Tour de France - Jens Voigt traut Remco Evenepoel nach Etappensieg Großes zu: "Der Favorit auf den zweiten Platz"
Remco Evenepoel hat mit seinem Sieg über Tadej Pogacar auf der 15. Etappe der Tour de France ein Ausrufezeichen gesetzt. Jens Voigt geht davon aus, dass der Belgier dank seines Triumphs bei der ersten Alpen-Bergankunft reichlich Selbstvertrauen getankt hat - und nun endgültig bei der Frankreich-Rundfahrt angekommen ist. Für das Zeitfahren und die letzte Tour-Woche traut Voigt ihm viel zu.
Highlights: Vingegaards Sturz-Aus überschattet Evenepoel-Coup
Quelle: Eurosport
Die 15. Etappe der Tour de France endete mit einem echten Paukenschlag: Nicht etwa Dauer-Dominator Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) setzte sich bei der Bergankunft im Schlusssprint durch, sondern überraschenderweise Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe).
Für den Belgier, der bis dato nicht zwingend als Spezialist für lange Anstiege galt, war es nach zwei Zeitfahr-Siegen der erste "klassische" Etappentriumph bei La Grande Boucle überhaupt.
Ein Erfolg, der reichlich Selbstvertrauen mit sich bringen wird. Davon geht zumindest Eurosport-Experte Jens Voigt aus. "Für ihn gibt es jetzt nur noch eine Richtung: nach oben", sagt der zweimalige Etappensieger, der Evenepoel nach dem tragischen Unfall-Aus von Jonas Vingegaard nun zum "großen Favoriten auf den zweiten Platz" in der Gesamtwertung deklariert.
Für das anstehende Zeitfahren am Dienstag (ab 13:00 Uhr im Liveticker) prognostiziert Voigt dem Red-Bull-Profi sogar abermals den Platz an der Podest-Sonne und somit den zweiten Etappensieg in Serie: "Man muss ganz klar sagen, dass Remco beim Zeitfahren der große Favorit ist. (Filippo) Ganna wird Zweiter und Pogacar Dritter - auf dieses Podium würde ich tippen."
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Remco Evenepoel gewann die 15. Etappe
Fotocredit: Getty Images
Voigt: "Training ersetzt keinen Rennrhythmus"
Dass Evenepoels Knoten bei der diesjährigen Ausgabe der Tour mit etwas Verspätung geplatzt ist, macht Voigt an der zweimonatigen Rennpause des 26-Jährigen (Evenepoel war zuletzt bei Lüttich-Bastogne-Lüttich Ende April an den Start gegangen) fest.
"Remco kam zur Tour de France und war zuvor über 60 Tage lang bei keinem Rennen an den Start gegangen. Er hat sich gut vorbereitet, aber über zwei Monate ohne Rennen sind schon erheblich", sagt Voigt.
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Lipowitz verliert Zeit - aber "toller Tag für die Mannschaft"
Quelle: Eurosport
Er führt aus: "Training ersetzt keinen Rennrhythmus. Attackieren, drängeln vor der Kurve - das kannst du im Training nicht simulieren."
Vor der abschließenden Tour-Woche führt Pogacar das Feld souverän an, Evenepoel folgt mit einem Rückstand von 5:00 Minuten, auf Platz drei rangiert Pogacars Teamkollege Isaac Del Toro (5:58 Minuten).
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Tour-Vorschau, 16. Etappe: Einzelzeitfahren am Genfer See
Quelle: Eurosport
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