Tour de France: "Paul Seixas kann so stark wie Tadej Pogcar werden" - Frankreichs Top-Teenager mit goldener Zukunft

Seit über 40 Jahren warteten Frankreichs Fans auf einen Heimsieg bei der Tour de France. Alle Hoffnungen ruhen jetzt auf Paul Seixas, der mit erst 19 Jahren sein Debüt gibt und erstmals überhaupt eine dreiwöchige Rundfahrt bestreitet - als jüngster Starter seit dem 2. Weltkrieg. Mit großen Siegen im Frühjahr schürte er die Erwartungen und ist bislang tatsächlich zumindest voll auf Podiumskurs.

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Quelle: Eurosport

Angst vor großen Namen kennt er nicht: Paul Seixas war im Frühjahr der einzige Fahrer, der es in den Klassikern an den schweren Anstiegen mit Tadej Pogacar aufnahm. Bei Strade Bianche im März konnte er das Hinterrad des Weltmeisters noch nicht halten, auf dem Weg nach Lüttich Ende April aber war er dem Slowenen schon einen Anstieg lang ebenbürtig.
Dazwischen dominierte Seixas die Konkurrenz (inklusive Florian Lipowitz) bei der Baskenland-Rundfahrt und beim Flèche Wallonne.
Wie stark kann der Youngster noch werden, hat er das Potenzial eines Pogacar? "Ja, glaube ich schon", urteilt Eurosport-Experte Rolf Aldag. Als Ex-Profi wie als Teamchef hat er über Jahrzehnte hinweg Ausnahmekönner begleitet und als solchen schätzt er auch den schlaksigen Überflieger aus Lyon ein.
Mit einer Einschränkung allerdings: "Er kann so stark werden wie Tadej jetzt ist. Wir wissen aber noch nicht, wie die Entwicklung im Radsport weitergeht", gibt Aldag zu bedenken und verweist auf die jüngere Vergangenheit: "Beim Tour-Sieg von Vingegaard haben wir gedacht, der gewinnt jetzt die nächsten acht Jahre. Und dann kam Pogacar und hat gesagt: 'Warte mal, ich hab da was dagegen.' Wir wissen nicht, wer als Nächstes kommen wird, wissen noch nicht, wie weit Isaac del Toro zum Beispiel kommt. Deshalb: So einfach ist es nicht, mal eben zu kalkulieren und zu sagen: 'Ja, der kann die Tour gewinnen' - weil da kommen auch noch andere."
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Pogacar kann Seixas nicht abschütteln - Evenepoel hat Probleme

Quelle: Eurosport

Topteams jagen Supertalent Seixas

Das enorme Leistungsvermögen von Seixas hat aber längst alle Topteams auf den Plan gerufen, die ihn mit enormen Summen zu einem Wechsel Weg von seinem Rennstall Décathlon CMA CGM bewegen wollen.
Besonders die Mannschaft Netcompany Ineos hat ein Auge auf das Wunderkind geworfen, um mit ihm als Kapitän an ihre Tour-Siegesserie der Jahre zwischen 2012 und 2019 anzuknüpfen (sieben Gesamterfolge mit Bradley Wiggins, Chris Froome, Geraint Thomas und Egan Bernal).
"Sie stehen in den Startlöchern, um wieder ein Team zu sein, das um den Sieg bei der Tour de France mitfahren kann - haben aber den Fahrer dazu noch nicht. Insofern macht das schon Sinn", schätzt Aldag die Gemengelage ein.
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"Wenn ich Seixas wäre, würde ich für die angeblich irgendwo gebotenen 13 Millionen Gehalt sofort unterschreiben, besser wird's nicht. Im Moment sind die Angebote nicht basierend auf Resultaten, sondern auf einer Annahme von Talent. Und das kann natürlich in alle Richtungen gehen", weiß Aldag.
Aktuell liegt Seixas auf Rang sechs der Gesamtwertung - für ihn beginnt nach dem Ruhetag Neuland: Noch nie hat er ein Rennen bestritten, das in eine zweite Woche geht. Wie lange seine Kräfte reichen, wird die große Frage sein - die 10. Etappe am französischen Nationalfeiertag wird mit ihrem schweren Profil der nächste Gradmesser.
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Auto im Weg: Seixas' Finish von Astana-Wagen gestört

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