Tour of Austria - André Drege aus Norwegen verunglückt auf Abfahrt vom Großglockner tödlich
VonFelix Mattis
Update 07/07/2024 um 07:29 GMT+2 Uhr
Die Königsetappe der 73. Tour of Austria ist von einem tödlichen Unfall überschattet worden. Wie die Veranstalter der Österreich-Rundfahrt bestätigten, ist der Norweger André Drege (Coop – Repsol) auf der Abfahrt vom Großglockner gestürzt und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Die Siegerehrung im Anschluss an die Etappe wurde abgesagt. Weitere Informationen lagen zunächst nicht vor.
André Drege
Fotocredit: Getty Images
Die Behörden ermitteln routinemäßig über die Unfallursache, heißt es in der Mitteilung der Veranstalter und weiter:
"Die Organisatoren der Tour of Austria und die Rennleitung haben umgehend die Angehörigen informiert. Nach der Etappe kam es zu einem Meeting mit allen 20 Teamchefs und der UCI. Einhellig wurde entschieden, dass die Familie von André sowie dessen Team - alle Fahrer und die Betreuer – gemeinsam mit der Organisation die Entscheidung über die Durchführung der für Sonntag geplanten Schlussetappe fällen werden. Diese Entscheidung wird am Sonntagmorgen bei einem Meeting mit allen Verantwortlichen von Rennleitung, Organisation und Teamchefs bekanntgegeben."
Drege war zu Beginn der Etappe in der Spitzengruppe des Rennens unterwegs, fiel aus der aber im Anstieg zurück und stürzte dann in der Abfahrt schwer.
Die 151,5 Kilometer lange Etappe von St. Johann Alpendorf nach Kals am Großglockner wurde durch den Italiener Filippo Ganna gewonnen. Er und die anderen Teilnehmer des Rennens wussten vor Rennende nichts von dem Unglück.
Am Samstagabend entschlossen sich die Organisatoren der Tour of Austria, die Schlussetappe am Sonntag von Kufstein aufs Kühtai aufgrund des tragischen Unfalls abzusagen und stattdessen ab 11:00 Uhr eine Kondolenzfahrt zu Ehren Dreges durchzuführen.
Die Nachricht von Dreges Tod sorgte auch bei der Tour de France für Bestürzung. Der norwegische Sprinter Alexander Kristoff äußerte sein Bedauern. "Das sind sehr traurige Neuigkeiten, ich kannte ihn ein bisschen aus dem Nationalteam. Er war ein guter Typ", sagte der Uno-X-Profi nach der 8. Etappe: "Er war ein ruhiger Mensch. Es ist unglaublich, aber diese Dinge passieren. Es scheint leider, als passieren sie immer häufiger."
Der Unfall weckte böse Erinnerungen an den Unfalltod des Schweizers Gino Mäder bei der bei der Tour de Suisse im Vorjahr. Mäder war damals auf der Abfahrt vom Albula-Pass schwer gestürzt und erlag einen Tag später mit nur 26 Jahren im Krankenhaus von Chur seinen Verletzungen.
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