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Quintana neuer Gesamtzweiter, Gilbert siegt vor Bennett

Quintana neuer Gesamtzweiter, Gilbert siegt vor Bennett
Von Eurosport

11/09/2019 um 16:39Aktualisiert 11/09/2019 um 17:16

Primoz Roglic hat auf der 17. Etappe der Vuelta a España Zeit auf den zuletzt schwächelnden Mitfavoriten Nairo Quintana verloren. Der Kolumbianer kam mit einer 25-köpfigen Ausreißergruppe ins Ziel, die sich auf der Windkante absetzen konnten. Roglic erreichte das Ziel zusammen mit allen weiteren Favoriten auf den Gesamtsieg und bleibt weiterhin im Roten Trikot. Philippe Gilbert gewann die Etappe.

Gilbert (Deceuninck - Quick-Step) hat auf der fulminanten 17. Etappe seinen zweiten Tagessieg gefeiert. Der 37-jährige Belgier setzte sich auf dem mit 220 Kilometern längsten Abschnitt der diesjährigen Spanien-Rundfahrt von Aranda de Duero nach Guadalajara mit zwei Sekunden Vorsprung auf Sam Bennett (Bora - hansgrohe) durch. Der Irische Meister war 500 Meter vor dem Ziel angetreten, wurde aber mühelos von Gilbert gestellt und überholt.

Die Spitzengruppe, zu der auch Nikias Arndt, Max Walscheid (beide Sunweb) und Jonas Koch (CCC Team) gehörten, hatte sich an einer Windkante abgesetzt. Das Hauptfeld brach anschließend mehrfach auseinander, bis nur noch eine Verfolgergruppe mit vielen Favoriten übrig blieb, die aber auf der äußerst schnell gefahrenen Etappe nicht mehr an die Ausreißer heran kam. "Ich habe so etwas in den 17 Jahren meiner Karriere noch überhaupt nicht erlebt. Das war eine verrückte Etappe", sagte Gilbert.

Dritter wurde Gilberts französischer Teamkollege Remi Cavagna. Auf den weiteren Positionen landeten der Belgier Dylan Theuns (Bahrain - Merida) und der Niederländer Wilco Kelderman (Sunweb) sowie Koch, der als bester deutscher Fahrer Rang sechs belegte.

Primoz Roglic kam mit rund 5:30 Minuten Rückstand in der nur noch rund 20 Fahrer umfassenden ersten Verfolgergruppe ins Ziel und verteidigte sein Rotes Trikot. Der Slowene liegt jetzt allerdings nur noch 2:24 Minuten vor dem Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar), der den Sprung in die Fluchtgruppe schaffte und sich so vom sechsten auf den zweiten Rang der Gesamtwertung verbesserte. Damit verdrängte der Kolumbianer seinen spanischen Teamkollegen Alejandro Valverde (+ 2:48) auf Position drei.

"Es liegt an mir, in einer solchen Situation da zu sein. Ich habe einen Fehler gemacht, und war nicht da, wo ich sein sollte", sagte Roglic bei Eurosport:

"Die Mannschaft hat mich gerettet, und am Ende war ich noch in einer einigermaßen guten Position. Man macht Fehler, aber dann muss man jetzt die Lehren auch die daraus ziehen."

Am Donnerstag steht eine weitere Bergetappe über 177,5 km zwischen Colmenar Viejo und Becerril de la Sierra mit vier Anstiegen der ersten Kategorie und einem kurzen Schlussanstieg an. Die Vuelta endet am Sonntag in Madrid.

(radsport-news.com mit SID)

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