Tour de France: Alpen-Bergankunft geht an Ausreißer Richard Carapaz - Tadej Pogacar muss um Teamkollegen bangen

Ausreißersieg in den Alpen: Richard Carapaz hat als Solist die Bergankunft auf der 18. Etappe in Orcières-Merlette für sich entschieden. Der Olympiasieger aus Ecuador ließ am Schlussanstieg seine letzten Begleiter stehen und sorgte für den ersten Tageserfolg seiner EF-Mannschaft bei der 113. Tour de France. Zweiter wurde wie tags zuvor der Schweizer Mauro Schmid (Jayco) mit 45 Sekunden Rückstand.

Highlights: Ausreißer jubelt auf erster Alpenetappe

Quelle: Eurosport

In der Gesamtwertung verteidigte Tadej Pogacar seine Führung im Gelben Trikot souverän vor Remco Evenepoel (Red Bull). Sein UAE-Team hingegen wurde ziemlich gebeutelt - die Hälfte der Mannschaft war früh in der Etappe angeschlagen abgehängt. Mit Brandon McNulty (USA) verlor der Weltmeister einen wichtigen Helfer ganz.
Pogacars starker deutscher Teamkollege Nils Politt gab am Eurosport-Mikrofon die Marschroute für den Rennstall vor: "Separiert essen und Masken im Bus" seien nun angesagt. Aber es gebe "keine Rundfahrt, wo kein Virus rumgeht", erinnerte der Routinier.
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Politt über Virus bei UAE und Pogacars Ziel in Alpe d'Huez

Quelle: Eurosport

Die Favoriten aufs Podium in Paris sparten sich ihre Kräfte und Attacken für die beiden folgenden Bergankünfte auf und kamen geschlossen ins Ziel, 4:35 Minuten hinter dem Sieger des Tages. Carapaz verbesserte sich durch seinen Coup in der Gesamtwertung um zwei Plätze auf Rang zehn.
Die "Lokomotive von Carchi", die sich vier Kilometer vor dem Ziel gelöst hatte, bescherte dem EF-Team um den deutschen Profi Georg Steinhauser und den sportlichen Leiter Andreas Klier nach vielen vergeblichen Versuchen den ersten Etappensieg. Für Carapaz war es der zweite Tour-Etappensieg seiner Karriere, den ersten hatte er 2024 keine 50 km Luftlinie entfernt in Superdévoluy gefeiert.
"Es war ein ganz besonderer Tag, für mich ist es etwas ganz Besonderes, hier zu gewinnen", sagte Carapaz mit glücklicher Miene: "Ein wunderschöner Moment."
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Perfekt getimte Attacke: Carapaz krönt mutige Solo-Flucht

Quelle: Eurosport

Tour: Engelhardt glänzt wieder als Ausreißer

Zur Ausreißergruppe am Donnerstag gehörte wie am Vortag auch der deutsche Meister Felix Engelhardt, der den Traum vom ersten deutschen Etappensieg seit Politt 2021 noch nicht aufgegeben hatte. Erneut war er in der ungemein starken Fluchtgruppe "die kleinste Kerze", wie er es nannte. Rund 45 km vor dem Ziel fiel Engelhardt aus dem vorderen Teil der auseinandergefallenen Gruppe um seinen Teamkollegen Schmid zurück.
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"Hätte das gescheppert!" Carapaz wendet Katastrophe artistisch ab

Quelle: Eurosport

Tour: Pedersen punktet in Bergen

Die Fahrt über 182,5 Kilometer und fünf Bergwertungen sorgte auch für eine Zuspitzung in der Bergwertung: Pogacar führt nur noch hauchdünn vor dem Franzosen Valentin Paret-Peintre (Soudal) und Carapaz: Das Trio trennen vor den beiden schwersten Bergetappen dieser Tour nur sieben Punkte.
In der Punktewertung gelang Mads Pedersen mit einem Kraftakt der wahrscheinlich entscheidende Befreiungsschlag: Einmal mehr kämpfte sich der Däne vom Lidl-Team in die Ausreißergruppe und obwohl der Zwischensprint erst nach mehreren Anstiegen und 130 Kilometern anstand, konnte er ihn für sich entscheiden und seinen Vorsprung gegen Jasper Philipsen deutlich ausbauen.
Am Freitag steht die mit Spannung erwartete Bergankunft in Alpe d'Huez an, auf knapp 130 Kilometern mit drei weiteren Anstiegen wartet ein Feuerwerk auf die Fans. Eurosport und HBO Max sind vom Start um 14:00 Uhr bis ins Ziel dabei!
(mit SID)
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Tour-Strecke, 19. Etappe: Profil und Kurs zum Showdown nach Alpe d'Huez

Quelle: Eurosport


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