Tour de France - Remco Evenepoel geht Pressesprecher von Team Red Bull nach Rang zwei an: "Hör auf mit dem Theater"
Publiziert 26/07/2026 um 15:59 GMT+2 Uhr
Remco Evenepoel hat nach der Königsetappe der Tour de France seinem Ärger freien Lauf gelassen. Im Anschluss an seinen zweiten Platz hinter Richard Carapaz fuhr der Belgier nicht nur sichtlich frustriert über die verpasste Siegchance ins Ziel, sondern wies auch den Pressesprecher seines Teams scharf zurecht. "Warum feierst du?", fragte Evenepoel umgehend nach der Etappe sichtlich schlecht gelaunt.
Remco Evenepoel war nach Einfahrt ins Ziel erst aufgebracht
Fotocredit: Getty Images
Zuvor beglückwünschte Red-Bull-Teamsprecher Gabriele Uboldi Evenepoel nach dessen starker Leistung. Nachdem Uboldi erwidert hatte: "Ich freue mich", entgegnete der Belgier: "Hör auf mit dem Theater. Ich habe nicht gewonnen, ich bin Zweiter."
Die Situation entspannte sich erst kurze Zeit später wieder. Uboldi entschuldigte sich mit den Worten: "Es tut mir leid, wir freuen uns einfach für dich." Evenepoel erklärte daraufhin ruhiger: "Ich wollte einfach unbedingt gewinnen."
Der Olympiasieger hatte auf der 20. Etappe lange auf seinen dritten Tagessieg bei der diesjährigen Tour gehofft. Im Schlussanstieg setzte er sich aus der Favoritengruppe ab und profitierte wenig später vom doppelten Sturz des bis dahin führenden Sepp Kuss.
An Richard Carapaz kam Evenepoel jedoch nicht mehr heran und erreichte das Ziel rund 20 Sekunden hinter dem Ecuadorianer.
Evenepoel: "Bin mit meiner Tour sehr zufrieden"
Trotz seines Ärgers unmittelbar nach der Zieldurchfahrt zog der 26-Jährige wenig später ein positives Fazit der Frankreich-Rundfahrt. "Ich habe erneut ein sehr starkes Finale gefahren. Leider haben am Ende etwa 20 Sekunden zum Sieg gefehlt, aber insgesamt bin ich mit meiner Tour sehr zufrieden", sagte Evenepoel.
Nach seiner zweimonatigen Wettkampfpause sei dieses Ergebnis alles andere als selbstverständlich gewesen. "Genau dafür bin ich zwei Monate aus dem Wettkampf ausgestiegen. Deshalb bin ich sehr glücklich."
Mit Blick auf frühere Zweifel an seinen Qualitäten als Rundfahrer schickte der Belgier zudem eine Spitze an seine Kritiker. "Ich beweise einmal mehr, dass all die Kritik nicht berechtigt war. Zweiter bei der Tour und in diesem Jahr Gewinner der Vuelta – das ist nicht schlecht für jemanden, der angeblich kein Fahrer für große Rundfahrten ist."
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Phänomen Carapaz - was den Olympiasieger bei der Tour so stark macht
Quelle: Eurosport
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