Sein Neustart in eine völlig andere Sportkarriere ist ihm aber bis jetzt schon einmal geglückt. Der Bayer stand vorher noch nie in einem größeren Feld als Profi am Start, zumindest nicht mit dem Rennrad.
"Das war auch am ersten Tag echt fordernd vom Kopf her, aber mittlerweile ging das viel besser und heute war ich schon viel entspannter", erzählte Palzer, der seit diesem Monat offiziell dem Team von Bora – hansgrohe angehört. "Ich konnte zeigen, dass ich einigermaßen Radfahren kann", erklärte er stolz.
Mit den Plätzen 93, 43 und 68 zeigte er aber, dass er sich durchaus in der vorderen Rennhälfte präsentieren kann. Mit 7:44 Minuten hat er auch keinen sehr großen Rückstand auf Leader Simon Yates (Team BikeExchange). Wobei es im Debüt des 28-Jähren nicht wirklich auf die Zahlen ankommt, vielmehr ist das erste Rennen ein erster wegweisender Test, der zeigen soll, wie es mit seiner neuen Karriere weitergehen kann.
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"Was für mich halt noch sehr untypisch ist, wenn wir am Ende extrem hart in den Berg reinfahren, dann gehen die anderen komplett über die Schwelle und pendeln sich dann wieder an ihren Grenzwerten ein", berichtete er über den ersten großen Unterschied, den er zu seiner bisherigen Sportkarriere ausmachte. "So über die Schwelle zu gehen, das ist für mich noch extrem zäh", fügte er an.

Vor einem Monat noch auf den Skiern

Auch heute erlebte er dies wieder. 20 Kilometer vor dem Etappenende wartete noch ein kurzer knackiger Anstieg hinauf nach Tarsch, ehe es dann ins Ziel nach Naturns ging. "Ich war im Feld eher hinten plaziert. Zwar waren es gerade einmal 200 Höhenmeter, aber das Tempo war enorm. Die wollten halt die Fluchtgruppe noch einholen", beschrieb Palzer die Situation, in der er den Anschluss an das Feld rund um Leader Yates verlor.
In einer kleineren Gruppe erreichte er knapp eine Minute hinter dem Hauptfeld das Ziel: "Da brauche ich mir nichts vorwerfen, denn mit Ilnur Zakarin fuhr auch ein früherer Etappensieger vom Giro d’Italia an meiner Seite. Im Gegensatz zu ihm stand ich ja vor einem Monat noch auf den Skiern." Im Finish freute sich der Berchtesgadener auch sehr über den zweiten Tagesrang seines Teamkollegen Felix Großschartner.
Der frühere Einzelkämpfer als Skibergsteiger wird nun zum Teamplayer auf der Straße. "Speziell nach dem nicht so guten Tag des Teams gestern, war es richtig cool, dass zwei Jungs von uns heute in der Spitze waren", freute sich Palzer. Begeisterung zeigte der 28-Jährige auch für die am Donnerstag anstehende 4. Etappe der Tour of the Alps: "Es wird richtig hart, aber ich freue mich auf die 4.000 Höhenmeter."
Ein richtiges Fazit seines Debüts will er aber erst am Ende der Rundfahrt am Gardasee ziehen. "Da sehen wir den Ist-Zustand, auf den wir weiter aufbauen können. Bis dorthin, will ich einfach so viel wie möglich mitnehmen", erklärte er abschließend.
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