Und nach seinen bisherigen Leistungen in dieser Saison, in der ihm bereits sechs Siege gelangen, dürften nur wenige Zweifel daran bestehen, dass Pogacar vor heimischem Publikum weitere feiern wird.
“Ich war immer nahe dran am Podium, jetzt will ich das Rennen definitiv gewinnen. Mal schauen, wie stark meine Beine sein werden“, sagte der 22-Jährige am Vorabend des Rennens auf einer Pressekonferenz. Für Pogacar sprechen neben seiner persönlichen Stärke auch die seines Teams, das mit Rafal Majka (2017) und Diego Ulissi (2011, 2019) zwei frühere Gesamtsieger mit dabei hat.
Überschaubar ist zudem ist die Konkurrenz im Feld der 20 Teams, von denen vier aus der WorldTour kommen - neben UAE Emirates noch BikeExchange, Astana - Premier Tech und Bahrain Victorious, das mit Pogacars Landsleuten Matej Mohoric - Dritter im Jahr 2019 - und Jan Tratnik die beiden wohl größten Gegner stellt.
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Ursprünglich hatte Pogacar die Slowenien-Rundfahrt nur als Alternative zum Critérium du Dauphiné geplant, das am vergangenen Sonntag mit dem überlegen herausgefahrenen Gesamtsieg von Richie Porte (Ineos Grenadiers) zu Ende gegangen war. “Vor zwei Monaten entschieden wir uns dann für dieses Rennen, wodurch wir mehr Zeit für die anderen Verpflichtungen hatten“, sagte der Slowene, der nach seinem Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich am 25. April seine Frühjahrskampagne triumphal abschloss. Es folgten viele Werbeauftritte, eine Inspektion von Passagen der kommenden Tour de France, ehe Pogacar ein Höhentrainingslager bezog, aus dem er nun zurückkehrt und seine Heimat-Rundfahrt als Tour-Generalprobe nutzt.

Ulissi zeigt ebenfalls Ambitionen

Dabei stellt sich auch Routinier Ulissi in seinen Dienst. Der 31-jährige Italiener ist in dieser Saison noch ohne Sieg, was auch mit seinen Herzrhythmusstörungen zusammenhängt, die ihn Anfang des Jahres zu einer längeren Pause zwangen. Ulissi bestritt Anfang April beim GP Indurains sein erstes Rennen und ging zuletzt beim Giro d’Italia leer aus, nachdem ihm im vergangenen Jahr noch zwei Etappensiege gelungen waren. “Ich freue mich immer, in Slowenien zu sein, ich habe jede Menge gute Erinnerungen an dieses Land. Ich hatte nicht den besten Winter und bin froh, dass ich überhaupt Rennen fahren kann“, zeigte sich der zweimalige Gesamtsieger zurückhaltend.
Ganz ohne persönliche Ambitionen wird aber auch Ulissi nicht antreten, wie er betonte: “Natürlich hoffe ich auch auf gute Beine. Tadej ist unser Leader, aber wir schauen mal, wie es läuft und könnten notfalls auch unsere Taktik ändern“, deutete er an, dass entweder er selber oder Neuzugang Majka in die Bresche springen könnten, sollte Pogacar einen schlechten Tag erwischen.
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