej Pogacar gewinnt Bergzeitfahren
VonFelix Mattis
Update 18/07/2025 um 20:35 GMT+2 Uhr
Florian Lipowitz hat nach seinem überragenden Auftritt in Hautacam auch im Bergzeitfahren von Peyragudes geglänzt und wurde dort auf der 13. Etappe der Tour de France Vierter. Schneller als der 24-jährige Schwabe waren nur Etappensieger Tadej Pogacar (UAE-Emirates-XRG), der Gesamtzweite Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) und Lipowitz' Teamkollege Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe).
Highlights: Lipowitz rückt Evenepoel im Zeitfahren auf die Pelle
Quelle: Eurosport
Pogacar war 36 Sekunden schneller als Vingegaard und 1:20 Minuten als Roglic. Lipowitz wurde mit 1:56 Minuten Rückstand Vierter, war damit aber 43 Sekunden schneller als Remco Evenepoel (Soudal-Quick-Step), der einen weiteren schwarzen Tag erlebte und nur Zwölfter wurde.
Damit rückte Lipowitz in der Gesamtwertung bis auf sechs Sekunden an den Belgier und somit das Podium sowie das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers heran.
"Normalerweise ist Remco immer super stark im Zeitfahren. Das Ziel war, zumindest keine Zeit zu verlieren. Umso besser ist es dann, wenn man Zeit gut machen kann", freute sich Lipowitz im Ziel am ARD-Mikrofon, betonte bei Eurosport aber auch das gute Ergebnis von Roglic: "Wir müssen uns auf Primoz und mich konzentrieren. Primoz ist auch nah dran und hat gute Form gezeigt. Es kommen noch viele harte Etappen, also müssen wir Tag für Tag schauen."
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Vingegaard überholt Evenepoel auf Zielgerade – Pogacar außerirdisch
Quelle: Eurosport
Pogacar baute seinen Vorsprung im Kampf ums Gelbe Trikot gegenüber Vingegaard, der sich nach dem Einbruch im Finale des Vortages gut erholt zeigte, auf 4:07 Minuten aus. Evenepoel hat als weiterhin Dritter der Gesamtwertung jetzt 7:24 Minuten Rückstand, Lipowitz 7:30.
Pogacar: "Am Ende fast noch explodiert"
"Ich bin superhappy. Dieses Zeitfahren war seit Dezember schon ein großes Fragezeichen für mich. Ich wollte, dass alles perfekt war und das Team hat geliefert. Alles war perfekt", freute sich Pogacar. "Ich habe mich wirklich darauf konzentriert, von Start bis Ziel all out zu fahren. Ich wollte so gut wie möglich smashen. Am Ende wäre ich fast noch explodiert, aber ich habe die Zeitanzeige gesehen und die hat mir nochmal extra Kraft gegeben, denn ich sah, dass ich gewinnen werde."
Roglic blieb bei jetzt 8:50 Minuten Rückstand auf Gelb auf Gesamtrang sieben, kam aber deutlich näher an den Gesamtfünften Oscar Onley (Picnic-PostNL / + 8:11), der Etappensiebter wurde, und den Gesamtsechsten Kévin Vauquelin (Arkéa-B&B Hotels / + 8:15), der Tageselfter wurde, heran. Dass Onley und Vauquelin den Platz tauschten, war die einzige Positionsverschiebung in den Top 10 der Gesamtwertung.
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Pogacar nach Machtdemonstration: "Wäre fast explodiert"
Quelle: Eurosport
An der Spitze der Punktewertung gab es keine Änderung: Jonathan Milan (Lidl-Trek) trägt weiter das Grüne Trikot, hat mit 231 Punkten aber nur noch 28 Zähler Vorsprung auf Pogacar, der in der Bergwertung mit 37 Punkten nun zehn Punkte vor Lenny Martinez (Bahrain Victorious) führt. Das Weiße Trikot behielt Evenepoel, die Teamwertung führt Visma-Lease a Bike mit nun 18:21 Minuten Vorsprung auf UAE weiter an.
Plapp sitzt mehr als drei Stunden auf dem Hot Seat
Viele der 171 verbliebenen Tour-Startern gingen das Bergzeitfahren nicht mit Vollgas an und fuhren bei auf 140 Prozent der späteren Siegerzeit erweiterten Karenz relativ locker den Berg hinauf. Einen ersten richtig ernsthaften Richtwert aber setzte der 40. Starter, Luke Plapp (Jayco-AlUla).
Der Australier übernahm an beiden Zwischenzeiten mit Abstand die Führung und kam nach 24:58 Minuten im Ziel an.
An seiner Zeit scheiterte anschließend ein Fahrer nach dem anderen und Plapp saß schließlich mehr als drei Stunden auf dem Hot Seat. Auch der Gesamtzehnte Matteo Jorgenson (Visma-Lease a Bike) scheiterte um 4,5 Sekunden am Australier. Bis dahin waren fast alle Fahrer auf normalen Straßenrädern unterwegs.
Unterschiedliche Rad-Setups bei den Favoriten
Auf ein Zeitfahrrad setzte allerdings bereits Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) und dann auch Teamkollege Florian Lipowitz, während Remco Evenepoel (Soudal-Quick-Step) ein Straßenrad mit Zeitfahrcockpit von der Startrampe bewegte. Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) startete auf seinem Zeitfahrrad und auch mit Zeitfahrhelm, Tadej Pogacar (UAE-Emirates-XRG) mit normalem Straßen-Setup.
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Straßen- oder Zeitfahrrad am Berg? "Der Sieger hat immer Recht"
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An der ersten Zwischenzeit, die schon nach vier überwiegend flachen Kilometern am Fuß des Anstiegs wartete, war Pogacar trotzdem der Schnellste - 4,6 Sekunden vor Evenepoel, acht vor Vingegaard, 14 vor Jorgenson, Roglic, 16 vor Kévin Vauquelin (Arkéa-B&B Hotels) und 17 vor Lipowitz sowie 23 vor Plapp.
Roglic, der als erster der Favoriten unterwegs war, löste Plapp schließlich auf dem Hot Seat ab, weil er 37 Sekunden schneller im Ziel war, als der Australier. Doch die zweite Zwischenzeit bei Kilometer 8 legte da schon nahe: Gewinnen würde er das Zeitfahren nicht. Dort führte Pogacar 23 Sekunden vor Vingegaard, 52 Sekunden vor Roglic, 1:01 Minuten vor Lipowitz und 1:19 Minuten vor Evenepoel.
Evenepoel am Ende von Vingegaard sogar überholt
Der belgische Zeitfahr-Weltmeister hatte an der steilen Passstraße sehr zu kämpfen und bekam dann offenbar auch noch technische Probleme, trat mehrmals ins Leere. Lipowitz erreichte das Ziel 35,5 Sekunden langsamer als Roglic, war durch Evenepoels Probleme aber trotzdem auf Podiumskurs in Sachen Gesamtwertung.
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"Technisches Problem": Evenepoel verliert völlig den Rhythmus
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Der Belgier wurde auf dem steilen Schlusskilometer mit durchschnittlich 13 Prozent Steigung sogar noch von Vingegaard überholt, der die Führung um 44 Sekunden vor Roglic übernahm. Evenepoel dagegen verpasste mit mehr als zwei Minuten Rückstand die Top Ten.
Dann aber kam Pogacar auf der Startbahn des Altiports von Peyragudes an und setzte nochmal einen auf die Spitzenleistung von Vingegaard drauf, um mit 36 Sekunden Vorsprung zu gewinnen.
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Tour-Strecke, 14. Etappe: Bergankunft in Superbagnères
Quelle: Eurosport
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T. PogacarBeendet
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