Tour de France: UCI empört über Auftritt von Johan Bruyneel – Ex-Armstrong-Manager reagiert deutlich und erwägt Klage
Publiziert 24/07/2025 um 14:45 GMT+2 Uhr
Der lebenslang gesperrte frühere Radsportmanager Johan Bruyneel hat mit seinem Auftritt bei der Tour de France für Aufsehen gesorgt. Der Belgier, einst Teamchef von Lance Armstrong, war vergangene Woche als Gast der belgischen TV-Sendung "Vive le Vélo" bei der 12. Etappe in Hautacam vor Ort - inklusive Besuch im Village Départ und im Bereich der Teambusse. Die UCI reagierte entrüstet.
Johan Bruyneel
Fotocredit: Getty Images
"Als eine Person, die eine lebenslange Sperre verbüßt, war Herr Bruyneel nicht autorisiert, sich im Startbereich oder in den Teamzonen aufzuhalten", heißt es in einem offiziellen Statement des Radsportweltverbands UCI.
Bruyneel war 2018 vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) lebenslang gesperrt worden.
Der Grund: Er habe während seiner Zeit beim US Postal Service und Discovery Channel Teams systematisches Doping begünstigt.
Laut UCI-Regelwerk darf er zwar als normaler Zuschauer Radrennen besuchen, jedoch keinesfalls akkreditierte Zonen betreten oder in offizieller Funktion auftreten.
Bruyneel selbst zeigte sich kämpferisch und attackierte UCI-Präsident David Lappartient scharf: "Ich habe mich willkommen gefühlt und viele alte Bekannte getroffen. Die öffentliche Verurteilung durch Herrn Lappartient ist reine Heuchelei", schrieb er auf X.
Bruyneel erwägt juristische Schritte gegen Lappartient
Der Belgier geht sogar einen Schritt weiter: Er erwägt juristische Schritte gegen Lappartient und will prüfen lassen, ob die UCI sein Auftreten tatsächlich zu Recht öffentlich gerügt hat.
Die UCI kündigte unterdessen an, mit Tour-Organisator A.S.O. zu klären, wie es überhaupt zur Akkreditierung Bruyneels kommen konnte und kündigte "weitere Maßnahmen" an.
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