Johan Bruyneel bei seinem Sturz in der Tour de France 1996
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Der 6. Juli - kein Tour-Tag wie jeder andere:
Aus mehreren Gründen sorgt 1996 die 7. Etappe der Tour de France für Schlagzeilen.
Die Bergankunft in Les Arcs ist der erste Härtetest des Rennens - und Seriensieger Miguel Indurain bricht zur völligen Überraschung ein, quält sich den Berg hinauf und verliert über drei Minuten auf Bjarne Riis, Jan Ullrich und Co. - seine jahrelange Dominanz ist auf einen Schlag vorbei, es wird keinen sechsten Tour-Sieg für den Spanier geben.
Gleichzeitig kommt es am selben Tag zum Drama um den jungen Träger des Gelben Trikots: Stéphane Heulot kann sein seit Tagen schmerzendes Knie nicht länger ertragen, unter Tränen steigt er ins Teamfahrzeug - als einer von insgesamt 14 Profis, die in der Tour-Geschichte mit dem "maillot jaune" vorzeitig die Tour verlassen müssen.
Neuer Träger des Gelben Trikots wird Evgeni Berzin - als erster Russe der Tour-Geschichte.
Und eine große Schrecksekunde gibt es in der Abfahrt vom Cormet de Roselend: Ein gewisser Johan Bruyneel stürzt ins Nirgendwo, "geschützt" nur durch eine Rabobank-Kappe.
Doch wie durch ein Wunder klettert der Belgier kurz darauf selbst den Abhang wieder hinauf, greift sich ein neues Rad und wird so wenig später noch 20. der Etappe.
Johan Bruyneel bei seinem Sturz in der Tour de France 1996
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Zu Beginn der Tour 1992 fährt sich am 6. Juli ein 22-Jähriger ins Herz der Franzosen: Der Nobody aus dem RMO-Rennstall reißt auf dem 3. Teilstück zusammen mit einem spanischen Begleiter aus und kommt über fünf Minuten vor den Stars nach 255 km in Pau an. Den Etappensieg verpasst er, aber das Gelbe Trikot gehört für einen Tag ihm - und Frankreich entdeckt den Namen Richard Virenque:
Der Beginn einer wechselvollen (Liebes)Beziehung, die trotz seiner Dopingaffäre bis heute anhält.
Richard Virenque im Gelben Trikot bei der Tour de France 1992
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In Troyes macht Marcel Kittel am 6. Juli 2017 klar, wer der beste Sprinter des Rennes ist: Aus fast aussichtsloser Position stürmt er noch zum Sieg vor dem Franzosen Arnaud Démare, es ist der zweite seiner letztlich fünf Triumphe in dieser Tour.
André Greipel wird Dritter und auch Rüdiger Selig und John Degenkolb sprinten in die Top Ten, ein seltener Tag für die deutschen Sprinter, die der Etappe im Finale ihren Stempel aufdrücken.
Marcel Kittel stürmt bei der Tour de France 2017 zum Sieg in Troyes
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Aus unerklärlichen Gründen ist der 6. Juli in etlichen Jahren mehrfach zum großen Sturz-Tag der Tour geworden. Beim 100. Geburtstag im Jahr 2003 ist dabei zu Beginn alles ganz wunderbar - Promenade vom "Stade de France" zum Startort der Tour 1903, dem Café "Le Reveil Matin", dort Zeremonie undundund.
Am Ende der Etappe hingegen in wird es in Meaux schmerzhaft. Ein Massensturz bei Höchstgeschwindigkeit auf der Zielgeraden streckt viele Fahrer nieder: Für Levi Leipheimer ist die Tour damit nach der 1. Etappe vorbei, Tyler Hamilton bricht sich sein berühmt gewordenes Schlüsselbein - und Olaf Pollack sorgt für eines der Bilder jener Tour:
Olaf Pollack trägt bei der Tour de France 2003 über die Zielgerade
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Im Jahr 2010 geht es am 6. Juli über das Kopfsteinpflaster von Paris - Roubaix - und es kommt, wie es kommen muss: Einige Mitfavoriten verlieren die Tour schon auf dieser 3. Etappe. Der Luxemburger Frank Schleck stürzt so schwer, dass er direkt aufgeben muss.
Lance Armstrong kassiert auf die Spitzengruppe um Cadel Evans und Andy Schleck über zwei Minuten Rückstand, etliche andere große Namen sind mit knapp einer Minute Zeitverlust fast noch gut bedient.
Frank Schleck stürzt bei der Tour de France 2010
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Dass üble Stürze aber auch auf bester Strecke möglich sind, erleben wir 2012, als sich am 6. Juli auf dem Weg nach Metz die Straße fast in ein Schlachtfeld verwandelt. Rund 25 Kilometer vor dem Ziel gehen dutzende Fahrer bei hohem Tempo zu Boden und wieder sind etliche der großen Namen betroffen.
Wieder gehört Frank Schleck zu den Opfern, dazu Pierre Rolland, Janez Brajkovic, Alejandro Valverde oder auch Robert Gesink. Giro-Sieger Ryder Hesjedal verliert sogar über zehn Minuten, sein Garmin-Teamkollege Tom Danielson muss direkt aufgeben.
Der Massensturz ist Anlass dafür, dass die Tour inzwischen ein eigenes Röntgenmobil mit sich führt - die Krankenhäuser wurden an jenem 6. Juli des Ansturms nicht mehr Herr.
Der Massensturz bei der Tour de France 2012 nach Metz
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In die Liste der Sturz-Tage reiht sich schließlich auch der 6. Juli 2015 ein: Auf dem Weg von Antwerpen zur Mauer von Huy erwischt es neben vielen anderen Fahrern auch Mitfavorit Tom Dumoulin und Spitzenreiter Fabian Cancellara. Das Rennen wird kurzzeitig neutralisiert, der Schweizer kämpft sich auch noch ins Ziel.
Doch die Diagnose lautet auf zwei angebrochene Lendenwirbel, die Tour ist für den Träger des "maillot jaune" vorbei.
Bei der Tour de France 2015 kommt es auf dem Weg nach Huy zu einem Massensturz
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Voigts Top 5: Die besten Ausreißer der Tour-Geschichte im Ranking
Quelle: Eurosport