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Zwift Touf for All: Grega Bole fängt Pier-André Coté auf der Linie noch ab
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Publiziert 07/05/2020 um 18:17 GMT+2 Uhr
Zahlreiche Top-Sprinter standen am Start des vierten Rennens bei der Zwift Tour for All, doch am Ende gewann in der fiktiven Inselwelt Watopia einer, der eigentlich als Anfahrer fungiert: Grega Bole (Bahrain-McLaren) glänzte am Ende des 42,6 Kilometer langen Rennens mit perfektem Timing im Schlussspurt, als er den Kanadier Pier-André Coté (Rally Cycling) sprichwörtlich auf der Linie noch abfing.
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Dritter wurde der Australier Nick Schultz (Mitchelton - Scott) im Sprint eines knapp 20 Mann umfassenden Fahrerfeldes, aus dem zuvor nacheinander alle Top-Sprinter wie André Greipel (Israel Start-Up Nation), Phil Bauhaus (Bahrain - McLaren), Elia Viviani (Cofidis) oder auch Arnaud Demare (Groupama - FDJ) herausgefallen waren.
"Im Anstieg war es wirklich schwer. Wir sind sehr hohe Wattzahlen gefahren, es war richtig Vollgas. Aber im Flachen und in der Abfahrt ging es besser, im Feld konnte ich mich etwas erholen. Es war ein schönes Rennen", sagte Bole im ersten Sieger-Interview von GCN und erzählte außerdem, dass ihn die Corona-Krise im Training kaum eingeschränkt habe: "Ich habe Glück, dass ich hier in Slowenien in letzter Zeit fast immer draußen fahren konnte."
Die meisten Punkte des Tages sammelte allerdings der Franzose Benjamin Thomas (Groupama - FDJ), der an beiden Bergpreisen des Tages jeweils fünf Zähler für sein Team einheimste und am Ende trotzdem noch auf Rang vier sprintete. 32 Punkte sammelte er somit für Groupama - FDJ, das bislang aber bei der Tour for All kaum eine Rolle spielte. Das beste Team des Tages war auch auf der Strecke Sand & Sequoias NTT Pro Cycling, das 74 Punkte sammelte und so auch seine Gesamtführung weiter ausbaute.
So lief das Rennen:
Von Beginn an wurden die zwei Runden auf der Sand & Sequoias-Schleife durch Wüste und Mammutbaum-Urwald in der fiktiven Insel-Welt Watopia mit Vollgas absolviert. Schon früh wurden daher einige Fahrer abgehängt, darunter auch André Greipel (Israel Start-Up Nation), der aber gegenüber Eurosport-Kommentator Jörg Ludewig bekanntgab, einen W-LAN-Aussetzer gehabt zu haben.
Im nicht sehr steilen, aber sich trotzdem ziehenden Anstieg durch den Mammutbaum-Urwald dehnte sich das Feld weiter aus und Benjamin Thomas (Groupama - FDJ) attackierte vor der Bergwertung, um seinem Team die dort zu vergebenden fünf Punkte zu sichern. Den Kontakt zum ersten Feld verloren derweil nach Greipel auch weitere namhafte Sprinter wie Phil Bauhaus (Bahrain - McLaren) und Elia Viviani (Cofidis).
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Top-Sprinter im Urwald-Anstieg abgehängt
In der zweiten Runde führte dann zehn Kilometer vor dem Ziel Jonas Rutsch (EF Pro Cycling) das Feld in den Anstieg im Urwald hinein - neben dem Sieger des zweiten Tour for All-Rennens am Dienstag, Michael Gogl (NTT Pro Cycling). Von den zahlreich angetretenen Top-Sprintern war nun nur noch Arnaud Demare (Groupama - FDJ) vorne dabei, und auch der Franzose verlor auf dem Weg zum Bergpreis den Anschluss.
Während Demare abgehängt wurde, spurteten seine Landsmänner und FDJ-Teamkollegen Thomas und Alexys Brunel sieben Kilometer vor dem Ziel erneut zu fünf und vier Punkten an der Bergwertung. In der Abfahrt zurück in die Wüste waren nur noch knapp 20 Mann an der Spitze beisammen. Sie sollten schließlich den Sieg unter sich aussprinten.
Zwar attackierte Guillaume Van Keirsbulck (CCC) an der 1.000-Meter-Marke mit rund 800 Watt, doch der Belgier hatte letztendlich keine Chance gegen die Gruppe und wurde 350 Meter vor der Linie zunächst von Gogl übersprintet. Für einen kurzen Moment sah es aus, als könne der Österreicher seinen Triumph vom Dienstag wiederholen.
Schwere Schlussetappe mit Kopie von L'Alpe d'Huez
Doch dann zeigte sich, dass in der Wüste noch länger zu warten war, um das richtige Timing für den idealen Schlussspurt zu erwischen. Mit zahlreichen Aero-PowerUps rauschten noch acht Mann an Gogl vorbei und schließlich schob Bole sich auf den letzten Metern vor der in einer Rechtskurve liegenden Ziellinie an Coté vorbei zum Sieg.
Das fünfte und letzte Rennen der Zwift Tour for All führt am Freitag über 46,5 Kilometer erneut durch Watopia und endet mit dem zwölf Kilometer langen Schlussanstieg hinauf zur Alpe du Zwift - einem virtuellen Nachbau des Anstiegs von L'Alpe d'Huez.
Fraunerennen: Erath knapp geschlagen
Tanja Erath (Canyon - SRAM) hat nur knapp den Sieg beim vierten Rennen der Zwift Tour for All auf der Strecke Sand & Sequoias in der fiktiven Inselwelt Watopia verpasst. Die 30-Jährige musste sich im Sprint eines 14-köpfigen Spitzenfeldes nach 42,6 Kilometern einzig der 28-jährigen Britin Leah Dixon (Tibco - SVB) geschlagen geben, deren Aero-PowerUp einen Tick länger nachwirkte. Dritte wurde in der virtuellen Wüste Teniel Campbell (Valcar - Travel & Service) aus Trinidad & Tobago vor der am Montag auf dem Innsbruckring erfolgreichen Marianne Vos (CCC - Liv).
Mit Rang zwei von Erath und außerdem einem starken Auftritt des Teams an den beiden Bergwertungen des Tages im virtuellen Urwald von Watopia - Erath gewann den ersten Bergpreis und auch ihre Teamkolleginnen Jess Pratt und Hannah Ludwig punkteten dort - sicherte sich der deutsche Rennstall Canyon - SRAM den Tagessieg in der Teamwertung mit 72 Punkten und machte so acht Zähler gut auf Tibco - SVB um Tagessiegerin Dixon.
"Wir haben gut Punkte für die Teamwertung geholt. Das war heute oberstes Ziel und das haben wir mit dem Team-Tagessieg ganz gut hinbekommen", so Erath. "Mit vier Leuten in der Spitzengruppe war es wieder eine super Teamleistung. Es hat wirklich wieder Spaß gemacht."
Trotzdem aber führt das US-Team Tibco - SVB in der Gesamtwertung weiter mit großem Vorsprung. Der Rennstall von Dixon hat vor dem Abschlussrennen am Freitag hinauf zur Alpe du Zwift 313 Punkte auf dem Konto und somit 41 mehr als Canyon - SRAM, das auf Rang zwei liegt. CCC - Liv, das mit Marianne Vos und Ashleigh Moolman-Pasio bei den ersten drei Rennen die Einzelsiege davongetragen hatte, folgt mit 239 Zählern auf Platz drei.
Ergebnis Männer:
1. Grega Bole (Bahrain - McLaren) 54:33 Minuten2. Pier-André Coté (Rally Cycling) s.t.3. Nick Schultz (Mitchelton - Scott) s.t.4. Benjamin Thomas (Groupama - FDJ) s.t.5. Dries De Bondt (Alpecin - Fenix) s.t.6. Ryan Gibbons (NTT Pro Cycling) s.t.7. Daryl Impey (Mitchelton - Scott) s.t.8. Scott Thwaites (Alpecin - Fenix) s.t.9. Michael Gogl (NTT Pro Cycling) s.t.10. Jonas Rickaert (Alpecin - Fenix) s.t.
Tages-Teamwertung Männer:
1. NTT Pro Cycling 74 Punkte2. Alpecin - Fenix 663. Mitchelton - Scott 534. Groupama - FDJ 515. Bahrain - McLaren 256. Rally Cycling 247. CCC 228. EF Pro Cycling 209. Cofidis 1410. Israel Start-Up Nation 6
Gesamtwertung Männer:
1. NTT Pro Cycling 288 Punkte2. Alpecin - Fenix 2333. Mitchelton - Scott 1894. Israel Start-Up Nation 1695. EF Pro Cycling 1646. Groupama - FDJ 1447. Rally Cycling 958. CCC 879. Bahrain - McLaren 8310. Cofidis 73
Ergebnis Frauen:
1. Leah Dixon (TIbco - SVB)2. Tanja Erath (Canyon - SRAM) s.t.3. Teniel Campbell (Valcar - Travel & Service) s.t.4. Marianne Vos (CCC - Liv) s.t.5. Vittoria Guazzini (Valcar - Travel & Service) s.t.6. Chloe Dygert (Twenty20 Pro Cycling) s.t.7. Lonneke Uneken (Boels - Dolmans) s.t.8. April Tacey (Drops) s.t.9. Emilia Fahlin (FDJ Nouvelle Aquitaine Futuroscope) s.t.
Tages-Teamwertung Frauen:
1. Canyon - SRAM 72 Punkte2. Tibco - SVB 643. Valcar - Travel & Service 484. CCC - Liv 435. Twenty20 Pro Cycling 376. Boels - Dolmans 327. Drops 258. FDJ Nouvelle Aquitaine Futuroscope 179. Rally Cycling 11
Gesamtwertung:
1. Tibco - SVB 313 Punkte2. Canyon - SRAM 2723. CCC - Liv 2394. Boels - Dolmans 1565. Twenty20 Pro Cycling 1446. Valcar - Travel & Service 1177. Rally Cycling 1028. Drops 919. FDJ Nouvelle Aquitaine Futuroscope 85
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