Am zweiten Tag der Tour de Suisse haben die Favoriten die Muskeln spielen lassen und auf verregneten 173 Kilometern von Neuhausen am Rheinfall nach Lachen den Sieg unter sich ausgemacht. Dabei setzte sich der Niederländische Meister Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix) im Sprintduell mit einer Sekunde Vorsprung auf den sich in sehr starker Verfassung präsentierenden Berliner Maximilian Schachmann (Bora - hansgrohe) durch. Dritter wurde mit drei Sekunden Rückstand van der Poels Landsmann Wout Poels (Bahrain Victorious).
Der Routinier schaffte auf der Zielgerade zwar noch den Anschluss an van der Poel, der sich auf den letzten vier Kilometern aus einer neunköpfigen Spitzengruppe lösen konnte, und Schachmann, der sich im strömenden Regen als einziger der Verfolger noch an van der Poels Hinterrad herankämpfen konnte. Doch als der Niederländische Meister 200 Meter vor dem Ziel lossprintete, waren Schachmann und Poels geschlagen.
"Ich habe es heute sehr genossen, wieder auf dem Straßenrad zu sitzen. Die Etappe hat mir sehr viel Spaß gemacht, vor allem mit dem Regen am Ende. Es war zum Schluss Klassikerfeeling, was mir entgegenkam“ kommentierte der 26-jährige van der Poel seinen fünften Saisonsieg.
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Mathieu van der Poel gewinnt die 2. Etappe der Tour de Suisse vor Maximilian Schachmann

Fotocredit: Getty Images

Tour de Suisse: Alaphilippe attackiert mehrfach

Dabei schien der im letzten Anstieg des Tages durchaus fraglich, weil Weltmeister Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) hier mit mehreren Attacken das Feld auseinanderfuhr, wobei van der Poel, dessen Team im Finale für Tempo gesorgt hatte, eine kleine Lücke lassen musste, die er aber rechtzeitig wieder schließen konnte.
“Das Team hat einen tollen Job gemacht und das Rennen, wie von mir verlangt, auf den letzten 15 Kilometern schwer gemacht. Ich bin glücklich, dass ich das mit dem Sieg vollenden konnte. Angesichts der Konkurrenz hier ist es eine sehr schwere Rundfahrt. Ich wollte eine Etappe gewinnen, die ersten drei Etappen liegen mir, dann wird es eher etwas für die Bergfahrer“, zog er ein frühes positives Fazit des Rennens.
Während van der Poel sich über einen perfekten Tag freute, konnte Alaphilippe dessen Attacke auf dem abschließenden Flachstück nicht folgen. Er musste sich vier Sekunden hinter dem Etappengewinner mit Rang acht begnügen.
Vor dem Franzosen landeten zeitgleich der Spanier Iván García Cortina (Movistar), Marc Hirschi (UAE -Team Emirates) als bester Schweizer sowie der Ecuadorianer Richard Carapaz (Ineos Grenadiers), der Kanadier Michael Woods (Israel Start-Up Nation) und der Däne Jakob Fuglsang (Astana - Premier Tech). Alaphilippe konnte sich auch nicht mit dem Gelben Trikot trösten, dass der Schweizer Stefan Küng (Groupama - FDJ) mit gerade mal einer Sekunde Vorsprung auf den Weltmeister verteidigte.

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Tour de Suisse: Küng verteidigt Gelbes Trikot knapp

Der Auftaktsieger von Frauenfeld war im letzten Anstieg zwar abgehängt worden und kam mit einer weiteren Verfolgergruppe 22 Sekunden hinter der Spitze ins Ziel. Es reichte aber, um das Führungstrikot einen weiteren Tag zu tragen.
"Mein Ziel war es, das Trikot zu verteidigen. Ich habe mich gut gefühlt und es ging darum, wie hart am letzten Anstieg gefahren würde. Ich habe da alles gegeben und im Flachen habe ich versuchte, so nah wie möglich heranzukommen“, sagte der 27-jährige Küng. “Ein Vorsprung von einer Sekunde ist nicht viel, aber ich werde mein Bestes geben und versuchen, das Trikot morgen nochmal zu behaupten.“
Hinter Küng und Alaphilippe folgt Schachmann mit drei Sekunden Rückstand auf Rang drei, van der Poel machte 21 Positionen gut und ist nun Vierter (+0:06). Küng bleibt vor dem punktgleichen Tagessieger auch Führender der Punktewertung. Sein Landsmann Tom Bohli (Cofidis) ist erster Träger des Bergtrikots, der US-Amerikaner Neilson Powless (EF Educatiion - Nippo) steht an der Spitze der Nachwuchswertung.
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