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Tour de Suisse 2026: Tadej Pogacar großer Favorit auf Gesamtsieg - viele Neuheiten bei Rundfahrt durch die Schweiz
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Publiziert 16/06/2026 um 15:51 GMT+2 Uhr
Bei der Tour de Suisse 2026 geht Tadej Pogacar als großer Favorit an den Start. Herausfordern will ihn vor allem Landsmann Primoz Roglic. Dabei müssen sich die Fans auf Neuheiten einstellen: Die traditionsreiche Rundfahrt startet erstmals in Italien, Start und Ziel jeder Etappe befinden sich am gleichen Ort und die Anzahl der teilnehmenden Schweizer beim Heimspiel ist überraschend gering.
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Quelle: Eurosport
"Ohne neues Konzept wäre die Zukunft der Tour de Suisse als Kulturgut und Marke mittelfristig gefährdet", erklärte Renndirektor Oliver Senn im September in einer Pressemitteilung.
Tatsächlich sieht die Schweiz-Rundfahrt 2026 komplett anders aus. Nur fünf statt acht Etappen werden ab Mittwoch absolviert - alle live im Stream bei HBO Max.
Die werden nicht mehr von A nach B ausgetragen, sondern von A nach A. Dabei werden keine lokalen Runden absolviert, sondern große Schleifen. Der Auftakt findet sogar erstmals in Italien statt. Tadej Pogacar (UAE-Emirates-XRG) dürfte das alles nicht sonderlich kümmern.
Der Weltmeister hat die Tour de Suisse als letzten Feinschliff für die Tour de France gewählt und will seinem Palmares einen weiteren Meilenstein hinzufügen, nachdem er mit Mailand - Sanremo im März schon eine viel größere Lücke darin gefüllt hat.
Pogacar als großer Favorit
Und wie immer, wenn Pogacar bei einer Rundfahrt antritt, zweifelt niemand daran, dass er sie gewinnen wird. Die letzte Niederlage bei einem Etappenrennen fügte ihm Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) bei dessen bisher letztem Tour-de-France-Sieg 2023 zu.
Spannender als die Frage nach dem Gesamtsieger ist die nach den weiteren Podiumskandidaten. Gleich drei davon bringt Bahrain Victorious an den Start.
Nach seinem starken Auftritt beim Giro d'Italia steigt Afonso Eulalio erstmals wieder in den Rennsattel – und der Portugiese hat mit den für die Tour vorgesehenen Lenny Martinez und Antonio Tiberi zwei starke Teamkollegen an seiner Seite. Alle drei werden allerdings im flachen Kampf gegen die Uhr am vierten Tag des Rennens viel Zeit kassieren.
Dagegen sollte Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) das Zeitfahren gut in den Plan passen. Seit der Verpflichtung von Transfer von Remco Evenepoel und dem dritten Platz von Florian Lipowitz bei der Tour 2025 ist es recht still um den einst besten Slowenen im Feld geworden. Mittlerweile steht Roglic national und teamintern im Schatten anderer.
Tour de Suisse: Ist Roglic in Form?
Neben der Tour de France ist die Tour de Suisse die einzige der großen WorldTour-Rundfahrten, deren Trophäe dem 36-Jährigen noch fehlt. In der Schweiz wird er als Kapitän der Raublinger das Gelbe Trikot jagen dürfen.
Bei zwei seiner drei Rundfahrteinsätze verpasste Roglic aber dieses Jahr die Top 15. Da er für die Frankreich-Rundfahrt nicht gesetzt ist und sein letzter Einsatz sechs Wochen zurückliegt, stellt sich die Frage um die Form des viermaligen Vuelta-Champions.
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Quelle: Eurosport
Beim anderen Olympiasieger von Tokio, Richard Carapaz (EF Education-EasyPost), sieht das anders aus. Der Ecuadorianer sprang am Sonntag auf dem für ihn eher leichten Kurs des GP Gippingen der Konkurrenz in einem Trio davon, was auf hervorragende Form vor der Tour schließen lässt.
Carapaz wird Pogacar bergauf wohl am längsten folgen können. Gespannt war man auch auf Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5), der wie Roglic sechs Wochen Pause hatte - seinen Start aber kurzfristig absagte.
Deutsches Sextett in der Schweiz
In einem in der Breite eher dünnen Feld mit insgesamt nur vier Schweizern muss man anschließend schon mit etwas Fantasie auf die Startliste schauen, um weitere Podiumsanwärter zu finden. Das Auge könnte dann auf Enric Mas (Movistar) fallen, der beim Giro allerdings trotz eines zweiten Etappenplatzes in Chiavari nicht zu überzeugen wusste.
Ein weiterer Kandidat ist Jarno Widar (Lotto-Intermarché). Der Neoprofi hatte keinen Einstand nach Maß, wurde Anfang März krank und verletzte sich bei einem Trainingsunfall Ende des Monats schwer.
Die deutschen Farben werden von Nils Politt (UAE-Emirates-XRG), Jonas Rutsch (Lotto-Intermarché), Emil Herzog (Red Bull-Bora-hansgrohe), Marius Mayrhofer, Marco Brenner (beide Tudor) sowie Maximilian Schachmann (Soudal-Quick-Step) vertreten. Österreich bringt sieben Teilnehmer und damit das größte Kontingent der deutschsprachigen Länder an den Start.
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