Tour de France: Traum vom Gelben Trikot für Red Bull geplatzt - auch Tadej Pogacar von Jonas Vingegaard geschlagen

Pleite für Tadej Pogacar: Der Superstar hat den Sieg und das Gelbe Trikot auf der 1. Etappe der Tour de France verpasst. Im Teamzeitfahren musste sich der Titelverteidiger vom UAE-Rennstall seinem Herausforderer Jonas Vingegaard und dessen Visma-Rennstall um zwölf Sekunden geschlagen geben. Zwischen beide schob sich noch Netcompany mit Filippo Ganna und acht Sekunden Rückstand zur Bestzeit.

Highlights: Erster Punktsieg für Vingegaard und Visma

Quelle: Eurosport

"Ein perfekter Start für uns", freute sich Vingegaard über den Coup, "meine Teamkollegen waren heute großartig, ich musste selber gar nicht viel tun". Zuletzt hatte Vingegaard das Gelbe Trikot am Ende seiner siegreichen Tour 2023 getragen, "es nun nach schwierigen Jahren wiederzuhaben, ist schön"! Nach 21:47 Minuten und einem Schnitt von 53,95 km/h war der Triumph perfekt, als rund fünf Minuten später Pogacar geschlagen ankam.
Das deutsche Team Red Bull-Bora-hansgrohe verpasste hingegen den erhofften Auftaktsieg bei der Tour de France 2026 klar. Im Mannschaftszeitfahren über 19,6 Kilometer auf der 1. Etappe durch Barcelona landete Kapitän Remco Evenepoel am Ende auf Rang fünf mit 19 Sekunden Rückstand. Florian Lipowitz wiederum konnte seinem belgischen Teamkollegen am Schlussanstieg nicht folgen und verlor zusätzlich Zeit. Er liegt nun als Achter der Gesamtwertung 35 Sekunden hinter Vingegaard und 16 hinter Evenepoel.
Lipowitz wollte den Sieg des Mitfavoriten nicht überbewerten. "Ich würde da nicht so viel Wert drauf geben. Am Ende fahren wir drei Wochen Rennen, da kommt es nicht auf ein paar Sekunden an", sagte der Vorjahresdritte.
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Evenepoel hängt Lipowitz ab - Ullrich: "Das ist schon einiges"

Quelle: Eurosport

Tour: Pogacar im Bergtrikot

Noch vor Red Bull reihte sich mit Lidl-Trek der zweite deutsche Rennstall ein, der Spanier Juan Ayuso sprintete bei seinem Heimspiel mit 16 Sekunden Abstand zur Spitze über den Zielstrich am Olympiastadion von 1992. Ein Defekt des Dänen Mattias Skjelmose kostete ein noch besseres Ergebnis.
Ayuso übernahm dennoch die Führung in der Nachwuchswertung, zehn Sekunden vor dem Mexikaner Isaac del Toro (UAE). Pogacar blieb als Trost das Bergtrikot, der Topfavorit legte auf den letzten 3,7 Kilometern mit den beiden Anstiegen die schnellste Zeit hin. Einen unerwarteten Anblick gibt es im Grünen Trikot: Kletterspezialist Egan Bernal führte am Messpunkt nach 5,1 km das Netcompany-Team durch die Lichtschranke und übernimmt damit die Führung in diesem Klassement.
Frankreichs 19-jähriger Hoffnungsträger Paul Seixas (Décathlon-CMA CGM) hielt den Schaden als Zehnter mit 39 Sekunden in Grenzen - wobei er im Schlussanstieg noch um ein Begleitfahrzeug von Astana herumfahren musste.
"Ich brauche keinen Trost", zeigte sich derweil Pogacar am Eurosport-Mikrofon nach der Etappe aufgeräumt, "ich sehe uns nicht als Spezialisten für Mannschaftszeitfahren - es war ein richtig guter Tag für uns."
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Pogacar beißt sich die Zähne an Vingegaard aus

Quelle: Eurosport


Tour: Defekt kostet Netcompany möglichen Sieg

Pechvogel des Auftakts war Kévin Vauquelin - der Franzose wurde von vielen Experten als heißer Kandidat auf das Gelbe Trikot gehandelt, doch ein Reifenschaden zwang ihn zum Radwechsel und brachte ihn so um alle Chancen. Der 25-Jährige war im britischen Rennstall eigentlich als der Kapitän für den Kampf gegen die Uhr ausersehen gewesen und hätte im Schlussanstieg die Zeit für die Mannschaft erzielen sollen. Den Rückstand von acht Sekunden hätte das Team bei perfektem Rennverlauf vielleicht tatsächlich aufholen können.
"Es ist schade, ich hatte extra bis dahin keine Tempoarbeit geleistet - in einem Mannschaftszeitfahren kann leider viel passieren, heute war es viel Negatives für uns", so Vauquelin.
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"Unglaublich!" Ullrich und Aldag verblüfft von Ganna

Quelle: Eurosport

Wie herausfordernd der Kampf gegen die Uhr war, macht ein Blick auf das erste Gesamtklassement der 113. Tour de France deutlich: Nur 20 Fahrer liegen nach den ersten 20 der 3321 Kilometer noch innerhalb von einer Minute.
Am Sonntag geht in Barcelona auch die 2. Etappe zu Ende, das schwere Finale mit Schlussrunden am Hausberg der katalanischen Metropole bietet den Stars eine Chance auf den Tagessieg. Sogar ein Wechsel im Gelben Trikot ist auf dem anspruchsvollen Terrain denkbar, zumal im Ziel Zeitgutschriften winken. "Das wird ein richtig harter Tag, an dem man gute Beine und auch etwas Glück braucht", kündigte Pogacar an.
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Tour-Strecke, 2. Etappe: Profil und Kurs zum Kampf um Gelb in Barcelona

Quelle: Eurosport


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