Tour de France - Eddy Merckx adelt Tadej Pogacar und traut Slowenen alleinigen Rekord zu: "Wird uns bald übertreffen"

Tadej Pogacar wird mit seinem fünften Gesamtsieg bei der Tour de France endgültig in den Kreis der größten Radsport-Legenden aufsteigen. Doch für Eddy Merckx ist das noch längst nicht das Ende. Die belgische Ikone ist überzeugt, dass der Slowene schon bald zum alleinigen Rekordhalter avancieren wird. Im Gespräch mit der "Gazzetta dello Sport" sprach Merckx über die weiteren Ambitionen Pogacars.

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Quelle: Eurosport

"Ich gratuliere ihm, aber ich glaube, er wird nicht nur mit mir und den anderen Champions gleichziehen: Er wird unseren Rekord an Tour-Siegen bald noch übertreffen", erklärte er.
Mit seinem Triumph bei der 113. Tour de France zog Pogacar mit den bisherigen Rekordsiegern Merckx, Jacques Anquetil, Bernard Hinault und Miguel Indurain gleich. Alle fünf Fahrer stehen nun bei jeweils fünf Gesamtsiegen.
Besonders beeindruckt zeigt sich der 81-jährige Merckx von Pogacars Entwicklung als Kletterer. "Jede Ära hat ihre Champions, ich mag keine Vergleiche. Natürlich war seit seinem Profidebüt klar, dass er ein besonderes Talent hat. Vielleicht hätte ich aber nicht gedacht, dass er im Hochgebirge so beeindruckend werden könnte. Mir scheint, dass er in jeder Phase Kletterrekorde bricht", schwärmte Merckx.
Erst auf der 19. Etappe hatte Pogacar den legendären Anstieg nach Alpe d'Huez in Rekordzeit bewältigt und damit seine Dominanz bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt deutlich unterstrichen.

Merckx kann Buhrufe verstehen: "Leute wollen Spektakel"

Dass der Slowene trotz seiner außergewöhnlichen Leistungen vereinzelt von Fans mit Buhrufen konfrontiert wurde, kann Merckx nachvollziehen. "Die Leute wollen Spektakel sehen. Wenn er sich zum Angriff entschließt, dominiert er und ist konkurrenzlos – da fehlt es ein wenig an Dramatik."
Ähnliche Erfahrungen habe auch er selbst gemacht. "Das ging mir genauso, als ich gegen Anquetil und Poulidor antrat. Dieses Jahr hatten die Franzosen mit Paul Seixas einen Hoffnungsträger und vielleicht erwartet, dass er näher an Pogacar dran sein würde."
Merckx hält sogar das scheinbar Unmögliche für realistisch: den Gewinn aller drei großen Landesrundfahrten in einem Kalenderjahr. "Wenn es jemand schaffen kann, dann er. Meiner Meinung nach kann er das schaffen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen."
Entscheidend sei dabei allerdings der Support seines Teams. "Man braucht unbedingt die Unterstützung eines sehr starken Teams mit einem breiten Fahrerkader, das die Rennen gut kontrollieren kann, um unnötige Erschöpfung auf scheinbar einfachen Etappen zu vermeiden." Mit dem UAE Team verfüge Pogacar über genau eine solche Mannschaft.
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Highlights: Irres Finale auf der Schlussetappe

Quelle: Eurosport


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