Unfall-Tod von Gino Mäder - Ehemalige Trainer und Freunde erinnern an Schweizer: "Wie ein schlechter Traum"

Der Tod von Gino Mäder beschäftigt die Radsportwelt weiter. Einige ehemalige Weggefährten, Trainer und Kollegen erzählten im Gespräch mit dem Schweizer "Blick" von ihren Erlebnissen mit dem im Alter von nur 26 Jahren verstorbenen Radprofi. "Er brachte mich zum Lachen – auch so werde ich ihn in Erinnerung behalten", berichtete unter anderem Freund und Profi-Kollege Michael Schär.

Letzter Gruß an Mäder: Pellaud ehrt Landsmann in Slowenien

Quelle: Eurosport

Der 36-Jährige war auf der fünften Etappe der Tour de Suisse, auf der sich Mäders verhängnisvoller Unfall ereignete, ebenfalls am Start und erinnerte sich an sein letztes, kurzes Aufeinandertreffen mit seinem Landsmann.
"Ich bin ein Rouleur und hatte meine Ablösung gefahren. Da überholte mich Gino und machte noch einen Witz über das lange Rennen. Und kurze Zeit später passiert so etwas", zeigte sich Schär fassungslos.
Das Ganze fühle sich schlicht "surreal an. Wie ein schlechter Traum, wo man das Gefühl hat, dass man aufwacht und alles nicht wahr ist. Ich wünsche Ginos Familie und allen, die ihn gern hatten, ganz viel Kraft."
Auch Mäders ehemaliger Jugendtrainer Daniel Gisiger behält den Schweizer in guter Erinnerung.
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Michael Schär (l.) und sein Freund Gino Mäder wenige Tage vor dem verhängnisvollen Unfall

Fotocredit: Getty Images

Ex-Trainer geschockt: "Sein Tod berührt mich sehr"

"Gino zog die Sympathien in der Gruppe stets auf sich. Er tat dies nicht bewusst. Es war vielmehr so, dass er gerne mit Menschen redete. Gino wollte immer alles wissen", erzählte der 68-Jährige. Mäder sei für ihn "fast wie ein Sohn" gewesen, so Gisiger, der den Radprofi zwischen seinem 16. und 18. Lebensjahr betreute.
Der ehemalige deutsche Radprofi Danilo Hondo meinte unterdessen: "Ich bin unglaublich dankbar, dass ich Gino als Nationaltrainer mehrere Jahre lang betreuen durfte. Sein Tod berührt mich sehr, obwohl ich im Rad-Zirkus mehrere solche Todesfälle hautnah miterlebt habe."
Der 26-Jährige habe "nicht nur riesiges Potenzial" gehabt, "sondern war auch ein großer Teamplayer – das hat mir imponiert."

Gino Mäder war "ein herzensguter Mensch"

Auch Mäders ehemaliger Trainer Marcello Albasini zeigte sich vor allem von der Persönlichkeit des Schweizers beeindruckt: "Ich behalte Gino als herzensguten Menschen in Erinnerung, er war sehr bescheiden und zuvorkommend. (...) Gino war ein sehr netter Mensch, er las auch viel. Das Soziale war ihm sehr wichtig – wenn er aber etwas aus Prinzip nicht gut fand, machte er es auch nicht. Da war er sehr konsequent."
Pierino Rossi, Sportlicher Leiter des Nachwuchsteams von Maca-Loca, in dem Mäder einst fuhr, ergänzte zudem: "Für Gino galt immer: Achtung, fertig, los. Ihm war nie langweilig, er machte immer etwas. (...) Gleichzeitig war Gino nie übertrieben ernst: Er machte gerne Sprüche, auch kurz vor dem Wettkampf."
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Gedenkminute für Mäder zum Start der 4. Etappe in Slowenien

Quelle: Eurosport

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