Tour de France 2026: Lance Armstrong kritisiert nächtliche Dopingtests von Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard scharf

Lance Armstrong hat harte Kritik an den nächtlichen Dopingkontrollen bei der Tour de France geübt. "Kontrollen um zwei Uhr morgens sind eine Verletzung der Menschenrechte. Ich bin sprachlos", erklärte der 54-jährige US-Amerikaner, der einst selbst des Dopings überführt worden war und seine sieben Gesamtsiege auf der Grande Boucle abgesprochen bekommen hatte, in seinem Podcast "The Move".

Pogacar reagiert exklusiv auf Dopingkontrolle in der Nacht

Quelle: Eurosport

Den Sinn von Dopingkontrollen wollte Armstrong mit seinen Aussagen jedoch nicht infrage stellen - lediglich den Zeitpunkt.
"Das alles sollte erledigt sein, bevor die Tour beginnt. Die Athleten müssen kontrolliert werden", merkte er an. "Aber nicht mitten in der Nacht. Nicht während der härtesten Sportveranstaltung der Welt."
Jonas Vingegaard (Team Visma-Lease a Bike), der am Tag der Dopingkontrollen nach einem schweren Sturz die Tour de France aufgeben musste, sowie Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) wurden in der Nacht zu Sonntag jeweils mit ihren Teams zum Dopingtest gebeten. Mit Regeneration, die gerade vor Etappenrennen so wichtig ist, habe dies nichts zu tun.
"Schlaf ist unerlässlich. Niemand hier sagt, dass du keine Tests machen solltest, aber mach sie nicht mitten in der Nacht", unterstrich Armstrong.

Testagentur verteidigt nächtliche Dopingkontrollen

Mittlerweile hat die Internationale Testagentur (ITA) in einer Mitteilung ihre Vorgehensweise verteidigt. Wie die "L'Équipe" berichtete, soll sich die ITA sogar eine Erlaubnis bei einem Richter für Freiheits- und Haftfragen eingeholt haben.
Nächtliche Dopingkontrollen sind in Frankreich jedenfalls seit 2016 auch im Zeitfenster zwischen 23:00 und 06:00 Uhr zulässig, aber de facto selten. Im dafür relevanten Reglement wird präzisiert, dass für eine nächtliche Kontrolle konkrete Verdachtsmomente vorliegen müssen.
Nichtsdestotrotz: Die Tatsache, dass die Dopingtests ausgerechnet vor einer Bergetappe vollzogen wurden, sorgte auch im Peloton für Unverständnis.
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Pogacar über Vingegaard-Aus: "Tour wird nicht mehr das Gleiche sein"

Quelle: Eurosport

"Das ist unmöglich", reagierte etwa Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) beim belgischen TV-Sender "Sporza". "Das ist doch nicht zulässig? Das ist nicht normal."
Pogacar brachte sogar den verhängnisvollen Sturz von Vingegaard mit den Dopingkontrollen in Verbindung. "Ich habe mich gefragt, ob das nicht vielleicht auch ein Grund war. In der Nacht wird dein Schlaf ruiniert", sagte der Slowene. "Dann ist man vielleicht etwas weniger konzentriert in der Abfahrt. Seine Tour ist ruiniert. Das kann schon etwas zusammenhängen."
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Quelle: Eurosport


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