Jonathan Milan siegt im Regen von Valence auf Etappe 17 der Tour de France und sichert sein Grünes Trikot damit ab

Jonathan Milan hat im Regen von Valence die 17. Etappe der Tour de France 2025 gewonnen. Der Italiener setzte sich nah 160,4 Kilometern im Sprint vor dem Belgier Jordi Meeus von Red Bull-Bora-hansgrohe und Tobias Lund Andresen durch, nachdem es an der 1.000-Meter-Marke zum Massensturz gekommen war und nur noch rund zehn Mann überhaupt in den Sprint eingreifen konnten.

Highlights: Übler Crash überschattet Milans Triumph

Quelle: Eurosport

Beinahe das gesamte Fahrerfeld wurde durch den Massensturz an der 'Flamme Rouge' aufgehalten, auch wenn nur wenige um Pavel Bittner (Picnic-PostNL) und Biniam Girmay (Intermarché-Wanty) zu Fall kamen.
Hinter Milan (Lidl-Trek), Meeus und Andresen (Picnic-PostNL) kam Arnaud De Lie (Lotto) auf den vierten Platz, Davide Ballerini (XDS-Astana) wurde Fünfter.
"Ich bin wirklich glücklich und eigentlich sprachlos. Ich habe die Berge nicht allein überlebt, ich habe sie nur mit Hilfe meiner Teamkollegen überleben können. Ohne sie wäre ich jetzt nicht hier, da wäre ich heute auch wieder an einem der Anstiege abgehängt worden", freute sich Milan über seinen Sieg, nachdem er zu Etappenmitte kurzzeitig den Anschluss zur Spitze verloren hatte, dann aber wieder zurückkam.
Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) wurde zwar nicht direkt in den Sturz verwickelt, kam dabei nach zuvor sehr guter Positionierung aber aus dem Tritt und fand auf den verbleibenden Metern nicht mehr den Anschluss an die Ersten. Er musste sich mit Rang zwölf begnügen und rollte 15 Sekunden nach Milan über den Zielstrich.
"Ich war tatsächlich der Letzte, der noch durchgekommen ist. Also der Sturz war direkt vor mir links, ich hatte Glück, dass dann die Personen und die Räder nach links gerutscht sind und ich konnte rechts noch vorbei", schilderte Bauhaus die Situation bei der ARD.
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Massensturz auf seifiger Straße vor Sprint-Finale – Milan siegt

Quelle: Eurosport

Dank der 5-Kilometer-Regel kamen alle Betroffenen für die Gesamtwertung aber ohne Zeitverlust davon und so blieb Tadej Pogacar (UAE-Emirates-XRG) auch in Valence Träger des Gelben Trikots - weiterhin 4:15 Minuten vor Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) und 9:03 Minuten vor Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe).
Für Milan bedeutete der Etappensieg 50 enorm wertvolle Punkte für sein Grünes Trikot. Da er am Zwischensprint bereits elf Zähler eingesammelt hatte, erhöhte er seinen Kontostand auf 312 Punkte und seinen Vorsprung gegenüber Pogacar damit auf 72 Zähler. Die Punktewertung wird sich voraussichtlich erst in Paris am Schlusstag wirklich entscheiden.
An der Spitze der Bergwertung tat sich nichts: Pogacar führt dort weiterhin mit 60 Punkten vor dem punktgleichen Lenny Martinez (Bahrain Victorious), der das Gepunkte Trikot stellvertretend trägt. Lipowitz behielt das Weiße Trikot als bester Nachwuchsfahrer.
Nach dem Start wurde sofort attackiert und schon nach rund fünf Kilometern löste sich die vierköpfige Ausreißergruppe des Tages mit Jonas Abrahamsen (Uno-X), Vincenzo Albanese (EF Education-EasyPost), Mathieu Burgaudeau (TotalEnergies) und Quentin Pacher (Groupama-FDJ). Das Quartett fuhr schnell über zwei Minuten heraus, wurde dann aber nicht mehr viel weiter weggelassen.

Milan am Zwischensprint Erster im Feld

Am Zwischensprint bei Kilometer 48 holte sich Abrahamsen die 20 Punkte vor Burgaudeau. Zwei Minuten dahinter setzte sich im Kampf um elf Punkte für den fünften Platz Milan mit einem kurzen Antritt souverän vor Biniam Girmay (Intermarché-Wanty) sowie Anthony Turgis (TotalEnergies) durch. Pogacar hielt sich zurück und ging daher leer aus.
Am 3,7 Kilometer langen Kategorie-4-Anstieg zum Col de Pertuis anschließend zerriss das Hauptfeld und einige Sprinter fielen zurück. Daraufhin gaben Alpecin-Deceuninck und Tudor vorne Vollgas, doch das Team Lidl-Trek brachte Milan und Co. wieder zurück. Die vier Spitzenreiter fuhren 45 Kilometer vor Schluss mit noch einer Minute Vorsprung in den Col de Tartaiguille (3,6 km bei 3,5%) ein, den letzten Anstieg des Tages.
Dort attackierte Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) aus dem Hauptfeld und fuhr kurzzeitig knapp 20 Sekunden heraus, wurde aber zehn Kilometer später wieder eingeholt. Dann setzte starker Regen ein und das Peloton lag an der 30-Kilometermarke noch immer eine Minute hinter den vier Ausreißern, 15 Kilometer später waren es noch 30 Sekunden.

Sturz an der 'Flamme Rouge' mit Girmay und Bittner

Zwölf Kilometer vor dem Ziel setzte sich Abrahamsen mit einer harten Attacke nach einem Kreisverkehr aus der Spitzengruppe ab, doch auch der Norweger wurde kurz nach der 5-Kilometer-Marke, bis zu der alle sturzfrei kamen, gestellt.
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Analyse zu Milan-Sieg und Massensturz auf Etappe 17 in Valence

Quelle: Eurosport

Von da an liefen die Sprintvorbereitungen auf Hochtouren und es dauerte lange, bis Milan von Jasper Stuyven in die ersten Positionen gebracht wurde - allerdings gerade noch rechtzeitig. Denn kurz nachdem das gelungen war, rutschten direkt unter der 1.000-Meter-Marke einige Fahrer weg und die gesamte Straße war blockiert. Nur knapp 15 Mann kamen noch durch und machten den Sieg unter sich aus. Zu den Gestürzten gehörte Biniam Girmay (Intermarché-Wanty) und Tim Merlier (Soudal-Quick-Step) kam zwar nicht zu Fall, musste aber anhalten.
Auf der Zilegeraden fuhr Yevgeniy Fedorov für Ballerini den Sprint an, doch der Italiener war zu früh im Wind und von hinten aus vierte Position zog Milan souverän zum Sprintsieg durch. Meeus kam aus dem Windschatten nicht mehr am Italiener vorbei.
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Tour-Strecke, 18. Etappe: Königsetappe zum Col de la Loze

Quelle: Eurosport


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