Tour de France - Michael Storer sieht Jonas Vingegaard vor Tadej Pogacar: "Meiner Meinung nach in absoluter Top-Form"

Die Favoritenrolle bei der Tour de France 2026 liegt für fast alle Experten klar bei Tadej Pogacar. Michael Storer hat einen anderen Blick auf die aktuelle Situation. Denn der australische Topprofi sieht Jonas Vingegaard in der Pole Position. Der Däne, der den Giro d'Italia 2026 klar gewann, habe ihn während der Italien-Rundfahrt nachhaltig beeindruckt, so Storer im "Domestique Hotseat"-Podcast.

Aldag über Vingegaard-Dominanz: "Es hätten Fehler passieren müssen"

Quelle: Eurosport

"Meiner Meinung nach ist er in absoluter Top-Form", erklärte Storer und verwies darauf, dass Vingegaard bei der Tour sogar noch stärker auftreten könne als beim Giro. Storer bezog sich dabei auf Aussagen des Visma-Kapitäns selbst: Vingegaard habe mehrfach betont, bei seiner zweiten großen Rundfahrt einer Saison häufig stärker zu sein als bei der ersten.
Für Storer ist das Grund genug für eine klare Prognose: "Also setze ich bei der Tour dieses Jahr auf Vingegaard statt auf Pogacar. Das gebe ich jetzt einfach mal zu Protokoll."
Nach Ansicht des Australiers werde häufig unterschätzt, wie überlegen der Däne in den entscheidenden Momenten tatsächlich gewesen sei.
Der Australier zählt selbst zu den renommiertesten Rundfahrtspezialisten seines Landes. Den Aufstieg schaffte er durch zwei Etappensiege bei der Vuelta a España 2021, später gewann er die Gesamtwertung der Tour of the Alps 2025. Beim Giro d'Italia 2026 belegte der Tudor-Profi einen starken siebten Gesamtrang und gehörte zu den konstantesten Kletterern des Rennens.
Seine Aussage machte er allerdings vor dem Tour-Aus für Visma-Star Wout van Aert und der Auftakt-Demonstration von Pogacar bei der Tour de Suisse. Die Klasse des Slowenen kennt Storer aus vielen gemeinsamen Rennen, darunter vier gemeinsam absolvierten dreiwöchigen Rundfahrten seit 2019.
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Michael Storer vom Team Tudor gehört zu den Top-Rundfahreren des Pelotons

Fotocredit: Getty Images

Storer über Vingegaard: "Das ist nicht fair"

Kritik an Vingegaards Fahrweise während des Giros konnte der Australier derweil nicht nachvollziehen. Einige Beobachter hatten dem Dänen vorgeworfen, zu defensiv aufgetreten zu sein. Storer widerspricht entschieden: "Das ist nicht fair. Er musste einfach keine große Attacke fahren. Er konnte uns stehen lassen, ohne aus dem Sattel zu gehen."
Vingegaard habe viele Konkurrenten bereits mit konstant hohem Tempo distanzieren können. Die Zeitabstände hätten jedoch deutlich gezeigt, wie stark der Visma-Leader unterwegs gewesen sei.
Mit Blick auf Vingegaard und Pogacar sagte Storer zudem: "Meine Antwort ist, dass ich mich zurücklehne und ihnen applaudiere. Diese Top-Fahrer sind einfach einen Schritt vor allen anderen."
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Highlights: Dominanz pur! Pogacar macht schon am ersten Tag ernst

Quelle: Eurosport


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