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Vuelta a España 2017: Denifl gewinnt spektakuläre Bergetappe vor Contador, Froome bleibt in Rot

Denifl gewinnt spektakuläre Bergetappe vor Contador, Froome bleibt in Rot
Von SID

06/09/2017 um 18:45Aktualisiert 06/09/2017 um 19:05

Stefan Denifl vom Team Aqua Blue Sport (PCT) hat die spektatkuläre 17. Vuelta-Etappe mit der extrem steilen Bergankunft am Alto de los Machucos gewonnen. Platz zwei ging Alberto Contador (Trek-Segafredo), Dritter wurde Miguel Ángel López vom Team Astana. Der Gesamtführende Christopher Froome (Sky) verteidigte sein Rotes Trikot, verlor allerdings Zeit.

Denifl sorgte für den ersten österreichischen Etappensieg bei der Vuelta seit 82 Jahren!

Der britische Tour-Sieger Froome hat derweil auf dem Weg zum Double und seinem ersten Triumph bei der Vuelta einen Teil seines Vorsprungs eingebüßt. Einen Tag nach seinem Zeitfahrsieg verlor der Sky-Kapitän auf der 180,5 km langen Etappe von Villadiego auf den bis zu 26 Prozent steilen Alto de Las Machucos 42 Sekunden auf seinen ärgsten Verfolger Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain-Merida).

Froomes Vorsprung auf Nibali beträt damit nur noch 1:16 Minuten. Auch der drittplatzierte Niederländer Wilco Kelderman vom deutschen Team Sunweb (+2:13), der Russe Ilnur Zakarin (Katjuscha-Alpecin/+2:25) sowie der spanische Routinier Alberto Contador (Trek-Segafredo/+3:34) konnten Zeit auf Froome gutmachen.

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"Es ist nie schön, Zeit zu verlieren. Gleichzeitig bin ich froh über die Position, in der wir uns befinden", sagte Froome nach der Etappe: "Wir alle wussten, dass es heute ein richtig hartes Finale geben wird - und das war es."

Froome zeigt erste Schwächen

Bis zum Fuß des finalen Anstiegs kontrollierte Froomes Team Sky gewohnt dominant das Feld. Die Attacken von Nibali und vor allem Contador, der seine Karriere nach jeweils zwei Gesamtsiegen bei der Tour de France und dem Giro d'Italia sowie drei bei der Vuelta am Sonntag beenden wird, konnte Froome nicht mitgehen und wirkte deutlich angeschlagen.

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Der 32-Jährige wäre erst der dritte Profi, dem der Doppelschlag bei Tour und Vuelta in einem Jahr gelingt. 1963 hatte der große Franzose Jacques Anquetil, 1978 dessen nicht weniger berühmter Landsmann Bernard Hinault beide Rundfahrten gewonnen. Damals wurde die Vuelta aber noch zu Saisonbeginn und die Tour als letzte der drei großen Rundfahrten ausgetragen, die Ruhepause war dementsprechend größer. Umso höher wäre Froomes Leistung einzustufen.

Entscheidung am Angliru?

Auch in den kommenden Tagen muss Froome weiter wachsam sein. An den letzten Vuelta-Tagen stehen noch zwei Bergankünfte an, wobei es am Donnerstag auf der 169 km langen Etappe von Suances nach Santo Toribio de Liébana nach drei mittelschweren Bergen "nur" eine 2,5 km lange Rampe am Ende geben wird.

Entschieden wird die Spanien-Rundfahrt wohl erst am kommenden Samstag im bis zu 23,5 Prozent steilen Finale am Alto de L'Angliru. Tags darauf endet die Vuelta in Madrid.

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