Tour de France - Remco Evenepoels Weg zu Red Bull-Bora-hansgrohe: Teamchef Ralph Denk plaudert aus dem Nähkästchen
Update 19/07/2026 um 19:08 GMT+2 Uhr
Remco Evenepoel ist seit dieser Saison der Superstar bei Red Bull-Bora-hansgrohe. Den Belgier hätte es aber auch zu einer anderen Equipe verschlagen können, wie Teamchef Ralph Denk im eigenen Podcast sagte. Eine Empfehlung von Nachwuchschef Christian Schrot habe er erst einmal "nicht so ernst genommen", verriet Denk. Erst ein Schlüsselmoment sorgte für Interesse und ein späteres Vertragsangebot.
Kapitänsfrage geklärt? Evenepoel fällt am letzten Anstieg zurück
Quelle: Eurosport
Den ersten Eindruck von Remco Evenepoel habe nicht selbst bekommen, "das war durch Nachwuchschef Christian Schrot", plauderte Ralph Denk aus dem Nähkästchen.
Schrot habe ihn "damals von einem U19-Rennen angerufen und gesagt: 'Da ist ein Belgier, der fährt jede Etappe alleine vorne weg. Das dauert eine Minute, zwei Minuten, drei Minuten - und dann sieht man den nie mehr.' Der hat auf der Rundfahrt alles gewonnen, was es zum Gewinnen gab und immer mit minutenweise Vorsprung."
Den heutigen Boss von Red Bull-Bora-hansgrohe beeindruckte das damals zunächst nicht. "Das hab ich jetzt nicht so ernst genommen, bin ich ganz ehrlich", offenbarte der 52-Jährige.
Erst 2018 änderte sich das - bei der Rad-Weltmeisterschaft in Innsbruck (Österreich). "Da hat er das Junioren-Rennen gewonnen, obwohl er zuerst mal einige Minuten hinter dem Feld war, weil er in einen Sturz verwickelt war", erinnerte sich Denk: "Und dann hat er die Minuten alleine wieder geschlossen, ist durchs Feld gefahren und Junioren-Weltmeister geworden."
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Remco Evenepoel erhielt erst relativ spät das Interesse von Red Bull-bora hansgrohe-Boss Ralph Denk
Fotocredit: Getty Images
Das sorgte schließlich für das Umdenken. "Da hab ich den Namen dann schon ernst genommen", so Denk. Ihm habe "imponiert und sehr gefallen, wie er seine Rennen gewonnen hat".
"Alle 18 Mannschaften der World Tour wollten Evenepoel verpflichten"
Zu diesem Zeitpunkt war die Konkurrenz um die Unterschrift Evenepoels jedoch deutlich größer als noch kurz zuvor, wie sich auch Denk bewusst war. "Alle 18 Mannschaften der World Tour wollten ihn verpflichten", blickte er zurück.
2019 zog es das Ausnahmetalent zunächst zu Quick-Step Floors (heute Soudal Quick-Step), 2026 folgte der Wechsel zu Red Bull Bora-hansgrohe.
Denks Sichtweise auf Evenepoel, der zwischenzeitlich Straßen- und Zeitfahr-Weltmeister wurde, die Vuelta (2022) gewann und sich 2024 zum Doppel-Olympiasieger krönte, hat sich grundlegend verändert.
Denk vergleicht Evenepoel mit Haaland und Ronaldo
Der Teamchef betitelt seinen Schützling heutzutage als "Icon Rider", weil er "Medien anzieht und polarisiert". Zudem verglich er den 26-Jährigen mit den Fußball-Superstars Haaland und Ronaldo, da er weder beim Training, der Regeneration, noch der Ernährung etwas dem Zufall überlasse. Dieser Mix aus harter Arbeit und großem Talent sorge für den Erfolg, glaubt Denk.
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Ralph Denk, Teamchef von Red Bull-Bora-hansgrohe
Fotocredit: Getty Images
Der Bad Aiblinger blickte zudem voraus und offenbarte seine Pläne mit Evenepoel: "Vielleicht kann man da noch mehr draus machen, als er eh schon kann. Das ist schon auch unser Kalkül, mit ihm solche Siege zu erringen. Vielleicht kann man ihn auch noch besser machen auf den längeren Bergen."
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Quelle: Eurosport
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