Paul Seixas löst vor Tour de France Hype aus - Miguel Indurain bremst Erwartungen: "Man muss etwas Ruhe bewahren"
Publiziert 02/05/2026 um 13:19 GMT+2 Uhr
Der steile Aufstieg von Paul Seixas bestimmt wenige Monate vor Beginn der Tour de France vor allem in seiner Heimat Frankreich die Schlagzeilen. Miguel Indurain, selbst fünfmaliger Sieger der Frankreich-Rundfahrt, empfahl jedoch, den Druck vom 19-Jährigen zu nehmen. "Ich glaube, dass man ein wenig Ruhe bewahren muss", erklärte der Spanier gegenüber der Nachrichtenagentur "EFE".
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Quelle: Eurosport
"In Frankreich sind alle sehr begeistert, aber der Junge trägt Verantwortung. Wenn er fährt und nichts erreicht ...", brachte Indurain einen wichtigen Aspekt vor. Er wisse daher nicht, ob Seixas bei der Tour de France (ab 4. Juli live bei Eurosport und HBO Max) starten werde.
Der 61-Jährige blickte auch auf seine eigenen Anfänge zurück. "Ich war 19 Jahre alt, als ich 1985 mein erstes Jahr als Profi bestritt. Aber die Tour ist etwas ganz anderes, vor allem, wenn man um den Sieg mitfährt. Ich habe mein Debüt eine Woche oder 15 Tage vor der Tour gegeben, um zu sehen, was das für ein Rennen ist." Seinen ersten Gesamtsieg holte Indurain 1991.
Auch Eurosport-Experte Jens Voigt warnte angesichts des Hypes um den Teenager vor einem zu großen Druck. Alberto Contador wünscht sich als Fan zwar einen Start von Seixas in Frankreich.
Doch auch eine andere Planung - etwa stattdessen bei der Vuelta zu fahren - könne er nachvollziehen, erklärte der Tour-Sieger von 2007 und 2009 bei Eurosport. Für Indurain ist Seixas jedoch nicht das einzige Talent, auf das zu achten ist.
Indurain: Pogacar bleibt "schwer zu schlagen"
"Überall tauchen neue Talente auf, die immer jünger werden - nicht nur in Frankreich, sondern auch in Spanien, Italien, Belgien. Sie sind die Zukunft des Radsports. Früher musste man etwas länger warten, bis man sich profilieren und das Handwerk erlernen konnte."
Tadej Pogacar bleibe aber weiter eine Liga für sich. "Er hat ein kleines bisschen mehr als die anderen. Letztes Jahr haben sie ihn schon ein paar Mal geschlagen, und einige versuchen jetzt, ihn in Schwierigkeiten zu bringen. Sie wissen, wie er fährt, und bekommen langsam den Dreh raus", erklärte Indurain.
"Die Sache ist nur, dass es mit dem Team, das er hat, seiner Mentalität und der Hochform, in der er sich gerade befindet, schwer ist, ihn zu schlagen."
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Quelle: Eurosport
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