Tour de France 2026: Kritik von Quinn Simmons - Lidl-Trek-Sportdirektor Steven de Jongh zeigt Verständnis für Frust

Für Lidl-Trek geht es bei der Tour de France in diesem Jahr vor allem um ein Ziel: das Grüne Trikot für Top-Sprinter Mads Pedersen. Platz für Etappensiege als Ausreißer gibt es dabei kaum - ein Zustand, über den Quinn Simmons zuletzt seine Frustration zum Ausdruck gebracht hat. Sportdirektor Steven de Jongh reagierte am Mittwoch auf die Kritik und zeigte Verständnis für den US-Amerikaner.

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Quelle: Eurosport

"Ich denke, das Team hat ziemlich deutlich gemacht, dass es ihnen wichtiger ist, dass Mads das grüne Trikot gewinnt, als dass ich eine Etappe gewinne", hatte Simmons am Sonntag gesagt.
"Und wissen sie, letztendlich zahlen sie mir mein Gehalt, also muss ich tun, was mir gesagt wird, und ich bin voll und ganz hier, um Mads bei seinem Ziel, das grüne Trikot zu gewinnen, zu unterstützen", so der 25-Jährige weiter.
Trotz der (vorsichtigen) Kritik ist klar: Der US-Meister nimmt kein Prozent seiner Leistung raus. Simmons befindet sich immer wieder in Ausreißergruppen, arbeitet für sein Team und wurde in der zweiten Woche zum besten Teamkollegen der Tour gewählt.
Auch auf der 17. Etappe am Mittwoch war Simmons vorne mit dabei und ermöglichte Teamkollege Pedersen so die Maximalpunktzahl beim Zwischensprint. Der Gewinner des Tages war trotzdem Hauptrivale Jasper Philipsen, der die Etappe gewann und sich auf sieben Punkte an den Dänen heranschob.

De Jongh hält am Plan fest

"Ich kann seine Frustration nachvollziehen", sagte Sportdirektor de Jongh vor der Etappe am Mittwoch im Gespräch mit "Cyclingnews", angesprochen auf die Kritik von Simmons: "Aber wir sind mit einem klaren Ziel hierhergekommen, und das Ziel war es, mit Mads das Grüne Trikot zu gewinnen. Das wussten sie, und sie wissen auch, dass sie Mads helfen müssen, denn vielleicht ist es eine seiner letzten Chancen, sich das Grüne Trikot zu sichern."
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Quelle: Eurosport

Angesichts der Tatsache, dass Simmons und auch Mathias Vacek weiter für Pedersen und am großen Teamziel arbeiten, nahm de Jong die Kritik gelassen zur Kenntnis.
"Sie halten sich an den Plan, das ist gut, und sie können ihrem Frust Luft machen. Daran ist nichts auszusetzen, aber wir bleiben bei unserer Linie", schob der Niederländer hinterher.

Pedersen geht als Führender in die Alpen

"Ich würde sagen, die Frustration ist an der richtigen Stelle. Sie sind Sportler, sie wollen gewinnen, aber Quinn und Vacek haben noch eine lange Karriere vor sich", sagte de Jongh und schickte gleich ein kleines Versprechen für die kommenden Jahre mit: "Ich denke, wenn wir uns in Zukunft stärker auf die Gesamtwertung konzentrieren, werden sie ihre Chancen in den Etappen haben."
In den kommenden Jahren will das deutsche Radsportteam seinen Fokus auf den Gesamtsieg bei der Frankreich-Rundfahrt verlagern. "Das hilft auch aus der Perspektive der Fahrer, die angreifen", stellte de Jongh klar.
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Für die verbleibenden vier Etappen ist das Ziel aber erst einmal das bekannte - und die Ausgangslage ist trotz des "enttäuschenden Tages", wie Pedersen resümierte, gut: Als stärkerer Bergfahrer im Duell um Grün hat der Däne die besseren Karten als sein belgischer Konkurrent. Am Donnerstag steht die erste von drei anspruchsvollen Alpen-Etappen an.
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Quelle: Eurosport


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