Tour de France: John Degenkolb erinnert sich an Etappensieg in Roubaix 2018 - "emotionalster Moment meiner Karriere"
VonJan Zesewitz
Publiziert 15/07/2026 um 16:24 GMT+2 Uhr
Im sechsten Anlauf hat es endlich geklappt: John Degenkolb hatte in seiner Karriere schon Monumente gewonnen und andere große Siege eingefahren, nur bei der Tour de France wollte es nicht gelingen. 2018, ausgerechnet am Zielort seines Lieblingsrennens Paris - Roubaix, war es endlich so weit. Der Deutsche setzte sich im Sprint einer Dreier-Gruppe durch. Am Jahrestag erinnert sich der 37-Jährige.
Degenkolb über Etappensieg 2018: "Bekomme heute noch Pipi in den Augen"
Quelle: Eurosport
"Ich habe viele große Erfolge gefeiert", erzählte er vor dem Start der 11. Etappe der Tour de France acht Jahre nach dem Sieg. "Aber rein von der Emotionalität her und durch die lange Durststrecke, die ich vorher erlebt habe und den Sturz mit der langen Reha, war das auf jeden Fall mein emotionalster Sieg."
Degenkolb musste nach einem schweren Trainingsunfall lange kämpfen, um wieder an seine Leistungen aus dem Jahr 2015 anzuknüpfen, als er im selben Jahr Mailand - Sanremo und Paris - Roubaix gewann.
"Ich habe mich megastark gefühlt", sagte Degenkolb über das Finale gegen Greg Van Avermaet im Gelben Trikot und Yves Lampaert. "Ich war auch in der perfekten Gruppe und selbstbewusst, dass ich die anderen beiden schlagen kann. Darum bin ich den Sprint auch von vorne angefahren."
Es war der Tag vor dem ersten Ruhetag der Tour 2018 und es ging über einige legenäre Pavé-Abschnitte des berühmten Kopfsteinpflaster-Klassikers. Der Deutsche kontrollierte den Tag über und fand sich schließlich in einem Spitzen-Trio wieder, das mit 19 Sekunden Vorsprung auf die nächsten Verfolger das Ziel in Roubaix erreichte.
Drei Tage später gab Van Avermaet das Gelbe Trikot an Geraint Thomas ab, der es bis nach Paris brachte.
Das könnte Dich auch interessieren: Musste Lipowitz auf Evenepoel warten? Das sagt der Red-Bull-Profi
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung