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Tadej Pogacar bläst bei Tour de France zur Attacke auf fünften Titel - Jonas Vingegaard will das verhindern
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Publiziert 01/07/2026 um 16:26 GMT+2 Uhr
Tadej Pogacar will bei der Tour de France 2026 in den Kreis der Rekord-Sieger aufsteigen. Kann Jonas Vingegaard den historischen fünften Titel verhindern? Der viermalige Toursieger aus Slowenien könnte mit 27 Jahren jüngster Fahrer überhaupt werden, der fünfmal bei der Frankreichrundfahrt triumphiert. Jan Ullrich sieht Vingegaard aber in Schlagdistanz zu Pogacar und traut diesem viel zu.
Aldag über Lipowitz' Chancen: "... dann wird er auch vorne mit dabei sein"
Quelle: Eurosport
Die Statistiken des Tadej Pogacar lesen sich wie aus einem zu einfachen Computerspiel. 16 Starts, 11 Siege, dazu 2 Titel bei Rundfahrten und 4 von 5 möglichen Klassikertriumphen: Der slowenische Radsport-Dominator reist auf der Jagd nach seinem historischen fünften Gelben Trikot in Topform zur Tour de France.
Dass es überhaupt leise Zweifel am nächsten Titel in Paris gibt, hat einzig und allein mit Jonas Vingegaard zu tun.
"Ich habe großes Selbstvertrauen. Alle stehen hinter unserem Plan und sind überzeugt, dass wir die Tour de France erneut gewinnen können", sagte der dänische Herausforderer im Vorfeld der Rundfahrt, die am Samstag in Barcelona startet.
Und aus dem Mund des sonst so zurückhaltenden Vingegaard darf man das getrost als Kampfansage interpretieren. Nach seinem überzeugenden Titel beim Giro d'Italia ist er hungrig auf eine Überraschung.
Dominanz von Pogacar und Vingegaard einzigartig
Auf der 3333 Kilometer langen Tortur kommt es zur nächsten Auflage des großen Radsport-Duells unserer Zeit. Bartali gegen Coppi, Poulidor gegen Anquetil, LeMond gegen Fignon, Armstrong gegen Ullrich - all diese Zweikämpfe haben die reiche Tour-Geschichte geprägt, doch keines dieser Duos war je so dominant wie Pogacar und Vingegaard.
Fünfmal traten die beiden seit 2021 gemeinsam bei der Frankreich-Rundfahrt an, fünfmal teilten sie die ersten beiden Plätze unter sich auf. 2021, 2024 und 2025 siegte Pogacar, dazwischen schockte Vingegaard seinen Gegner und die Radsport-Welt mit seinen beiden Triumphen.
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Vingegaard und Pogacar dominieren die Tour
Fotocredit: Getty Images
Nun also folgt Duell Nummer sechs, vorausgesetzt alles läuft, wie es die meisten Experten erwarten. Dass Hoffnungsträger Florian Lipowitz oder das französische Wunderkind Paul Seixas ernsthaft in den Titelkampf eingreifen können, glauben (noch) die wenigsten.
Auch der bislang letzte deutsche Toursieger rechnet mit dem nächsten Pogacar-Vingegaard-Showdown.
Ullrich: Vingegaard in Schlagdistanz zu Pogacar
"Ich würde Jonas Vingegaard nicht unterschätzen. Er ist so ein guter Fahrer, dass er Pogacar gefährlich werden kann", sagte Jan Ullrich der "Sport Bild". Und: Vingegaard ist anders als im Vorjahr, wo er nur zeitweise konkurrenzfähig war, in Topform, fühlt sich laut eigener Aussage "stärker als zuvor".
Beim Giro konnte er ob seiner Dominanz am Ende sogar ein paar Körner sparen. "Er wird am Berg schwer abzuhängen sein, vor allem bei den langen Anstiegen. Pogacar ist der Favorit, aber Vingegaard sehe ich nicht so weit weg", prophezeit Ullrich.
Für den neutralen Zuschauer bleibt zu hoffen, dass der Tour-Sieger von 1997 recht behält, denn zur Wahrheit dieses Duells gehört auch, dass Vingegaard in den vergangenen beiden Jahren (teils angeschlagen) quasi chancenlos war. 2024 fehlten ihm in der Gesamtwertung mehr als sechs, 2025 mehr als vier Minuten auf den Slowenen.
Diesmal hat Pogacar, wobei das den stets lebensfrohen Slowenen kaum hemmen wird, ein bisschen mehr zu verlieren.
Pogacar mit Möglichkeit zu Fabelrekord
Er könnte schließlich mal wieder ein Kapitel Radsportgeschichte schreiben. Erst vier Fahrern ist es gelungen, die wichtigste Rundfahrt der Welt fünfmal zu gewinnen: Jacques Anquetil, Bernard Hinault, Miguel Indurain und dem ewigen Eddy Merckx. Doping-Sünder Lance Armstrong wurden seine sieben Titel bekanntermaßen aberkannt.
Pogacar könnte mit seinen 27 Jahren nun der jüngste Fahrer werden, der zu diesem illustren Zirkel aufschließt. Was der seit Jahren schwelenden Diskussion, ob der beste Radprofi dieser Zeit denn auch der beste der Geschichte ist, gewiss neue Nahrung verleihen würde.
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(SID)
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